Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 600 cc
- Leistung
- 124.0 ch @ 14500 tr/min (91.2 kW)
- Drehmoment
- 65.7 Nm @ 11000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.1:1
- Bohrung × Hub
- 67 x 42,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection
Fahrwerk
- Rahmen
- deltabox double poutre en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm, déb : 115 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 850.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 189.00 kg
- Trockengewicht
- 170.00 kg
- Neupreis
- 12 999 €
Übersicht
Man fragt sich, was dazu führt, dass eine 2008 angekündigte und lediglich 2010 überarbeitete Sportler mit 600 cm³ immer noch die Massen anzieht? Yamaha hat, entweder aus Genialität oder Sturheit, dieses YZF-R6-Modell bis 2016 im Programm belassen, ohne eine Revolution durchzuführen, und dennoch ist es nie wirklich altern. Das Erfolgsrezept ist einfach: eine krankhafte Besessenheit vom Rennsport, die in jeder Schraube zum Ausdruck kommt. Mit ihren 124 PS, die bei 14.500 U/min freigesetzt werden, ist sie nicht die stärkste auf dem Papier, insbesondere wenn man sich an die 135 PS einiger vorheriger Versionen erinnert. Aber gerade hier liegt ihr perverser Charme. Yamaha hat einige Pferde auf dem Altar der Atemfähigkeit und des Drehmoments geopfert und bietet so ein zahmeres Fahrzeug bei mittleren Drehzahlen, ohne dabei ihren Zornescharakter zu verraten.

Unter der immer noch so einschneidenden Verkleidung verbirgt sich eine technologische Orgie, die viele moderne Motorräder vor Neid erblassen lässt. Die YCC-I-Variableinlasssteuerung, entliehen dem größeren R1, spielt mit der Länge der Strömungskanäle wie ein Dirigent. Bei niedrigen Drehzahlen sucht sie nach Drehmoment; in den hohen Drehzahlen entfesselt sie all ihre Kraft für dieses charakteristische Heulen. In Kombination mit dem Ride-by-Wire-Gasgriff YCC-T wird diese Mechanik zu einem Präzisionsinstrument. Das rekordverdächtige Verdichtungsverhältnis von 13,1:1, die Titanventile und der EXUP-Auspuff runden dieses Bild einer Ingenieursleistung ab, die auf reine Performance ausgerichtet ist. Man ist weit entfernt von einer einfachen optischen Weiterentwicklung; jede Änderung, wie z. B. der verlängerte Auspuff für die Zulassung oder das umgestaltete Luftfiltergehäuse, diente dazu, einen bereits gut geschliffenen Diamanten zu polieren.
Das Chassis ist eine Lektion in Finesse. Das Deltabox-Rahmen wurde im Verborgenen überarbeitet, wobei die Wandstärken auf den Millimeter genau angepasst wurden, um die Lenksteifigkeit zu erhöhen und gleichzeitig einen Querträger zu entfernen. Die 41-mm-Telegabel und der einzelne Federbein hinten bieten ausgefeilte Einstellungen für diejenigen, die das Gefühl mögen, den Asphalt zu spüren. Die Bremsanlage mit radialen Bremssätteln, die auf 310-mm-Scheiben wirken, bleibt ein Referenzpunkt in Bezug auf Bisskraft und Rückmeldung. Dennoch lügt die Waage nicht: mit 189 kg vollgetankt hat sie im Laufe der Jahre ein paar Kilo zugenommen, ein Trend, der im Sektor herrscht und im Gegensatz zur Gramm-Reduzierung der Anfangszeit steht. Ein YZF-R6 600 von 2008 wies bereits ein Trockengewicht von rund 166 kg auf, eine Zahl, die auch heute noch Käufer von Gebrauchtfahrzeugen interessiert.

Für wen ist dieses Motorrad gedacht? Sicher nicht für Anfänger oder Tourenfahrer, die Komfort suchen. Der 850-mm-Sattel bringt Sie in eine Kampfposition, der 17-Liter-Tank erinnert daran, dass Pausen häufig sind, und der Motor lebt erst ab 10.000 U/min richtig. Es ist das ideale Fahrzeug für den versierten Rennfahrer, für den, der versteht, dass die Magie im vollständigen Engagement wirkt. Im Vergleich zu einem Konkurrenten wie der Honda CBR600RR, die vielseitiger ist, oder der Kawasaki ZX-6R, die oft leichter zugänglich ist, nimmt die R6 ihren extremen Charakter in Kauf. Ihr damaliger Neupreis, der bei rund 13.000 Euro lag, machte sie zu einer beträchtlichen Investition, ein Betrag, der sich durch ihr Renneffizienz rechtfertigte. Heute findet eine R6 von 2008 oder 2017 auf dem Gebrauchtmarkt noch Abnehmer bei Enthusiasten, die dieses rohe Gefühl suchen.

Die Zeit ist vergangen, die Normen haben sich geändert, und die Supersport-600-Reihe ist fast verschwunden. Doch dieses YZF-R6-Modell, von der Generation 2008 bis zum Produktionsende im Jahr 2016, bleibt ein Denkmal. Sie betrügt nicht, sie schmeichelt nicht, sie fordert. Aber wer weiß, wie man sie erweckt, dem bietet sie ein seltenes Gefühl von Reinheit, eine mechanische Verbindung, die bei fortschrittlicheren Modellen manchmal fehlt. Das ist vielleicht das Geheimnis ihrer Langlebigkeit: in einer Welt, die sich abmildert, hat sie ihre Krallen behalten.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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