Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1130 cc
- Leistung
- 137.0 ch @ 9500 tr/min (100.8 kW)
- Drehmoment
- 109.8 Nm @ 7750 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.2 : 1
- Bohrung × Hub
- 88 x 62 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 53 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tube d\'acier relié à des éléments de fonderie
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 50 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Gewicht
- 215.00 kg
- Trockengewicht
- 196.00 kg
- Neupreis
- 14 490 €
Übersicht
Wenn Benelli beschließt, auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen, macht die Marke aus Pesaro keine halben Sachen. Die TNT gab es bereits in der Sport- und in der Titanium-Version, doch fehlte etwas dazwischen – eine Variante, die ihre stilistischen Referenzen voll und ganz übernimmt, ohne die Leistung zu opfern. Genau diese Nische besetzt die Benelli TNT 1130 Cafe Racer, die 2005 mit einem klaren Pflichtenheft auf den Markt kam: den Fahrer ansprechen, der das Stahlgitterrohrrahmen und die 137 PS des Dreizylinders will, jedoch in einer kompakteren, engagierteren Haltung.

Die unmittelbarste Veränderung, die man spürt, sobald man die Hände an die Maschine legt, ist die Verwendung von Lenkerenden anstelle des serienmäßigen Lenkers. Drei Kilogramm weniger auf der Waage im Vergleich zur Sport, und eine Position, die den Fahrer nach vorne kippt – in jenes angespannte Gleichgewicht zwischen dem britisch inspirierten Café Racer und dem zeitgenössischen italienischen Roadster. Mit 196 kg trocken und 215 kg vollgetankt bleibt die Maschine ernsthaft, aber stimmig mit ihren Proportionen. Der einsitzige Sattel auf 820 mm Höhe, getragen von einer Carbonstruktur, unterstreicht die unmissverständlich kommunizierte Einsitzer-Absicht.
Der Motor seinerseits bleibt im Vergleich zu den anderen Varianten der Baureihe unverändert – und das ist die richtige Entscheidung. Der 1130-cc-Dreizylinder mit 88 mm Bohrung und 62 mm Hub entwickelt sein maximales Drehmoment von 109,8 Nm bei 7750 U/min und erreicht seine Spitzenleistung von 137 PS bei 9500 U/min. Das einzige Zugeständnis an die klangliche Individualisierung ist die Termignoni-Abgasanlage, die der Maschine eine freierer Stimme verleiht, ohne die Originalkartografien zu verändern. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h wird sich niemand über ein Leistungsdefizit beklagen, erst recht nicht mit einem gut abgestuften Sechsganggetriebe zur optimalen Nutzung des nutzbaren Drehzahlbereichs.
Die übrige Ausstattung verrät eine echte Sorgfalt im Detail. Die Marchesini-Felgen aus geschmiedetem Aluminium reduzieren die ungefederten Massen und verleihen der Maschine eine sofort wiedererkennbare visuelle Signatur. Die 50-mm-Upside-down-Gabelrohre profitieren von einer Reibungsschutzbehandlung, die Federwege vorne und hinten betragen jeweils 120 mm – was die Maschine eher in eine Vielseitigkeitslogik als in die reine Rennstreckenorientierung einreiht. Das neu gestaltete vordere Schutzblech und die erhöhte Verkleidungsscheibe vervollständigen eine homogene, nicht zusammengestückelte Silhouette. Die vorderen Bremsen mit zwei 320-mm-Scheiben und radialen Vierkolbensätteln sind in der Lage, die 137 PS ohne Zittern zu beherrschen.
Für wen wurde dieses Motorrad 2005 gebaut, und für wen ist eine gebrauchte Benelli TNT 1130 Cafe Racer heute noch relevant? Sicher nicht für den Anfänger, den die Fahrposition und das Temperament des Motors von Natur aus abschrecken würden. Sie richtet sich an denjenigen, der bereits einige tausend Kilometer in den Armen hat, der eine Maschine mit starkem Charakter will – italienisch in der Seele, aber unter europäischer Kontrolle im chinesischen Wuxi gebaut –, und der bereit ist, 14 490 Euro für ein auf den Straßen seltenes Objekt zu bezahlen. Im Vergleich zu einer Triumph Speed Triple oder einer MV Agusta Brutale aus derselben Epoche setzt die Benelli auf die Karte der Einzigartigkeit statt auf technische Überlegenheit. Das ist eine bewusste Entscheidung, und genau das verleiht ihr ihr Interesse.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!