Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 123.0 ch @ 14000 tr/min (90.5 kW)
- Drehmoment
- 66.7 Nm @ 12000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.9 : 1
- Bohrung × Hub
- 67 x 42.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 38 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 300 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/65-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 164.00 kg
- Neupreis
- 10 799 €
Übersicht
Man erinnert sich doch an die Zeit, als Kawasaki pure Radikalität bot, mit Maschinen, die einen schon bei der bloßen Berührung des Gasgriffs in die Finger beißen? Das Jahr 2005 markiert einen subtilen Wendepunkt, und die ZX-6R 636 ist dessen perfekter Botschafter. Die Ingenieure von Kawasaki haben offensichtlich den Gerüchten aus der Boxengasse und den Beschwerden von Tourenfahrern gelauscht, denn diese neue Generation scheint die Anforderungen der Zeitnahme mit einem Hauch von Höflichkeit in Einklang bringen zu wollen. Man ist weit entfernt von der Wildheit der vorherigen Jahre, und das ist nur so gut.

Das Design spricht Bände über diese neue Philosophie. Adieu die aggressiven Winkel der alten 6R, Platz für fließende und aerodynamische Linien, die eher an die Eleganz eines italienischen Supersports erinnern als an die Kühle einer Streckenwaffe. Die Verkleidung streckt sich, der Unterfahrschutz berührt den Hinterreifen im Stil eines Ducati 999, und das Gesamtbild gewinnt an Eleganz. Sogar der Blick der Scheinwerfer scheint weniger abweisend. Das Highlight ist der monoblock-Schwingarm, der einem MotoGP würdig ist, endlich sichtbar dank des Auspuffs unter der Sitzbank. Ein ästhetisches Detail, das bei Mechanik-Enthusiasten gut ankommt.
Aber das wahre Herz der Debatte ist dieser 636-cm³-Motor, eine ikonische und umstrittene Hubraumgröße, die nach einer regulatorischen Pause zurückkehrt. Kawasaki bekennt sich zu seiner Wahl mit einem Block, der von Grund auf überarbeitet wurde: Kolben, Zylinderkopf, Nockenwellen und sogar eine Einspritzung mit zwei Düsern pro Zylinder. Die Zahlen sind aussagekräftig: 130 Pferde bei 14.000 U/min werden angegeben, mit einem Drehmoment, das bei 66,7 Nm weiter oben im Drehzahlbereich seinen Höhepunkt erreicht. Auf der Strecke führt dies zu einer unerwarteten Flexibilität im unteren Drehzahlbereich, dank eines Ventils im Auspuff, bevor das Biest über 10.000 U/min wieder zum Leben erwacht. Dort entfaltet der Reihenvierzylinder eine heftige Leistungsentfaltung, die die 164 kg Trockengewichts der Maschine mit einer Entschlossenheit vorantreibt, die Respekt einflößt. Im Vergleich zu den reinen 600-cm³-Konkurrenten, wie der Honda CBR600RR oder der Yamaha YZF-R6, bietet die Ninja den greifbaren Vorteil eines volleren, alltagstauglicheren Motors oder in engen Kurven.

Auch bei der Fahrwerksentwicklung ist die Evolution ebenso bedeutsam. Das Perimeter-Aluminiumrahmen wurde modifiziert, der Radstand verkürzt und die Fahrposition bringt den Fahrer näher an das Lenkrad für ein direkteres Gefühl. Die 41-mm-Telegabel und der Monosockdämpfer bieten eine feste, rennstreckenorientierte Abstimmung, aber nicht die strafende Steifigkeit der vorherigen Generationen. Hier liegt das ganze Gleichgewicht dieser ZX-6R: Sie ermöglicht es Ihnen, am Sonntagmorgen auf der Bergstraße zu protzen, ohne sich den Wirbelwind zu brechen, aber sie behält die Seele einer Rennmaschine, die bereit ist, sich zu messen, sobald der Asphalt kurvenreich wird. Die radiale Bremsanlage mit ihren Vierkolben-Sätteln greift perfekt zu, obwohl einige eine etwas progressivere Attacke bevorzugen würden.
Für wen ist diese Maschine gedacht? Sie richtet sich klar an den sportlichen Fahrer, der ein All-or-Nothing-Konzept ablehnt. Jemand, der ein Motorrad für High-Performance-Leistungen auf der Rennstrecke wünscht, das aber auch als Wochenendgerät dienen kann, ohne zu einer Qual zu werden. Mit einem Einführungspreis von rund 10.800 Euro positionierte sie sich als ernsthafter Herausforderer der Konkurrenz. Ihr Nachteil? Vielleicht eine zu niedrige Blase für lange Strecken und ein völliges Fehlen von Stauraum, aber wir wollen ja nicht aus diesem Grund ein solches Motorrad kaufen. Die ZX-6R 636 von 2005 hat ihr Ziel erreicht: effizienter, schöner und vor allem vielseitiger als je zuvor zu sein. Sie gab Kawasaki ihre Nobless-Titel in der Supersport-Kategorie zurück, und bewies, dass Leistung und Fahrspaß gut miteinander vereinbar sein können.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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