Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 120.0 ch @ 13500 tr/min (88.3 kW)
- Drehmoment
- 58.8 Nm @ 11250 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu type Diamant
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Suspension AR monoamortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 184.00 kg
- Trockengewicht
- 155.00 kg
- Neupreis
- 11 500 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an HANNspree? Ein taiwanesischer Fernseherhersteller, nicht gerade die Art von Marke, die man spontan mit dem Schweiß und dem Adrenalin der Boxengassen verbindet. Dennoch war dieses bunte Logo in der kleinen Welt des Supersport und Superbike Ende der 2000er-Jahre allgegenwärtig. Der Grund: das Team Ten Kate, ein gefürchteter niederländischer Rennstall, der Fahrer vom Kaliber eines Sébastien Charpentier, zweifacher Supersport-Weltmeister, Kenan Sofuoglu oder auch James Toseland, Superbike-Champion, an den Start brachte. Ein Team, das gewann, und ein Sponsor, der wollte, dass man es wusste. Honda, nie der Letzte, wenn es darum ging, die Siege seiner Maschinen im Wettbewerb zu vermarkten, entschied sich daher folgerichtig, seine CBR 600 RR für den Jahrgang 2008 in der HANNspree-Ten-Kate-Lackierung aufzulegen. Eine Sonderedition, die sich nicht mit einem simplen Aufkleber an der Verkleidung begnügte.

Auf der technischen Seite findet man die bewährte und solide Basis der CBR 600 RR dieser Generation. Der Reihenvierzylinder mit 599 ccm leistet 120 PS bei 13.500 U/min, bei einem Drehmoment von 58,8 Nm, das bei 11.250 Touren anliegt. Zahlen, die die Honda im Spitzenfeld gegenüber der Yamaha R6 und der Kawasaki ZX-6R jener Epoche platzierten, auch wenn die Japanerin aus Hamamatsu stärker auf Drehfreude und einen stratosphärischen Begrenzer setzte. Die CBR hingegen setzte auf eine ausgewogene Gesamtbalance, eine Handlichkeit, die nur wenige 600er-Sportler für sich beanspruchen konnten. Der Diamant-Brückenrahmen aus Aluminium, die 41-mm-Upside-down-Gabel und das hintere Zentralfederbein boten ein präzises Fahrverhalten, ohne tückisch zu sein. Mit 184 kg fahrfertig blieb die Honda kompakt, fast leicht für eine Supersportlerin dieser Hubraumklasse.
Das Interesse dieser HANNspree-Ten-Kate-Edition lag vor allem in ihrer Lackierung. Die Farben des Werksteams, diese Grafiken, die für jeden, der die Weltmeisterschaften in jenem Jahr verfolgte, unverwechselbar waren, verwandelten eine ohnehin attraktive Sportlerin in ein Sammlerstück. Honda hatte diese Karte bereits mit der Win-Win-Edition gespielt, die nach Charpentiers erstem Titel erschien. Der Hersteller wusste, dass seine Kunden, oft leidenschaftliche Rennsportfans, eine Replika der Maschine fahren wollten, die sonntags die Podestplätze beherrschte. Das ist ein Marketinghebel, so alt wie der Motorradsport selbst, aber er funktioniert.
Was den Einsatzzweck betrifft, richtete sich die CBR 600 RR an erfahrene Fahrer, Liebhaber von Rennstrecken-Trackdays oder sportlichen Ausfahrten auf der Straße. Die auf 820 mm thronende Sitzbank, die nach vorn gekippte Sitzposition und der Leistungsbereich, der sehr weit oben im Drehzahlband angesiedelt war, verziehen Anfängern nicht. Wer sie hingegen oberhalb von 10.000 Touren zum Singen brachte, dem bescherte die Honda ein unverfälschtes mechanisches Vergnügen mit dem typischen Reihenvierzylinder-Sound und chirurgischer Präzision in Kurven. Der 18-Liter-Tank bot eine für eine Sportlerin ordentliche Reichweite, und die radial montierten Bremsen mit ihren 310-mm-Scheiben vorne sorgten für solide Verzögerungswerte. Der Preis von 11.500 Euro platzierte sie im oberen Mittelfeld des Segments – ein Aufpreis durch die Sonderserie, den Sammler und Fans des Ten-Kate-Teams klaglos akzeptierten.
Im Rückblick bleibt diese CBR 600 RR HANNspree Ten Kate eine schöne Hommage an eine Ära, in der der Supersport die Massen begeisterte und eine Rennlackierung auf einem Serienmotorrad genügte, um auf einem Rennstreckenparkplatz die Köpfe drehen zu lassen. Keine technische Revolution, aber ein schönes Objekt, aufgeladen mit Rennsportgeschichte.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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