Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1140 cc
- Leistung
- 90.0 ch @ 7500 tr/min (66.2 kW)
- Drehmoment
- 91.2 Nm @ 5500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- combiné air / huile
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 73.5 x 67.2 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 32 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 296 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 256 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 110/80-18
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 140/70-18
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Tankinhalt
- 16.80 L
- Gewicht
- 255.00 kg
- Neupreis
- 10 550 €
Übersicht
Manche Motorräder sterben nicht – sie erlöschen langsam, wie eine Flamme, die man bis zum letzten Moment brennen lässt. Die Honda CB 1100 EX Final Edition gehört zu dieser seltenen Kategorie: jenen Maschinen, deren Verschwinden mehr aussagt als das bloße Ende einer Baureihe. Als Honda den Schlusspunkt unter diese Linie setzt, verabschiedet sich eine ganze Kühlphilosophie vom europäischen Markt. Ein luftgekühlter Reihenvierzylinder mit 1140 cm³, 90 PS bei 7500 U/min, 91,2 Nm Drehmoment bei 5500 U/min, verchromte Kühlrippen, die nach einer schönen Ausfahrt beim Abkühlen leise klingen. Genau dieses Geräusch wird es nicht mehr geben.

Honda hat den Abschied nicht zur Inszenierung gemacht. Zwei schlichte Farbtöne – Bordeaux oder Schwarz –, einige Zierlinien auf dem Tank und ein unauffälliger Aufkleber, der sich unter der Tankklappe verbirgt und auf die Final Edition hinweist. Kein goldenes Emblem am Cockpit, keine gravierte Seriennummer an der Gabel. Wer diese Maschine identifizieren möchte, muss sich bücken, suchen, fast raten. Das ist beinahe eine Metapher für die Maschine selbst: Alles, was zählt, geschieht leise, ohne große Geste.
Was hier gefällt, sind genau jene Qualitäten, die die Industrie nach und nach aufgegeben hat. Keine Fahrmodi, keine aufdringliche Elektronik, kein digitales Cockpit, das mit einem spricht. Ein doppeltes Stahlrohrrahmenprinzip, eine 41-mm-Telegabel, zwei klassische Federbeine, Speichenräder und eine Verarbeitung, die an eine Zeit erinnert, als die Hersteller sich noch die Mühe machten, jedes sichtbare Detail zu pflegen. Für 10.550 Euro kauft man keine ultramoderne Maschine; man kauft eine seltene stilistische Kohärenz – jene, die die CB 750 „Four" der 70er Jahre der ganzen Welt aufgezwungen hatte.
Mit 255 kg Vollgewicht, einer Sitzhöhe von 780 mm und einer auf 200 km/h begrenzten Höchstgeschwindigkeit richtet sich die CB 1100 EX weder an Rundenzeiten-Jäger noch an angehende Rennstreckenfahrer. Ihr Publikum ist der geduldige Weitreisende, der Liebhaber schöner Mechanik, der das Sinneserlebnis der rohen Leistung vorzieht – derjenige, der das Geräusch eines altmodischen Verbrennungsmotors noch zu schätzen weiß. Im Vergleich zu einer Kawasaki W800 oder einer Royal Enfield Interceptor 650 spielt Honda in einer höheren Klasse bei Hubraum und Verarbeitung, doch auch die Konkurrenz hat nicht dasselbe Verhältnis zu den Abgasnormen.
Denn darin liegt das eigentliche Problem. Diese Abschlussversion wird nur in Japan und einigen asiatischen Märkten vermarktet. Europa hat seine Tür für diese Art von Antrieb schon lange geschlossen. Was die Honda CB 1100 EX Final Edition in den Augen von Sammlern umso wertvoller macht: Man kann sie hier schlicht nicht mehr neu kaufen. Als letzter Vertreter einer mechanischen Philosophie, die die Euro5-Normen ohne Umschweife verurteilt haben, wird diese CB 1100 als Beweis in Erinnerung bleiben, dass es manchmal möglich ist, eine Sache bis zum Ende konsequent gut zu machen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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