Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1255 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 7500 tr/min (72.1 kW)
- Drehmoment
- 107.9 Nm @ 3700 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 79 x 64 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 36 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 136 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 805.00 mm
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Gewicht
- 254.00 kg
- Trockengewicht
- 225.00 kg
- Neupreis
- 9 199 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an das Erdbeben, das die Bandit bei ihrem Markteintritt ausgelöst hat? Diese Suzuki hat die Motorradlandschaft so sehr geprägt, dass man sie irgendwann wie ein Möbelstück im Wohnzimmer betrachtet. Sie ist da, sie läuft, sie schlägt keine Wellen. Dennoch verdient die Suzuki GSF 1250 Bandit S Jahrgang 2016 einen genaueren Blick, allein schon um zu verstehen, wie ein Motorrad die Zeiten überdauern kann, ohne sich jemals wirklich neu zu erfinden.

Unter der Verkleidung gibt es nichts oder fast nichts Neues. Der Reihenvierzylinder mit 1255 cm3 leistet 98 PS bei 7500 U/min und vor allem ein Drehmoment von 107,9 Nm, das bereits ab 3700 Touren anliegt. Diesen Motor kennt man in- und auswendig. Er will nicht beeindrucken, er will dienen. Das Ansprechverhalten auf den Gasgriff ist direkt, linear, ohne Überraschungen. Nicht die Art Motor, die einen in die Rückenlehne presst, aber die Art, die einen überallhin bringt, ohne jemals zu murren. Suzuki hat die Einspritzung leicht überarbeitet, um die Übergänge noch sanfter zu gestalten, und das Ergebnis macht sich auf langen Strecken bemerkbar, wo Gleichmäßigkeit wichtiger ist als Explosivität. Die Höchstgeschwindigkeit der Suzuki GSF 1250 Bandit S 2016 liegt bei 230 km/h, ein ehrlicher Wert, der sie im Durchschnitt ihrer Kategorie platziert, ohne den Anspruch zu erheben, in der Liga der Sportler mitzuspielen.
Der Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen erledigt seinen Job mit der Gewissenhaftigkeit eines Arbeiters, der keine Überstunden zählt. Die teleskophydraulische Gabel mit 43 mm und das hintere Federbein bieten Federwege von 130 beziehungsweise 136 mm. Ausreichend, um den Alltag zu bewältigen, zu knapp für zerschlagene Straßen mit Sozius und Gepäck. Die Bremsen, zwei 310-mm-Scheiben vorne mit Vierkolben-Bremssätteln, verzögern die vollgetankten 254 kg ordentlich. Das serienmäßige ABS gibt Sicherheit, auch wenn die Technik im Vergleich zu dem, was die Yamaha MT-09 Tracer oder Kawasaki Z1000SX derselben Ära bieten, im Rückstand ist. Der Sitz, auf zwei Höhen um 805 mm einstellbar, und der serienmäßig mitgelieferte Hauptständer zeugen von einer auf den täglichen Gebrauch ausgelegten Konzeption. Der 19-Liter-Tank ermöglicht eine ordentliche Reichweite, auch wenn der Verbrauch der Suzuki GSF 1250 Bandit S der eines großen Vierzylinders bleibt, der es mit der Sparsamkeit nicht übertreibt.
Die wichtigste sichtbare Weiterentwicklung liegt in der neu gestalteten Lampenmaske, flankiert von Attrappen-Lufteinlässen, die zaghaft in Richtung GSX-R schielen. Die Geste ist kosmetisch, fast nebensächlich. Der Windschutz gewinnt ein paar Punkte, nicht genug, um die Maschine in eine GT zu verwandeln. Gegenüber einer dynamischeren Kawasaki Z1000SX oder einer schärferen Yamaha FZ1 Fazer spielt die Bandit eine andere Partitur. Sie setzt auf mechanische Einfachheit, leichte Wartung und einen Preis, der ihr schlagendes Argument bleibt. Was kostet eine neue Suzuki GSF 1250 Bandit S? Für 9199 Euro für einen Vierzylinder dieser Hubraumklasse mit ABS trotzt das Preis-Leistungs-Verhältnis jeder ernsthaften Konkurrenz.
Die GSF 1250 S richtet sich an pragmatische Motorradfahrer. An jene, die einen zuverlässigen Hubraumriesen für den Arbeitsweg, die Wochenendtour und den gelegentlichen Ausflug zu zweit wollen. Nicht an Rennstreckenfahrer, nicht an Technologiejäger. Ihr ehrliches Fahrwerk, ihr bewährter Motor und ihr knapper Preis machen sie eher zum Alltagswerkzeug als zum Objekt der Begierde. Das ist ihre Stärke und ihre Grenze. Suzuki hat nie behauptet, aus der Bandit etwas anderes als ein funktionales Motorrad zu machen, und auf diesem Terrain ist der Vertrag erfüllt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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