Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1602 cc
- Leistung
- 63.0 ch @ 4000 tr/min (46.3 kW)
- Drehmoment
- 131.4 Nm @ 2250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 48°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 8.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 95 x 113 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléscopique Ø 43 mm, déb : 140 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 110 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 320 mm, étrier 4 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Hinterreifen
- 150/80-16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 710.00 mm
- Tankinhalt
- 20.00 L
- Gewicht
- 335.00 kg
- Trockengewicht
- 307.00 kg
- Neupreis
- 11 740 €
Übersicht
Man spricht oft von Harleys als der absoluten Referenz für den amerikanischen Customizer, aber wer erinnert sich daran, dass Yamaha einen echten 1600 cm³-Donnerbolzen baute, um ihnen das Nachsehen zu bereiten? Die Wild Star von 2004, das ist diese fast 335 Kilo schwere Bestie, die mit einer einfachen Botschaft ankommt: Muskeln kauft man nicht, man fertigt sie.

Ihr Herz ist der V-Twin mit 48° Hubwinkel und 1602 cm³. Mit einem Bohrungsdurchmesser und einem Hub, die fast einem Kompressor entsprechen, liefert er ein monströses Drehmoment von 131,4 Nm bereits bei 2250 U/min. Die angegebene Leistung von 63 Pferdestärken ist fast nebensächlich. Hier dreht man nicht hoch, man öffnet einfach den Gasgriff und lässt sich von dieser unaufhörlichen Zugwelle in den Rücken drücken. Der Motor ist gierig, lebendig, und sein Brummen duftet nach reinem Custom ohne elektronische Spielereien. Yamaha bewies auch die Zuverlässigkeit dieses Blocks, indem er später in die Road Star Warrior eingebaut wurde, eine noch radikalere Maschine.
Mit einem solchen Gewicht und einem Sitz in 71 cm Höhe erwartet man, ein Kreuzfahrtschiff zu manövrieren. Die Überraschung ist angenehm. Einmal in Bewegung, erweist sich die Wild Star als überraschend zahm. Ihr Doppelrohrrahmen und ihre durchdachte Geometrie bieten ein gesundes und berechenbares Fahrverhalten. Sie verschluckt geradeaus liegende Strecken mit der Stabilität einer Lokomotive und nimmt Kurven mit mehr Gelassenheit als man glaubt. Der Komfort ist vorhanden, getragen von einer entspannten Fahrposition, obwohl der 20-Liter-Tank dazu neigt, die Knie etwas zu weit auseinander zu drücken.
Aber nicht alles ist perfekt in dieser Welt aus Chrom. Der dunkle Fleck bleibt die Bremsanlage. Trotz einer 320-mm-Scheibe hinten und zwei Bremssätteln fehlt es der Bissfestigkeit und dem Feedback. Es ist kraftvoll auf dem Papier, aber fad beim Fühlen. Ein bemerkenswerter Mangel bei einer Maschine, die auf die Straße zielt. Ansonsten ist die Verarbeitung vorbildlich, mit einer Liebe zum Detail, die zu dieser Zeit mehr als ein Basis-Harley-Davidson vor Eifersucht erblassen ließ. Zu einem Preis von fast 12.000 Euro richtete sie sich an den Reisenden, der die Authentizität eines großen Twin suchte, ohne folkloristische Kompromisse bei der Zuverlässigkeit einzugehen. Es war eine glaubwürdige Alternative, ein Drehmoment-Tier, das dem Inhalt den Vorzug vor der Form gab und heute die Erinnerung an einen ehrlichen und unglaublich charismatischen Custom hinterlässt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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