Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 128.0 ch @ 14000 tr/min (94.1 kW)
- Drehmoment
- 66.7 Nm @ 11800 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.3:1
- Bohrung × Hub
- 67 x 42.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 38 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique en aluminium embouti
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Monoamortisseur à gaz, système UniTrak, déb : 134 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques en pétale Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque en pétale Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 191.00 kg
- Trockengewicht
- 157.00 kg
- Neupreis
- 11 999 €
Übersicht
Es gibt Motorräder, die ihre Zeit mit einem Pinselstrich markieren, und andere, die sich ihre Legitimität durch harte Arbeit mit dem Schraubenschlüssel verdienen müssen. Die Kawasaki ZX-6R 600 von 2013 gehört eindeutig zu letzterer Kategorie. Nach den Jahren relativen Übergewichts Ende der 2000er Jahre, in denen sie im Vergleich zu schärferen Konkurrenten unnötige Kilos mit sich herumschleppte, wurde die Ninja einer radikalen Diät unterzogen. Fast 10 kg von einer bereits kompakten Maschine zu verlieren, ist Chirurgie, kein Styling. Das Ergebnis ist ein Trockengewicht von 157 kg, eine Zahl, die sie sofort wieder in die Wertung gegenüber der Honda CBR600RR bringt. Diese zwanghafte Suche nach jedem Gramm weniger ist überall zu spüren, vom Motor bis zum Rahmen, und verändert radikal den Charakter des Biestes.

Unter der Verkleidung mit dem Look der großen ZX-10R, die ihr eine unbestreitbare visuelle Aggressivität verleiht, schlägt das Herz einer reinen Streckenmaschine. Der 599 cm³-Reihenvierzylinder hat nicht unbedingt die brutale Leistung angestrebt – mit 128 PS bei 14.000 U/min liegt er im oberen Bereich der Kategorie – sondern vielmehr Effizienz und Ansprechverhalten. Die Ingenieure haben die Ansaugung, die Zündung und die Steuerung überarbeitet, um mehr Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich und eine beispielhafte Linearität zu bieten. Es ist eine Maschine, die mit dem Gehirn und nicht mit den Muskeln gesteuert wird, wo Kontrolle Vorrang vor nervöser Explosion hat. Eine Philosophie, die im Gegensatz zu einer Yamaha R6 der damaligen Zeit steht, die hysterischer und anspruchsvoller bei hohen Drehzahlen ist.
Diese Suche nach Präzision findet sich im Fahrwerksbereich wieder. Das Perimeter-Rahmen wurde überarbeitet, um die Steifigkeit zu erhöhen, und die Geometrie ist radikaler, mit einer Schwenkarmhöhe von 24 Grad. Das Highlight ist die Einführung der BPF-Gabel (Big Piston Fork), einer Technologie aus dem High-End-Bereich. Die leichtere und steifere Gabel bietet eine progressivere Dämpfung, insbesondere am Anfang des Hubs, was zu einem kristallklaren Vordergefühl und einer verbesserten Stabilität beim Einlenken führt. In Kombination mit bissigen radialen Bremsen und einem gut abgestimmten Hinterradfederbein bietet sie ein Fahrwerks-Paket von sehr hoher Qualität. Die Fahrposition hingegen macht keine Kompromisse: der Lenker ist tief, die Fußrasten hoch. Es ist eine Rennstrecken-Haltung, die eindeutig die Richtung vorgibt. Für längere Fahrten auf der Straße kann dies zu einer Tortur werden, aber auf einer gewundenen Strecke oder einer Rennstrecke ermöglicht sie eine totale Verschmelzung von Mensch und Maschine.

Für wen ist also diese ZX-6R 2013? Sicher nicht für den Anfänger, trotz ihrer verbesserten Agilität. Es ist die Sportmaschine für diejenigen, die eine scharfe Effizienz suchen, nicht das rohe Gefühl, ein Präzisionswerkzeug, das Technik belohnt. Ihr damaliger Neupreis von rund 12.000 Euro positionierte sie im oberen Bereich. Heute stellt sie auf dem Gebrauchtmarkt eine interessante Zukunft für einen anspruchsvollen Streckenrennfahrer oder einen hartnäckigen Sport-Tourenfahrer dar. Sie beendet eine Generation vor dem Erscheinen der folgenden, stärker unterstützten Modelle. Hier gibt es kein ABS, keine Traktionskontrolle, nur eine reine und harte Verbindung. Ein letzter Atemzug einer Ära, in der das Fahren eine Frage des Fingerspiels und nicht der Elektronik war. Für diejenigen, die sich über die Entwicklung des Modells wundern, erinnern sich die Bewertungen der Kawasaki ZX-6R 600 von 2002 oder 2000 oft an einen roheren Charakter, während die neueren Versionen an Vielseitigkeit gewonnen haben. Was den Preis einer Kawasaki ZX-6R 600 von 2015 in Frankreich heute betrifft, so schwankt er logischerweise mit dem Alter und der Laufleistung, aber der Wert dieses 2013er-Modells, das ausgereift und zuverlässig ist, bleibt solide. Es ist eine Maschine, die sich durch Technik eine neue Fahrweise erkauft hat, und das ist unbezahlbar.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!