Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 123.0 ch @ 14000 tr/min (71.5 kW)
- Drehmoment
- 68.9 Nm @ 12000 tr/min
- Motortyp
- In-line four, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 13.9:1
- Bohrung × Hub
- 67.0 x 42.5 mm (2.6 x 1.7 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. DFI with Keihin 38mm Throttle Bodies (4)
- Schmierung
- Wet sump
- Zündung
- Battery and coil, TCBI w/electronic advance
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- matte-black aluminum frame
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Wet multi-disc
- Vorderradaufhängung
- Front Suspension: 41mm Inverted Cartridge Fork with Adjustable Preload, Stepless Rebound and Compression Damping,TiSiCN Coating
- Hinterradaufhängung
- Uni-Trak with Adjustable Preload, Stepless Rebound, High and Low Speed Compression Damping, and Ride Height
- Federweg vorne
- 119 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 135 mm (5.3 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. Dual 300mm Floating Discs with Radial-Mount, Opposed 4-Piston Calipers
- Hinterradbremse
- Single disc. Single 220mm Disc
- Vorderreifen
- 120/65-17
- Hinterreifen
- 180/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Radstand
- 1400.00 mm
- Bodenfreiheit
- 119.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Trockengewicht
- 164.20 kg
- Neupreis
- 10 799 €
Übersicht
Motorrad: Kawasaki Ninja ZX-6RR (2006)

Brauchte Kawasaki wirklich noch eine Ninja ZX-6R? Im Jahr 2005, als die ZX-10R gerade den Masterbike gewonnen und das Image der Marke Kawasaki aufpoliert hatte, war die Antwort offensichtlich: Es brauchte eine ebenso entschlossene kleine Schwester. Die 636 von 2002 hatte bereits bewiesen, dass ein Sportmotorrad furchtlos sein kann, ohne unerträglich zu sein. Die neue Version, diese ZX-6RR von 2006, folgt nicht nur der Spur, sondern will sie tiefer eingravieren.
Man erkennt sofort die Familie. Die Verkleidung wurde auf Effizienz ausgelegt, mit einem Lufteinlass, der wie bei einer Ducati 999 nach unten reicht, was den Eindruck einer Maschine vermittelt, die abheben will. Die Scheinwerfer sind schärfer, die Blinker sind integriert, und das Heck entlehnt sich dem sehr ansprechenden Design der 10R, mit einem unter der Sitzbank versteckten Auspuff. Das matte schwarze Aluminiumchassis und der massive Schwingarm verleihen ihr das Aussehen eines MotoGP-Prototyps. Es ist eine Ästhetik, die den Rennfahrer direkt anspricht, aber den erfahrenen Tourenfahrer nicht abschreckt.
Die Mechanik ist keine Spielerei. Kawasaki hat fast alles überarbeitet. Neue Kolben, Zylinderkopf, Nockenwellen, größere Ventile, verstärkter Kurbelwelle und vor allem diese Einspritzung mit zwei Injektoren pro Zylinder. Das Ergebnis? Für die RR-Version, die den Auflagen entsprechend auf 599 cm³ reduziert wurde, erhält man 123 PS bei 14.000 U/min, mit einem Drehmoment von 68,9 Nm bei 12.000 U/min. Diese Zahlen waren für eine 600er im Jahr 2006 schlichtweg beeindruckend. Der Motor bleibt dem Kawasaki-Geist treu: Er ist weich und ab der unteren Drehzahlbereich nutzbar, dank einer Klappe im Auspuff, aber wenn die Drehzahl die 12.000 U/min überschreitet, verwandelt er sich. Der Reihenvierzylinder wird dann aggressiv, schreit und liefert seine gesamte Leistung ohne Kompromisse. Hier muss der Fahrer seine Beherrschung zeigen.
Um diese Lebendigkeit zu bewältigen, wurde das Chassis neu konzipiert. Der Radstand ist kürzer, die Fahrposition ist näher am Lenker, und die Federung, eine Upside-Down-Gabel vorne und ein Uni-Trak hinten, ist in allen Parametern einstellbar. Sie ist straff und rigoros, aber ohne die übermäßige Radikalität, die einige Sportmotorräder unpraktikabel macht. Das Motorrad wiegt 164 kg im Trocken Zustand, ein sehr kontrolliertes Gewicht, das zu seiner Agilität beiträgt. Die Bremsen, mit ihren doppelten schwimmenden 300-mm-Scheiben und radialen Vierkolben-Sätteln vorne, bieten eine bemerkenswerte, manchmal sogar etwas brutale, Effizienz für diejenigen, die eine progressive Verzögerung suchen. Die Schmiedegussfelgen und -scheiben runden ein Paket ab, das auf reine Leistung ausgerichtet ist.
Am Lenker bestätigt die Ninja ZX-6RR ihre Absichten. Der 820 mm hohe Sattel ist hoch, aber nicht unzugänglich, die Position ist engagiert, aber weniger extrem als bei einigen Konkurrenten wie der Honda CBR600RR oder der Yamaha YZF-R6 der damaligen Zeit. Sie ist lebendig, präzise und vermittelt sofort ein Gefühl des Vertrauens. Die Bremsleistung ist ein Pluspunkt, die Stabilität in Kurven ist ausgezeichnet, und das Sechsgang-Getriebe arbeitet sanft. Es ist eine Maschine, die Respekt verlangt, wenn ihr Motor in voller Leistung arbeitet, aber die im täglichen Gebrauch erschwinglich und fast freundlich bleibt. Für einen Tourenfahrer, der auch auf die Rennstrecke will, oder für einen Rennfahrer, der nicht auf der Straße leiden will, war sie ein brillanter Kompromiss.
Ihr Preis, der bei etwa 10.800 Euro zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag, platzierte sie im oberen Bereich der 600er Sportmotorräder. Aber sie rechtfertigte diese Investition durch ihr Gleichgewicht und ihre Leistung. Sie war nicht die radikalste, aber vielleicht die vollständigste. Kawasaki hatte ein Sportmotorrad geschaffen, das den Fahrspaß nicht der Leistung opfert, eine Ninja, die auch heute noch eine Referenz für diejenigen darstellt, die eine Maschine suchen, die alles, oder fast alles, kann.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
Bewertungen & Kommentare
Noch keine Bewertungen. Seien Sie der Erste!