Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1811 cc
- Leistung
- 74.0 ch (54.4 kW)
- Drehmoment
- 138.3 Nm @ 2600 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 49°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 101 x 113 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 54 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- en aluminium moulé
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 46 mm, déb : 119 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 94 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/65-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 660.00 mm
- Tankinhalt
- 20.80 L
- Gewicht
- 357.00 kg
- Trockengewicht
- 341.00 kg
- Neupreis
- 22 600 €
Übersicht
Wer hat behauptet, eine Custom müsse zwingend vor Chrom nur so strotzen, um Respekt einzuflößen? Seit 2016 setzt die Indian Chief Dark Horse das genaue Gegenteil dieser Philosophie um. Wo die Chief Classic auf glänzendes Erbe setzt, taucht die Dark Horse alles in Schwarz. Tank, Schutzbleche, Motor, Felgen, Gabel: Jede Fläche wurde in ein Bad aus Dunkelheit getaucht. Nur die Auspuffkrümmer und einige feine Linien auf den Kühlrippen des V-Twins wagen es noch, das Licht zu reflektieren. Das Ergebnis ist radikal, fast bedrohlich. Und genau das ist der Zweck.

Doch diese Indian Chief Dark Horse beschränkt sich nicht auf eine kosmetische Behandlung. Indian hat die Gelegenheit genutzt, um die Maschine abzuspecken. Weg mit den Zusatzscheinwerfern, der Soziusplatte und einigem überflüssigen Zubehör: Die Waage zeigt 341 kg trocken an, also 13 Kilo weniger als die Chief Classic. Die Speichenfelgen weichen moderneren, aggressiveren Gussfelgen. Das Ganze montiert auf Reifen in 130/90-16 vorne und 180/65-16 hinten. Mit einer Sitzhöhe von 660 mm über dem Boden ist die Sitzposition niedrig, sehr niedrig. Selbst eine kleinere Statur setzt die Füße ohne zu zögern flach auf den Boden. Es ist eine bewusste Entscheidung für eine reinrassige Custom, konzipiert fürs Cruisen, nicht für die Kurvenhatz.
Zwischen den Fußrasten thront der ThunderStroke 111, ein V-Twin mit 49° Zylinderwinkel und 1811 cc, der keine halben Sachen macht. Mit seinen 74 PS bleibt die Leistung überschaubar. Nicht dort spielt diese Maschine ihre Stärken aus. Das Drehmoment hingegen erreicht 138 Nm bereits bei 2600 U/min. In diesem Drehzahlbereich schiebt der Motor wie eine Lokomotive, und jede Beschleunigung wird von diesem charakteristischen dumpfen Grollen großer amerikanischer Twins begleitet. Das 6-Gang-Getriebe überträgt alles über einen Riemenantrieb – leise und wartungsfrei. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h, was für das vorgesehene Einsatzgebiet vollkommen ausreicht. Wer eine Rakete sucht, sollte sich woanders umsehen.

Der Aluminiumgussrahmen beherbergt eine telehydraulische Gabel mit 46 mm Standrohrdurchmesser und 119 mm Federweg sowie ein Federbein hinten mit 94 mm Federweg. Die Bremsanlage besteht aus zwei 300-mm-Scheiben mit 4-Kolben-Sätteln vorne und einer Scheibe gleichen Durchmessers mit 2-Kolben-Sattel hinten. ABS ist serienmäßig – womit eine häufig gestellte Frage zur Indian Chief Dark Horse beantwortet wäre. Tempomat und schlüsselloses Startsystem vervollständigen eine ordentliche Ausstattung für eine Maschine, die 2016 für 22 600 Euro angeboten wurde. Gegenüber einer Harley-Davidson Fat Bob oder einer Victory Gunner derselben Ära blieb der Preis der Indian Chief Dark Horse wettbewerbsfähig, zumal das Motorrad als ideale Basis für Individualisierung diente. Mit rund vierzig Referenzen im Zubehörkatalog konnte jeder Besitzer seine Maschine in Richtung Bobber-Stil, vollständigen Custom-Look oder schlicht zur Verstärkung der dunklen Seite ausrichten.
Ob man nun von der Indian Chief Dark Horse 2018, 2019, 2020 oder den Jahrgängen 2021 und 2022 spricht, die einen neuen Rahmen und einen überarbeiteten Motor brachten – das Rezept hat sich nie geändert: eine puristisch entschlackte, dunkle und zugängliche Plattform, gedacht für Custom-Liebhaber, die ihre eigene Vision durchsetzen wollen. Auf dem Gebrauchtmarkt hält die Dark Horse einen soliden Wert, ein Beweis dafür, dass das Konzept sein Publikum gefunden hat. Eine Probefahrt mit der Indian Chief Dark Horse reicht in der Regel, um sich zu entscheiden: Entweder verzaubert einen der gemächliche Rhythmus des großen Twins, oder man geht seines Weges. Es gibt kein Mittelmaß bei dieser Maschine. Es ist ein Motorrad mit Charakter, gemacht um Asphalt geradeaus zu verschlingen, den Blick hinter schwarzen Gläsern verborgen. Nicht mehr und nicht weniger.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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