Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 120.0 ch @ 13500 tr/min (88.3 kW)
- Drehmoment
- 58.8 Nm @ 11250 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 67 x 42,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre alu type Diamant
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- suspension AR monoamortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 184.00 kg
- Trockengewicht
- 155.00 kg
- Neupreis
- 7 420 €
Übersicht
Wenn Honda beschließt, seinen Lieblingssportler mit den Farben eines historischen MotoGP-Sponsors zu vereinen, kann sich das Ergebnis mehr als sehen lassen. Die CBR 600 RR Jahrgang 2008 in Konica-Minolta-Lackierung ist genau die Art von Exklusivität für den japanischen Markt, die europäischen Enthusiasten den Schweiß auf die Stirn treibt. Ein makellos weißes Kleid, mit schwarzen Akzenten unterstrichen und blauen Tupfern veredelt, aufgetragen auf einen der schärfsten 600er-Supersportler seiner Generation. Das Ganze zur Feier der Präsenz von Shinya Nakano und dem Team JIR im Starterfeld der Weltmeisterschaft. Eine hundertprozentig japanische Allianz – vom Fahrer über den Sponsor bis zur Maschine –, die vor japanischem Industriestolz nur so strotzt.

Unter dieser exklusiven Lackierung steckt die Technik, die den Ruf der CBR 600 RR begründet hat. Der Reihenvierzylinder mit 599 cm3 leistet 120 PS bei 13.500 U/min – eine Drehzahl, die daran erinnert, dass diese Honda ihr Bestes erst gibt, wenn die Nadel mit dem roten Bereich flirtet. Das maximale Drehmoment von 58,8 Nm liegt bei 11.250 U/min an, was bestätigt, dass der Motor Drehzahl braucht, um sich zu entfalten. Gegenüber einer Yamaha R6 mit noch spitzerem Charakter oder einer Kawasaki ZX-6R, die in mittleren Drehzahlen großzügiger anschiebt, spielt die Honda die Karte der Ausgewogenheit. Ihr Aluminium-Brückenrahmen in Diamant-Bauweise, die 41-mm-Upside-down-Gabel und das hintere Zentralfederbein bilden ein kompromissloses Fahrwerk, das sowohl für die Rennstrecke als auch für sportlichen Straßeneinsatz geschaffen ist.
Einer der größten Trümpfe dieser CBR bleibt ihr Gewicht. Mit 155 kg trocken und 184 kg fahrfertig zählt sie zu den leichtesten ihrer Klasse. 18-Liter-Tank, Sitzhöhe von 820 mm, Radialbremse mit zwei 310-mm-Scheiben vorne: Das Datenblatt überlässt nichts dem Zufall. Das präzise schaltbare Sechsganggetriebe und der Kettenantrieb vervollständigen ein auf Effizienz getrimmtes Gesamtpaket. Auf dem Papier unterscheidet diese Konica-Minolta-Version nichts von einer Standard-CBR 600 RR in mechanischer Hinsicht. Der gesamte Unterschied liegt in der Lackierung und dem Prestige, das sie mit sich bringt.
Und genau da liegt der Haken für französische Liebhaber. Diese Replica wurde in Europa nie verkauft. Ausschließlich dem japanischen Markt vorbehalten, zu einem Preis von damals umgerechnet rund 7.420 Euro, bleibt sie ein Sammlerstück, das in unseren Breitengraden so gut wie unauffindbar ist. Honda hatte die Gewohnheit solcher geografisch begrenzten Sonderserien und frustrierte damit eine europäische Kundschaft, die Racing-Lackierungen durchaus zu schätzen wusste. Wer in den MotoGP-Farben auf einer japanischen 600er fahren wollte, musste auf andere beim Händler verfügbare Replicas ausweichen – ohne dabei die schlichte Eleganz dieses Konica-Minolta-Farbschemas wiederzufinden.
Im Rückblick verkörpert diese CBR 600 RR 2008 in Konica-Minolta-Lackierung einen ganz bestimmten Moment in der Geschichte der Supersportler: jenen, in dem die Vierzylinder-600er den Höhepunkt ihrer technischen Raffinesse erreichten, bevor Abgasnormen und die Marktkrise die Karten neu mischten. Ein reinrassiger Sportler – leicht, anspruchsvoll, gekleidet in ein Gewand, das eine Grand-Prix-Saison erzählt. Für Sammler und Nostalgiker dieser goldenen Ära der 600er-Supersportler ist es die Art von Maschine, die mit der Zeit an Wert gewinnt – emotional wie finanziell.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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