Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 116.0 ch @ 13000 tr/min (85.3 kW)
- Drehmoment
- 64.7 Nm @ 11000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12:1
- Bohrung × Hub
- 67 x 42,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche télescopique inversée Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 191.00 kg
- Trockengewicht
- 163.00 kg
- Neupreis
- 10 960 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an Sete Gibernau? Der spanische Pilot, erbitterter Rivale von Rossi Anfang der 2000er Jahre, hat seine Spuren auf den MotoGP-Rennstrecken hinterlassen. Und Honda, nie geizig mit kommerziellen Sondermodellen, entschied sich 2006, ihm mit einer Movistar-Lackierung auf der CBR 600 RR ein Denkmal zu setzen. Eine weitere Replika im Katalog des geflügelten Herstellers, nach der 1000er in Repsol-Farben. Das Rezept ist bekannt, aber es wirkt bei Rennsportbegeisterten nach wie vor.

Unter dem blauen Kleid in den Farben des Movistar-Teams steckt die wohlbekannte Technik der 600 RR Jahrgang 2006. Der Reihenvierzylinder mit 599 ccm leistet 116 PS bei 13.000 U/min bei einem Drehmoment von 64,7 Nm ab 11.000 U/min. Ehrliche Werte für die damalige Zeit, ohne jedoch der Yamaha R6 Sorgen zu bereiten, die bereits ein deutlich bissigeres Temperament in hohen Drehzahlen zeigte. Der Honda-Motor spielt eine andere Karte aus: die der Linearität. Die Leistung kommt progressiv, ohne Lastwechselreaktionen, was die Maschine für fortgeschrittene Fahrer zugänglich macht und gleichzeitig genügend Reserven für Spaß auf der Rennstrecke bietet. Das Verdichtungsverhältnis von 12:1 und die kurzhubige Architektur (Bohrung von 67 mm bei einem Hub von 42,5 mm) bestätigen die sportliche Ausrichtung des Aggregats, das auf hohe Drehzahlen ausgelegt ist.
Der Aluminium-Brückenrahmen beherbergt eine 41-mm-Upside-Down-Gabel vorne und ein Zentralfederbein hinten, mit Federwegen von 120 beziehungsweise 130 mm. Nichts Revolutionäres, aber das Gesamtpaket bleibt stimmig. Die Bremsanlage vertraut vorne auf zwei 310-mm-Scheiben mit radialen Vierkolben-Bremssätteln, hinten auf eine 220-mm-Scheibe. Auf der Waage zeigt die CBR 600 RR 163 kg trocken und 191 kg fahrfertig an, inklusive des 18-Liter-Tanks. Das ist zurückhaltend für einen Supersportler dieser Generation, auch wenn die Kawasaki ZX-6R in diesem Bereich gleichauf lag. Die auf 820 mm thronende Sitzbank erleichtert kleineren Fahrern das Leben nicht gerade, aber niemand kauft eine sportliche 600er für den komfortablen Arbeitsweg.
Das Interesse an dieser Movistar-Version liegt im Wesentlichen in ihrer Lackierung. Entfernt man Scheinwerfer, Rückspiegel und Blinker, erhält man optisch die Maschine von Gibernau. Honda setzte 2006 mit seinen Sonderserien auf Bewährtes: auf der einen Seite die MotoGP-Dekoration, auf der anderen die Version in den Farben von Sébastien Charpentier, Supersport-Weltmeister. Zwei Rennwelten als Schaufensterstücke beim Händler. Mit einem Preis von 10.960 Euro bei Markteinführung bedeutete dieser Tarif einen bescheidenen Aufpreis gegenüber der Standardversion. Der Zuschlag kaufte Träume, keine Performance.
Diese CBR 600 RR Movistar bleibt ein Sammlerstück für Liebhaber einer Epoche, in der die MotoGP unmittelbar die Fantasie der Serien-Supersportler nährte. Die Mechanik ist zuverlässig, das Fahrverhalten präzise, die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h ausreichend, um auf jeder Rennstrecke Respekt einzuflößen. Sie erfindet nichts neu, aber sie kristallisiert einen Moment der Motorrad-Renngeschichte. Und für Nostalgiker der Rivalität Rossi-Gibernau ist sie weit mehr wert als die Summe ihrer Bauteile.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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