Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1584 cc
- Leistung
- 71.0 ch @ 5300 tr/min (52.2 kW)
- Drehmoment
- 125.5 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 95.3 x 111.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 116 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux pneumatiques, déb : 76 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 130/90-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 684.00 mm
- Tankinhalt
- 18.90 L
- Gewicht
- 368.00 kg
- Trockengewicht
- 355.00 kg
- Neupreis
- 21 495 €
Übersicht
Was reimt sich auf ein 368 kg schweres Motorrad, das Schwierigkeiten hat, 160 km/h zu überschreiten, während es das Äquivalent einer gut ausgestatteten deutschen Limousine kostet? Diese Frage zu stellen, verfehlt bereits das Wesen des Road King Classic. Hier kauft man keine Zahlen, sondern ein Stück amerikanische Mythologie auf zwei Rädern. Dieser V-Twin mit 1584 cm³ überwältigt einen nicht mit verrückten Pferden – gerade mal 71 Pferde, eine Kleinigkeit für einen japanischen Motor mit gleichem Hubraum –, sondern hüllt einen in ein sirupartiges Drehmoment von 125 Nm ab 3500 U/min. Es ist eine Maschine, um Horizonte zu verschlingen, nicht Tachos.

Die erste Verführung ist rein visuell. Im Vergleich zum Standard-Road King spielt die Classic die Karte der Retro-Eleganz mit einem ausgeprägten Sinn für Details. Die Reifen mit weißen Seitenwänden, die breite Windschutzscheibe ohne diese massive Gabelverkleidung, die weichen Ledersatteltaschen statt Hartschalen: Alles ist darauf ausgelegt, die Roadtrips von einst zu evozieren, ohne ins Karikaturhafte abzugleiten. Es ist nicht mehr nur ein Transportmittel, sondern ein Modeaccessoire, eine Absichtserklärung auf Seitenständer. Der niedrige Sitz mit 68 cm und die imperiale Ergonomie, mit ihrem breiten Lenker und den nach vorne verstellten Fußrasten, installieren Sie in eine Position eines kontemplativen Monarchen. Man fährt keinen Road King Classic, man herrscht über ihn.
Auf der Straße bestätigt der Twin Cam 96, dass er das Herz dieser Erfahrung ist. Sein charakteristisches Brummen, seine sorgfältig dosierten Vibrationen und dieser muskulöse Schub aus den tiefen Drehzahlbereichen bilden eine süchtig machende mechanische Symphonie. Das Sechsganggetriebe ist für Harley-Ware präzise, und die Riemenantrieb sorgt für eine angenehme Betriebsammlung. Aber man muss klar sein: dieses Motorrad hasst Eile. Versuchen Sie, es in eine enge Kurvenfahrt einzubeziehen, und seine 368 kg in voller Tankfüllung werden Sie mit einer wenig wohlwollenden Trägheit daran erinnern. Die Fahrwerke, die dazu dienen, Unebenheiten zu glätten, anstatt sie zu bekämpfen, werden die Übung schnell in eine ungeplante Rodeo-Aktivität verwandeln. Sein Element ist die endlose Geradeausstrecke, das samtweiche Cruisen, wo die Landschaft reibungslos vorbeizieht.
Die Zielgruppe ist unmissverständlich. Dieses Schiff richtet sich an den ästhetischen Langstreckenfahrer, an den, der die Reise dem Ziel, die Atmosphäre der Leistung vorzieht. Im Vergleich zu einem Gold Wing ist es weniger technologisch und bei weitem weniger vielseitig. Im Vergleich zu einem Indian Chief spielt es die Karte einer roheren Authentizität. Für 21.500 Euro ist es eine beträchtliche Investition für eine Maschine, deren technische Grenzen offensichtlich sind. Aber gerade das ist das Paradox dieser Harley. Ihre Mängel sind Teil ihres Charakters, und ihre Qualitäten – dieses ikonische Aussehen, dieser Wohnzimmerkomfort, diese Bühnenpräsenz – sind anderswo nicht zu finden. Man liebt sie gerade dafür, was sie nicht zu sein versucht: ein Sportwagen im Verkleidungskostüm. Es ist die Essenz des unkomplizierten Motorradfahrens, wo der Genuss in Kilometern mit einem Lächeln gemessen wird, nicht in Rundenzeiten.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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