Schlüsselleistung

74 ch
Leistung
🔧
1811 cc
Hubraum
⚖️
421 kg
Gewicht
🏎️
180 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
673 mm
Sitzhöhe
20.8 L
Tankinhalt
💰
27 990 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
1811 cc
Leistung
74.0 ch (54.4 kW)
Drehmoment
138.9 Nm @ 2800 tr/min
Motortyp
V2, four-stroke
Kühlung
Air
Verdichtungsverhältnis
9.0:1
Bohrung × Hub
101.0 x 113.0 mm (4.0 x 4.4 inches)
Ventile/Zylinder
2
Kraftstoffsystem
Injection. Closed Loop Sequential Port Fuel Injection
Starter
Electric

Fahrwerk

Rahmen
Aluminium
Getriebe
6-speed
Endantrieb
Belt   (final drive)
Vorderradaufhängung
Telescopic forks
Hinterradaufhängung
Single shock
Federweg vorne
119 mm (4.7 inches)
Federweg hinten
114 mm (4.5 inches)

Bremsen

Vorderradbremse
Double disc. ABS. Floating discs.
Hinterradbremse
Single disc. ABS. Floating disc.
Vorderreifen
130/90-16
Vorderreifendruck
2.48 bar
Hinterreifen
150/80-16
Hinterreifendruck
2.83 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
673.00 mm
Radstand
1668.00 mm
Länge
2656.00 mm
Breite
1012.00 mm
Höhe
1572.00 mm
Tankinhalt
20.80 L
Gewicht
421.00 kg
Trockengewicht
406.00 kg
Neupreis
27 990 €

Übersicht

Als Polaris 2013 Indian wiederbelebte, wusste niemand so recht, ob die Transplantation gelingen würde. Zwei Jahre später lässt sich die Antwort in einem Wort zusammenfassen: Roadmaster. Dieser Name, seit 1953 aus den Katalogen verschwunden, kehrt als Spitzenmodell der Baureihe zurück – mit einem klaren Ziel: die Harley-Davidson Electra Glide Limited auf deren eigenem Terrain herauszufordern, dem amerikanischen Luxustouring. Eine Wette zu 27.990 Euro, bei der sich ein genauerer Blick lohnt.

Indian Roadmaster

Unter dieser Kathedrale aus Chrom und Leder schlägt der Thunderstroke 111, ein luftgekühlter V-Twin mit 1811 cm3 Hubraum. Die Zahlen sprechen für sich: 74 PS – auf dem Papier bescheiden, aber 138,9 Nm Drehmoment bereits bei 2800 U/min, das ändert alles. Dieser Motor will niemals angetrieben werden. Er schiebt kräftig, von unten heraus, mit einer Geschmeidigkeit, die perfekt zur Bestimmung der Maschine passt. Man pilotiert eine Indian Roadmaster nicht, man lässt sie das Asphaltband in ihrem eigenen Rhythmus abrollen. Der Riemenantrieb und das Sechsganggetriebe begleiten diese Philosophie ohne jeden Makel. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h – ein Tempo, das bei 421 kg vollgetankt ohnehin niemand anstrebt. Dieses Gewicht ist der Preis für absoluten Komfort.

Und was für ein Komfort. Die Indian Roadmaster häuft Ausstattung mit beinahe lässiger Großzügigkeit an. Beheizbarer Ledersitz mit getrennter Regelung für Fahrer und Beifahrer. Heizgriffe mit zehn Stufen. Elektrisch verstellbare Windschutzscheibe. Verstellbare Beifahrer-Fußrasten. Regulierbare Luftzufuhr in den unteren Verkleidungen zur Wärmeregulierung im Sommer. Der Beifahrer wird regelrecht als VIP behandelt: Sein gepolstertes Rückenlehnenpolster und die breite Sitzfläche verwandeln lange Etappen in reine Formsache. Was das Gepäck betrifft, nehmen die abschließbaren Hartkoffer mit Fernentriegelung – von der Chieftain übernommen – ein passendes Topcase auf und bringen das Gesamtvolumen auf 143 Liter. Das bewegt sich im Bereich der Honda Gold Wing, der Referenz in diesem Segment.

Die technische Ausstattung bewegt sich auf demselben Niveau. Serien-ABS an den schwimmend gelagerten Bremsscheiben vorne und hinten, Reifendrucksensoren, schlüsselloser Start, Tempomat, Bluetooth, Voll-LED-Beleuchtung, drei 12-V-Steckdosen zur Versorgung der gesamten Besatzung. Der Aluminiumrahmen und das Einzel-Federbein hinten stecken Kilometer um Kilometer klaglos weg, auch wenn die Teleskopgabel in ihrer Konstruktion klassisch bleibt. Die Sitzhöhe von nur 673 mm beruhigt beim Abstellen der Füße auf den Boden – angesichts der Masse der Maschine kein Luxus. Die 16-Zoll-Reifen vorne und hinten bevorzugen Geradeausstabilität, ganz der Tradition des Segments treu.

Sollte man bei der Roadmaster zugreifen? Wer ein Fernreisemotorrad sucht, das National- und Autobahnstraßen mit Beifahrer und Gepäck für zwei Wochen verschlingen kann, bei dem hakt sie sämtliche Punkte ab. Der Electra Glide Limited setzt sie einen skulpturaleren Stil entgegen, eine mindestens gleichwertige Ausstattung und einen Motor, der sich für nichts zu schämen braucht. Ihre Schwächen sind die ihrer Kategorie: beträchtliches Gewicht, begrenzte Wendigkeit in der Stadt, deutlicher Verbrauch bei einem 20,8-Liter-Tank, der regelmäßige Stopps erzwingt. Für Liebhaber schöner Amerikanerinnen, die etwas anderes als eine Harley wollen, meldet die Indian Roadmaster 2015 eine solide Kandidatur an. Die folgenden Jahrgänge, von der Indian Roadmaster 2016 bis zur Indian Roadmaster Elite 2021, haben das Rezept nur weiter verfeinert. Als Gebrauchtmaschine ist eine Probefahrt mit der Indian Roadmaster vor dem Kauf Pflicht: Eine solche Maschine adoptiert man oder lehnt sie ab, aber gleichgültig lässt sie einen nie.

Serienausstattung

  • Assistance au freinage : ABS de série
  • Bluetooth

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.17 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.33 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
40.3 ch/L
In der Kategorie Touring · Hubraum 906-3622cc (1540 verglichene Motorräder)
Leistung 73 ch Top 78%
58 ch Median 95 ch 158 ch
Gewicht 421 kg Leichter als 6%
253 kg Median 360 kg 423 kg
L/G-Verhältnis 0.17 ch/kg Top 95%
0.17 Median 0.26 0.49 ch/kg

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