Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 125.0 ch (91.9 kW)
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 67 x 42.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø nc
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques , fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque , étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Neupreis
- 15 000 €
Übersicht
Wenn Honda Racing Corporation beschließt, bei einer 600er Supersport die Ärmel hochzukrempeln, spitzt das Fahrerlager die Ohren. Die Honda CBR 600 RR Race Jahrgang 2021 ist nicht einfach eine Sportmaschine, der man die Blinker abmontiert hat. Es handelt sich um ein echtes, werkseitig montiertes Wettbewerbskit, ausschließlich für die Rennstrecke konzipiert, ohne Zulassung und ohne Garantie verkauft. Die Botschaft ist unmissverständlich: Diese Maschine wird niemals den Asphalt einer Landstraße berühren.

Das Prinzip ist so alt wie der Rennsport selbst: Man nimmt die Straßenbasis und speckt ab. Scheinwerfer, Rückspiegel, Seitenständer – alles, was zwischen zwei Curbs keinen Nutzen hat, verschwindet. Stattdessen transplantiert HRC eine dedizierte ECU, eine gewichtsoptimierte Auspuffanlage, einen optimierten Kühler sowie spezifische Bremssättel und Bremsscheiben in radialer Befestigung mit Vierkolben-Technik an der Vorderachse. Der Gasgriff erhält sein eigenes Einspritz-Einstellgehäuse, die Fußrastenanlage wird für eine streckentaugliche Ergonomie repositioniert, und die Racing-Sitzbank senkt den Fahrer so nah wie möglich an den Aluminium-Brückenrahmen. Unter der Verkleidung leistet der Reihenvierzylinder mit 599 cm³ Hubraum 125 PS – ein ehrlicher Wert für die Kategorie, der jedoch eine ganz andere Dimension annimmt auf einer Maschine, bei der jedes überflüssige Gramm eliminiert wurde.
Die Bordelektronik stellt den eigentlichen Generationssprung dieser CBR 600 RR dar. Honda hat in seinen Supersport die fünfachsige Trägheitsplattform (IMU) verpflanzt, die von der CBR 1000 RR-R Fireblade stammt – nicht weniger als das. Das Ride-by-Wire steuert nun die Einspritzung, während die Traktionskontrolle neun Stufen bietet, die allesamt für Fahrer deaktivierbar sind, die das Gripmanagement lieber selbst in der Hand haben. Ein Anti-Wheelie-System sorgt dafür, dass das Vorderrad beim Kurvenausgang den Kontakt zum Asphalt behält, die Motorbremse lässt sich nach Vorlieben einstellen, und fünf Leistungskennfelder speisen fünf Fahrmodi, von denen zwei vollständig programmierbar sind. Die Anti-Hopping-Kupplung vervollständigt das Arsenal. Das TFT-Display, ebenfalls von der großen Liter-Schwester übernommen, bündelt all diese Informationen. Auf dem Papier kann diese Ausstattungsliste mit dem mithalten, was Yamaha YZF-R6 Race oder präparierte Kawasaki ZX-6R bieten, jedoch in einem Paket mit HRC-Signatur, das Vertrauen einflößt.
Bleibt die Kehrseite der Medaille, und die hat es in sich. Diese Race-Version wird nur in sehr limitierter Stückzahl produziert und ausschließlich über die in Japan ansässigen HRC-Werkstätten vertrieben. Kein europäisches Händlernetz, keine Herstellergarantie, keine Straßenzulassung. Schlimmer noch: Weder die Race noch die Serien-CBR 600 RR werden die Grenzen des asiatischen Marktes überschreiten. Für einen französischen Fahrer, der davon träumte, seine in die Jahre gekommene japanische 600er durch etwas Neues zu ersetzen, ist das eine kalte Dusche. Mit 15.000 Euro bleibt der Preis dennoch stimmig für ein schlüsselfertiges Wettbewerbspaket, vergleichbar mit dem, was eine seriöse handwerkliche Aufbereitung auf Standardbasis kosten würde. Die angekündigte, elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h lässt das tatsächliche Potenzial der Maschine erahnen, sobald sie auf der Rennstrecke von ihren Fesseln befreit wird.
Honda sendet mit dieser CBR 600 RR Race ein widersprüchliches Signal: Die Marke beweist, dass sie noch immer einen Referenz-Supersport bauen kann, der auf der Strecke mit den Besten mithalten kann, weigert sich aber, ihn dem Weltmarkt zugänglich zu machen. Für die europäischen 600er-Enthusiasten bleibt nur die Frustration, einem Zug hinterherzuschauen, der an ihrem Bahnhof nicht hält. Der japanische Vierzylinder kreischt nach wie vor großartig, aber man muss den halben Planeten durchqueren, um ihn zu hören.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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