Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1255 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 7500 tr/min (72.1 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 3700 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 64 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 36 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 136 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 805.00 mm
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Gewicht
- 254.00 kg
- Trockengewicht
- 225.00 kg
- Neupreis
- 9 299 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an das Erdbeben, das die erste Bandit 1996 ausgelöst hat? Ein bissiger Vierzylinder, ein Tiefstpreis und ein Rezept, das so wirkungsvoll war, dass es das Segment der erschwinglichen großen Roadster neu definierte. Zwanzig Jahre später schließt die Suzuki GSF 1250 Bandit S mit dem Jahrgang 2017 den Kreis – der letzte Akt vor dem Fallbeil Euro4. Ein stiller Abgang für eine Maschine, die lange das Schweizer Taschenmesser des pragmatischen Motorradfahrers war.

Unter der Verkleidung gibt es so gut wie nichts Neues. Der Reihenvierzylinder mit 1255 cm3 leistet 98 PS bei 7500 U/min und vor allem 107,9 Nm Drehmoment bereits ab 3700 U/min. Dieser kurzgehubte Motor (79 x 64 mm) setzt auf Durchzug im unteren Drehzahlbereich statt auf Drehorgien. Das Ergebnis ist ein Triebwerk, das im sechsten Gang ohne Murren wieder hochzieht und seine 254 kg vollgetankt mit der Regelmäßigkeit eines Metronoms bewegt. Die Höchstgeschwindigkeit der Suzuki GSF 1250 Bandit S liegt bei 230 km/h, womit sie hinter einer Kawasaki Z1000SX oder einer Yamaha FZ1 Fazer zurückbleibt – doch reine Performance war nie das Ziel. Was das Kraftstoffbudget betrifft, bleibt der Verbrauch der Suzuki GSF 1250 Bandit S für einen solchen Hubraum moderat, ein Argument, das im Alltag zählt. In der Stadt muss man allerdings mit einem etwas kräftigeren Appetit rechnen: Die Mechanik atmet lieber auf offener Strecke.
Der Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen gibt sich betont klassisch. Die teleskophydraulische Gabel mit 43 mm und das Federbein hinten bieten ordentliche Federwege (130 und 136 mm) ohne sportlichen Anspruch. Die Bremsanlage setzt auf zwei 310-mm-Scheiben vorne mit Vierkolben-Sätteln, ergänzt durch eine einzelne 240-mm-Scheibe hinten. ABS ist serienmäßig. Nichts Überragendes gemessen an aktuellen Standards, aber das Gesamtpaket bleibt stimmig und frei von versteckten Tücken. Die auf zwei Stufen um 805 mm einstellbare Sitzbank und der serienmäßige Hauptständer zeugen von einer Gebrauchsphilosophie, die Suzuki seit dem ersten Tag pflegt.
Das Facelift von 2015 beschränkte sich auf eine neu gestaltete Frontverkleidung, vage inspiriert von der GSX-R-Linie mit ihren nachempfundenen Lufteinlässen. Der Zugewinn an Windschutz ist spürbar, ohne spektakulär zu sein. Suzuki hat außerdem das Einspritz-Mapping überarbeitet, um das Ansprechverhalten im mittleren Drehzahlbereich zu glätten – ein willkommenes Detail. Ansonsten hat sich an der Bandit 1250 S kein Millimeter verändert. Das ist zugleich ihre Stärke und ihre Grenze: zuverlässig wie ein eingespieltes Werkzeug, aber technologisch überholt von Konkurrentinnen, die mittlerweile Fahrmodi, Traktionskontrolle und TFT-Displays bieten.
Was kostet eine neue Suzuki GSF 1250 Bandit S? Mit einem Preis von 9299 Euro ist es schwer, ein besseres Verhältnis von Hubraum, Ausstattung und Preis zu finden. Diese Maschine richtet sich an den Motorradfahrer, der ein vielseitiges Werkzeug für den Alltag und die Wochenendtour sucht, ohne sich beim Kauf oder im Unterhalt zu ruinieren. Sechsganggetriebe, Kettenantrieb, Bereifung in 120/70 und 180/55: Alles atmet Vernunft. Die Suzuki GSF 1250 Bandit S lässt auf keiner Messe Herzen höherschlagen, aber sie hat zwei Jahrzehnte lang Tausenden von Motorradfahrern treue Dienste geleistet. Dieser letzte Jahrgang schließt ein Kapitel – das einer Ära, in der ein großvolumiges Motorrad schlicht, ehrlich und erschwinglich bleiben konnte.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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