Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 110.0 ch @ 12500 tr/min (80.9 kW)
- Drehmoment
- 64.7 Nm @ 10500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12:1
- Bohrung × Hub
- 67 x 42,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 296 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 198.00 kg
- Trockengewicht
- 169.00 kg
- Neupreis
- 10 137 €
Übersicht
Als Valentino Rossi um die Jahrtausendwende einen Weltmeistertitel nach dem anderen einfuhr, träumte jeder Hersteller davon, sein Image mit dem des Jungen aus Tavullia zu verknüpfen. Honda ließ nicht lange auf sich warten. Gestärkt durch die Partnerschaft mit dem Fahrer in der GP-500-Klasse, legte der Hersteller mit dem Flügel-Logo seine Mittelklasse-Sportlerin als Hommage-Version auf: die Honda CBR 600 FS Rossi Replica 2001, lackiert in den Farben der Werks-NSR 500. Ein durchschlagender Marketing-Coup, der ein hervorragendes Sportmotorrad in ein Objekt der Begierde für eine ganze Generation von Fans des Doctor verwandelte.

Unter der sonnengelben Lackierung mit der berühmten Nummer 46, flankiert von den Nastro-Azzurro-Logos und durchzogen vom Honda-Flügel, bleibt die Technik strikt identisch mit der der CBR 600 FS in der Standardversion. Keine Motorvorbereitung, keine überarbeiteten Federelemente, kein spezielles Mapping. Man findet also den Reihenvierzylinder mit 599 cm³ Hubraum, einspritzerbeatmet, der 110 PS bei 12.500 U/min und 64,7 Nm Drehmoment bei 10.500 U/min leistet. Werte im Rahmen des 600er-Supersport-Segments jener Epoche, ausreichend, um die 198 kg fahrfertig auf eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h zu bringen. Das Verdichtungsverhältnis von 12:1 und die Bohrung x Hub von 67 x 42,5 mm verraten einen Motor, der zum Drehen konzipiert wurde – typisch für die Honda-Philosophie in diesem Segment.
Das Fahrwerk stützt sich auf einen Aluminium-Brückenrahmen, eine Teleskopgabel mit 43 mm Standrohrdurchmesser und ein Zentralfederbein, jeweils mit 120 mm Federweg. Die Bremsanlage besteht aus zwei 296-mm-Scheiben mit Vierkolben-Bremssätteln vorn und einer 220-mm-Scheibe hinten. Nichts Revolutionäres gegenüber einer Yamaha R6 oder einer Kawasaki ZX-6R derselben Ära, doch das Gesamtpaket ist stimmig und effektiv. Die Sitzhöhe von 810 mm und der 18-Liter-Tank erlauben mehr als nur kurze Rennstrecken-Sessions, auch wenn die Sitzposition klar sportlich ausgerichtet bleibt.
Das Interesse an dieser Replica liegt vor allem in ihrem Kleid und in dem, was sie repräsentiert. Wir schreiben das Jahr 2001, Rossi hat soeben nach nur zwei Saisons seinen ersten Titel in der Königsklasse errungen, und niemand zweifelt daran, dass die Fortsetzung grandios sein wird. Auf einer CBR zu fahren, die wie die Rennmaschine des künftig größten Champions der MotoGP-Geschichte lackiert ist – genau das verkaufte Honda für rund 10.137 Euro. Ein bescheidener Aufpreis gegenüber der Standardversion, der sich als ziemlich kluge Investition erwiesen hat für diejenigen, die ihr Exemplar in gutem Zustand bewahrt haben.
Diese Honda CBR 600 FS Rossi Replica richtet sich an Liebhaber japanischer Sportmotorräder und an Sammler von Rossi-Memorabilia mehr als an reine Rennstreckenfahrer auf der Suche nach der letzten technischen Entwicklungsstufe. Ihr Wert ist sentimentaler und historischer Natur. Sie hält einen ganz bestimmten Moment des Motorradsports fest – jenen, in dem ein lachender Junge dabei war, sämtliche Rekorde umzuschreiben. Mechanisch ehrlich, ästhetisch gelungen, bleibt sie eine vielseitige 600er-Supersportlerin, die auf Straße wie Rennstrecke gleichermaßen begeistern kann – vorausgesetzt, man akzeptiert, dass das wahre Spektakel im Rückspiegel der Geschichte liegt und nicht im Datenblatt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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