Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 128.0 ch @ 14000 tr/min (94.1 kW)
- Drehmoment
- 66.7 Nm @ 11800 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 13.3:1
- Bohrung × Hub
- 67 x 42.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 38 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique en aluminium embouti
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Monoamortisseur à gaz, système UniTrak, déb : 134 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques en pétale Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque en pétale Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 191.00 kg
- Trockengewicht
- 157.00 kg
- Neupreis
- 10 999 €
Übersicht
Motorrad: Kawasaki ZX-6R 600 (2011)

Erinnerst du dich an die Zeit, als eine 600er Sportmaschine als ein Kompromiss galt? Ein Motorrad zum Lernen, um sich erst einmal warmzufahren, bevor man zu den größeren Hubraumklassen übergeht. Kawasaki hat mit dieser ZX-6R aus dem Jahr 2009 diese Idee mit einem Ruck aus der Bahn geworfen. Sie haben keine kleinen Anpassungen vorgenommen, sondern eine radikale, fast gewalttätige Transformation durchgeführt. Sieh sie dir an. Sie ist nicht mehr die freundliche Ninja mit schüchternen Scheinwerfern. Sie ist ein Raubtier, das die Karosserie der ZX-10R übernommen hat, mit einem durchdringenden Blick, der dich herausfordert, bevor du überhaupt den Zündschlüssel umdrehst. Die Botschaft ist klar: Die 600er-Klasse hat gerade einen Uppercut bekommen.
Das Problem der vorherigen Generation war jedem bekannt: Sie war zu schwer. In der Supersport-Spielwiese, wo jedes Kilogramm zählt, hatte sie Mühe. Also erklärten die Ingenieure bei den Grünen den Krieg gegen die Masse. Das Ergebnis ist erstaunlich: fast 10 Kilogramm wurden abgenommen, was zu einem Trockengewicht von 157 kg führt. Um dir eine Vorstellung zu geben, ist das, als würde man einen kompletten Reserverad und eine gut gefüllte Werkzeugkiste entfernen. Sie haben jeden unnötigen Gramm gejagt: Magnesium-Kurbelgehäuse, spezielle Legierungs-Nockenwellen, Weglassen eines Lambdasonden, leichterer Ölfilter. Diese aggressive Abmagerungskur katapultiert sie an die Spitze, dicht gefolgt von der Honda CBR600RR auf der Waage. Es ist eine heftige Antwort auf die Kritik an den Kawasaki ZX-6R 600 Modellen von 2002 oder 2001, die oft für ihr relatives Übergewicht kritisiert wurden.

Aber sie haben es nicht dabei belassen. Um den 599-ccm-Vierzylinder unterzubringen, haben sie das Perimeter-Aluminiumrahmen neu konstruiert, den Motor stärker geneigt und seinen Schwerpunkt angehoben. Der Lenkwinkel beträgt jetzt 24 Grad. Der Auspuff verlässt sein gemütliches Nest unter der Sitzbank für eine klassischere Seitenposition und zentriert die Massen neu. Alles ist auf Geschwindigkeit und Präzision ausgelegt. Die Fahrposition ist engagierter, „tiefer“ in der Maschine, mit einem schlankeren Tank für besseren Halt. Es ist eine Maschine, die eindeutig ihre Absichten zeigt: Die Straße wird toleriert, aber ihr Königreich ist die Rennstrecke. Die Gabel verwendet die BPF-Technologie, die bereits auf der GSX-R 1000 ihrer Zeit zu finden war, und verspricht eine progressivere Dämpfung und eine bessere Bremsstabilität. Mit 300-mm-Scheiben und radialen Bremssätteln gibt es auch beim Bremsen nichts zu beanstanden.
Und der Motor in all dem? Die 128 PS bei 14.000 U/min sind immer noch da, aber es ist die Art und Weise, wie sie geliefert werden, die sich geändert hat. Kawasaki suchte nach einer besseren Reaktion im mittleren Drehzahlbereich und einer erhöhten Kontrolle. Modifizierte Einlasskanäle, längere Einspritzdüsen, Doppeldurchmesser-Luftansaugtrichter, verbesserte Zündung... Die Liste der Änderungen ist lang. Ziel ist eine lineare und präzise Gasannahme, die einigen temperamentvolleren Konkurrenten fehlt. Sie ist vielleicht nicht die explosivste 600er, aber wahrscheinlich eine der präzisesten, die man an der Grenze fahren kann. Zu einem Preis von über 10.000 Euro war sie im oberen Preissegment angesiedelt. Heute macht ihr Gebrauchtwagenpreis sie zugänglich, eine interessante Alternative im Vergleich zum Preis einer Kawasaki ZX-6R 600 aus dem Jahr 2015, der oft höher ist, oder dem bescheideneren Preis einer ZX-6R 600 aus dem Jahr 1998.
Diese ZX-6R ist also weit mehr als nur ein Facelift. Es ist eine komplette Neukonzeption, ein Motorrad, das auf reine Leistung ausgerichtet wurde. Sie richtet sich an den anspruchsvollen Streckenrennfahrer oder den sportlichen Tourenfahrer, der bei Fahrgefühl und Aggressivität des Fahrwerks keine Kompromisse eingeht. Kawasaki hat einen kühnen Schachzug vollzogen: eine 600er zu schaffen, die in Bezug auf Absichten und Technik einer 1000er in nichts nachsteht. Sie hat die Regeln des Spiels neu definiert, und das spürt man schon beim ersten engen Kurvenfahrt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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