Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1811 cc
- Leistung
- 74.0 ch (54.4 kW)
- Drehmoment
- 139.0 Nm @ 2600 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5:1
- Bohrung × Hub
- 101.6 x 113.0 mm (4.0 x 4.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Sequential Port
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Cast Aluminum Frame with Integrated Air-Box
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Wet, multiplate
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Single shock
- Federweg vorne
- 119 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 104 mm (4.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc.
- Vorderreifen
- 130/90-B16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 150/80-B16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 692.00 mm
- Radstand
- 1646.00 mm
- Länge
- 2553.00 mm
- Breite
- 1029.00 mm
- Höhe
- 1283.00 mm
- Tankinhalt
- 20.80 L
- Gewicht
- 356.00 kg
- Trockengewicht
- 341.00 kg
- Neupreis
- 20 990 €
Übersicht
Was treibt einen über hundert Jahre alten Hersteller dazu, eine seiner Ikonen in ein Bad aus schwarzer Tinte zu tauchen? Bei Indian lautet die Antwort in zwei Worten: Chief Dark Horse. Das 2017 erschienene und über die Jahrgänge (2018, 2019, 2020, 2021, 2022) weiterentwickelte Modell ist eine verdunkelte Version der Chief Classic, die sich nicht mit einer rein kosmetischen Behandlung begnügt. Sie verkörpert eine andere Philosophie – die einer Indian Chief Dark Horse, die als unbeschriebenes Blatt für Liebhaber des kompromisslosen Custom-Stils konzipiert wurde.

Das Prinzip ist einfach und äußerst wirkungsvoll. Man nehme die Chief Classic, entferne die Zusatzscheinwerfer, die Soziusplattform und einige überflüssige Anbauteile und gewinne 13 Kilogramm auf der Waage. Das Ergebnis bringt dennoch stattliche 356 kg vollgetankt auf die Waage, was gegenüber einer Harley-Davidson Fat Bob oder einer Triumph Thunderbird nach wie vor ein ordentliches Kaliber darstellt. Doch der Gewichtsvorteil macht sich bemerkbar, vor allem bei Rangierfahrten im niedrigen Tempo. Gegossene Speichenfelgen ersetzen die traditionellen Drahtspeichen, mattes Schwarz erobert jeden Winkel – vom 20,8-Liter-Tank bis zu den Motorgehäusen –, und nur die verchromten Auspuffanlagen wagen es, diese gewollte Dunkelheit zu durchbrechen. Der Preis von 20.990 Euro liegt rund 2.000 Euro unter dem der Chief Classic. Genug, um ein komfortables Budget für den Zubehörkatalog freizusetzen, der rund vierzig Teile umfasst. Die Bobber-Version etwa spricht jene an, die den puristischen Ansatz noch weiter treiben wollen.
Zwischen den Fußrasten lässt der ThunderStroke 111 seine 1.811 cm³ sprechen. Dieser V-Twin mit zwei Ventilen pro Zylinder, einer Bohrung von 101,6 mm und einem Hub von 113 mm jagt nicht den Pferdestärken hinterher. Seine 74 PS reißen auf dem Papier niemanden vom Hocker, erst recht nicht angesichts der 86 PS einer Harley Road King. Doch das Wesentliche liegt woanders. Das Drehmoment von 139 Nm, das bereits ab 2.600 U/min anliegt, verwandelt jedes Beschleunigen in einen kräftigen und samtigen Schub. Das Sechsganggetriebe und der Riemenantrieb erledigen den Rest. Man pilotiert diese Maschine nicht, man begleitet sie. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h, eine beinahe nebensächliche Zahl, da diese Indian Chief Dark Horse eher zu entspanntem Cruising auf langen Strecken einlädt als zur Jagd nach Bestzeiten.

Was das Fahrwerk betrifft, integriert der Aluminiumgussrahmen den Luftfilterkasten – eine Lösung, die die Steifigkeit fördert und zugleich klare Linien bewahrt. Die Teleskopgabel und das hintere Monofederbein verrichten ihre Arbeit, ohne den Anspruch zu erheben, mit dem Komfort eines vollausgestatteten Baggers mithalten zu können. Der Radstand von 1.646 mm und die niedrige Sitzhöhe von 692 mm verankern den Fahrer in der Maschine, die Füße satt auf dem Boden. Für alle, die sich fragen, ob die Indian Chief Dark Horse über ABS verfügt, lautet die Antwort: ja. Doppelte schwimmend gelagerte 300-mm-Bremsscheiben vorne mit Vierkolben-Bremszangen, eine einzelne Scheibe hinten, das Ganze gekoppelt mit einem serienmäßigen Antiblockiersystem. Tempomat und schlüsselloses Startsystem vervollständigen eine Ausstattung, die trotz der „puristischen" Positionierung großzügig bleibt.
Der Praxistest der Indian Chief Dark Horse offenbart eine Maschine, die genau weiß, was sie ist. Keine verkleidete Tourenmaschine, kein in die Custom-Welt verirrtes Sportmotorrad. Sie ist ein reinrassiger Cruiser, geschaffen für gerade Asphaltbänder und Parkplatzabende, an denen die Blicke der anderen ebenso zählen wie die Freude am Fahren. Auf dem Gebrauchtmarkt stellen die Jahrgänge 2019 bis 2021 interessante Gelegenheiten dar, um Zugang zu diesem charakterstarken V-Twin zu bekommen, ohne den Neupreis zahlen zu müssen. Gegenüber der japanischen Konkurrenz wie der Yamaha V-Max oder der Kawasaki Vulcan spielt Indian eine andere Karte aus: die des Erbes, des rohen Drehmoments und eines Stils, den ihr niemand streitig machen kann.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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