Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1890 cc
- Leistung
- 90.0 ch (66.2 kW)
- Drehmoment
- 155.9 Nm @ 3300 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 49°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 103.2 x 113 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 54 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Structure en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 46 mm, déb : 132 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 75 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/60-19
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/65-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 662.00 mm
- Tankinhalt
- 15.10 L
- Gewicht
- 304.00 kg
- Trockengewicht
- 294.00 kg
- Neupreis
- 19 390 €
Übersicht
Wer hätte darauf gewettet, dass Indian es eines Tages wagen würde, seine Chief bis auf die Knochen zu entkleiden? Die Marke aus Milwaukee hat dennoch den Schritt gewagt, und das Ergebnis rüttelt an Gewissheiten. Die Indian Chief Dark Horse 2025 ähnelt nicht mehr dem Motorrad, das Puristen aus den vorherigen Jahrgängen kannten, sei es die Indian Chief Dark Horse 2021, 2020 oder sogar 2019. Schluss mit dem behäbigen Cruiser, gehüllt in Chrom und umschließende Schutzbleche. Platz für eine messerscharf geschnittene Maschine, fast ein Bobber, die eine radikale stilistische Kehrtwende vollzieht. Indian hat offensichtlich aus der Falle gelernt, in der sich Harley-Davidson jahrzehntelang verfangen hat: Nostalgie als einziges Verkaufsargument. Nach der FTR, die den Katalog aufgemischt hat, ist nun die Chief an der Reihe, für Unruhe zu sorgen.

Der große V-Twin Thunderstroke bleibt das schlagende Herz der Angelegenheit, ist aber gewachsen. Mit 1890 cm³ unter den Zylinderköpfen liefert dieser Zweizylinder mit 49°-Zylinderwinkel 90 PS und vor allem 155,9 Nm Drehmoment bei 3.300 U/min. Die reinen Zahlen sind im Vergleich zu früheren Versionen leicht zurückgegangen, die Spitze hat sich etwas weiter nach oben im Drehzahlband verschoben. Doch auf der Straße bleibt der Schub kraftvoll, unmittelbar, typisch für einen großen amerikanischen Twin mit einem Verdichtungsverhältnis von 11:1. Die 2023 überarbeitete Kupplung macht das Sechsganggetriebe deutlich geschmeidiger, und der Riemenantrieb erledigt den Rest. Der auf 15,1 Liter reduzierte Tank zwingt zur Planung der Stopps, trägt aber zur visuellen Entschlackung des Ganzen bei. Der Motor thront dort, zur Schau gestellt, als das Herzstück, das er ist.
Was das Fahrwerk betrifft, hat nichts die Neugestaltung überlebt. Der Stahlrohrrahmen ersetzt die frühere Struktur aus Aluminiumguss. Die telehydraulische 46-mm-Gabel verliert ihre Verkleidung und nebenbei eine Bremsscheibe – die Bremsanlage begnügt sich nun mit einer einzelnen 300-mm-Scheibe vorn mit Vierkolben-Bremssattel und einer weiteren hinten mit Zweikolben-Bremssattel. ABS ist serienmäßig, was die Frage beantwortet, die sich viele hinsichtlich der Sicherheitsausstattung stellen. Der verkürzte Radstand, der steilere Lenkkopfwinkel und die Abspeckkur von 44 Kilogramm verwandeln das Fahrverhalten. Mit 304 kg fahrfertig bleibt die Chief Dark Horse ein schweres Motorrad, doch ihre Agilität hat nichts mehr mit den Jahrgängen 2018 oder 2020 gemein. Der Sitz auf 662 mm beruhigt kompaktere Staturen, während die Vorderradbereifung in 130/60-19 und die Hinterradbereifung in 180/65-16 einen soliden Kompromiss zwischen Stabilität und Handlichkeit bieten.

Die rohe Custom-Optik der Maschine verbirgt modernste Elektronik. Das kreisrunde 4-Zoll-TFT-Display Ride Command spielt das Chamäleon: von Weitem ein Retro-Tacho, aus der Nähe ein vernetztes Interface. GPS, Anrufverwaltung, Musik, Borddaten und drei Fahrmodi – Tour, Standard und Sport – die die Leistungskurve je nach Laune des Fahrers anpassen. Der von der FTR übernommene adaptive Scheinwerfer, der schlüssellose Start, der Tempomat und der USB-Anschluss vervollständigen eine Ausstattung, die sich vor europäischen Roadstern nicht zu verstecken braucht. Bei einer Probefahrt mit der Indian Chief Dark Horse ist es genau diese Mischung aus mechanischer Urigkeit und eingebauter Raffinesse, die am meisten überrascht.
Mit einem Preis von 19.390 Euro positioniert sich die Indian Chief Dark Horse gegenüber der Harley Fat Bob und Low Rider S, jedoch mit einer eigenständigen Persönlichkeit. Sie zielt auf den Motorradfahrer, der amerikanischen Charakter ohne Konservatismus will. Ob man eine gebrauchte Indian Chief Dark Horse der ersten Jahre oder den Jahrgang 2025 sucht – die Feststellung bleibt dieselbe: Indian hat seine Chief neu erfunden, um eine neue Generation von Ridern anzusprechen, selbst auf die Gefahr hin, die Hüter des Tempels zu verärgern. Die Wette ist riskant, hat aber den Verdienst, aufrichtig zu sein.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Taille de l'écran TFT couleur : 10,16 cm / 4 pouces
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- Prise USB
- Démarrage sans clé
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!