Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1901 cc
- Leistung
- 90.0 ch (67.2 kW)
- Drehmoment
- 170.9 Nm @ 2900 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 11.0:1
- Bohrung × Hub
- 103.2 x 113.0 mm (4.1 x 4.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed loop fuel injection / 54 mm bore
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Cast Aluminum Frame with Integrated Air-Box
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Gear Drive Wet Clutch. Gear Drive Wet Clutch.
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork
- Hinterradaufhängung
- Single shock with air adjust
- Federweg vorne
- 119 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 114 mm (4.5 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. 4 piston caliper.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc. 2-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/90-B16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/60-R16
- Hinterreifendruck
- 2.83 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 673.00 mm
- Radstand
- 1668.00 mm
- Bodenfreiheit
- 140.00 mm
- Länge
- 2656.00 mm
- Breite
- 1000.00 mm
- Höhe
- 1491.00 mm
- Tankinhalt
- 20.80 L
- Gewicht
- 420.00 kg
- Trockengewicht
- 405.00 kg
- Neupreis
- 32 690 €
Übersicht
Wer kann 2021 noch ernsthaft den Anspruch erheben, es mit der Harley-Davidson Ultra Limited auf dem Gebiet des amerikanischen Grand Touring aufzunehmen? Indian, selbstverständlich. Und die Roadmaster bleibt ihre schärfste Waffe. Entstammt einer Linie, die bis 1947 zurückreicht, hat diese Reisemaschine blauen Blutes die Jahrzehnte überdauert, bevor sie auf Basis der Chieftain wiedergeboren wurde – deren Plattform übernehmend, den Luxus jedoch deutlich weiter treibend. 2021 zeigt die Indian Roadmaster eine technische Reife, die Respekt einflößt, Ergebnis ständiger Verbesserungen seit ihrer Rückkehr ins Programm. Der V-Twin ThunderStroke 116 mit seinen 1 901 cm3 und einem Verdichtungsverhältnis von 11:1 leistet 90 PS und vor allem 170,9 Nm Drehmoment bereits ab 2 900 U/min. Das ist kein Motor, der schreit. Das ist ein Motor, der schiebt, wie eine Lokomotive, ohne sich jemals zu hetzen.

Gegenüber dem Milwaukee Eight von Harley, je nach Version in 107, 114 und 117 ci erhältlich, hat Indian den Weg des massiven Drehmoments gewählt statt den der rohen Leistung. Das Ergebnis spürt man ab den ersten Radumdrehungen: Die Roadmaster bewegt ihre 420 kg vollgetankt mit verblüffender Leichtigkeit. Der Zahnriemenantrieb mit sechs Gängen filtert Lastwechsel, die Teleskopgabel und das pneumatisch einstellbare Mono-Federbein schlucken den Asphalt ohne Murren. Drei Fahrmodi – Tour, Standard und Sport – ermöglichen es, das Gasansprechverhalten je nach Laune des Fahrers oder Streckenprofil anzupassen. Im Tour-Modus erfolgt die Beschleunigung samtweich, perfekt um Autobahnkilometer zu verschlingen. Im Sport-Modus reagiert der Twin auf den kleinsten Befehl, was bei einer Maschine dieses Kalibers überrascht. Das System zur Zylinderabschaltung im Stand begrenzt die Wärmeentwicklung – ein willkommenes Detail in der Stadt, wenn der Radstand von 1 668 mm das Rangieren ohnehin heikel macht.
Der 7-Zoll-Touchscreen Ride Command, bereits 2017 eingeführt, hat seit 2020 dank eines schnelleren Prozessors an Reaktionsschnelligkeit gewonnen. GPS, Audio, Telefonie, Fahrzeuginformationen – alles läuft über diese Schnittstelle, die auch das 200-Watt-Audiosystem steuert. Separate Hochtöner und ein dynamischer Equalizer passen den Klang geschwindigkeitsabhängig an und kompensieren Wind- und Motorgeräusche. Auf der Autobahn bleibt die Musik klar und präsent. Die seitlichen Verkleidungen integrieren verstellbare Lüftungsöffnungen, um die Beine zu belüften, wenn das Thermometer steigt – eine Lösung, die Harley auf seinen Glide-Modellen bereits anbot, die Indian aber den guten Geschmack hatte zu übernehmen. Die elektrische Windschutzscheibe, die beheizte Ledersitzbank mit getrennter Regelung für Fahrer und Beifahrer, die Griffheizung mit zehn Stufen, die verstellbaren Beifahrer-Fußrasten: Die Serienausstattungsliste ist schlichtweg beeindruckend für einen Indian Roadmaster Preis von 32 690 Euro.
Was die Gepäckausstattung betrifft, ergänzt das ledergepolsterte Topcase die Seitenkoffer zu einem Gesamtvolumen von 143 Litern, per Fernbedienung verriegelbar. Das entspricht nahezu dem Niveau einer Honda Gold Wing. Die großzügige Verchromung – von der Gabel über die Highway Bars bis zu den Kofferträgern – erinnert daran, dass diese Maschine eine bewusst klassische Ästhetik pflegt. Reifendrucksensoren, schlüsselloses Startsystem, ABS mit doppelter Schwimmscheibe vorn und Vierkolben-Bremssätteln, Tempomat, Voll-LED-Beleuchtung: Es fehlt an nichts. Die moderate Sitzhöhe von 673 mm und der 20,8-Liter-Tank ermöglichen ausgedehnte Etappen ohne Sorge, auch wenn die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h daran erinnert, dass die Berufung dieses Dampfers nicht die reine Performance ist.
Ob man eine Indian Roadmaster 2021 neu oder eine Indian Roadmaster gebraucht sucht, die Feststellung bleibt dieselbe: Diese Maschine richtet sich an Langstreckenfahrer, die in absolutem Komfort reisen möchten, ohne auf den Charakter eines großen amerikanischen V-Twins zu verzichten. Sie erhebt nicht den Anspruch, leicht oder sportlich zu sein. Sie erhebt den Anspruch, die bestmögliche Reisebegleiterin zu sein, und auf diesem Terrain hält sie ihr Versprechen. Die Versionen Indian Roadmaster Elite treiben die Verfeinerung mit exklusiven Lackierungen noch weiter, doch die Standardversion bringt bereits alles mit, was man braucht, um einen Kontinent zu durchqueren, ohne etwas zu vermissen. Einen echten Mangel zu finden fällt schwer – es sei denn, dass sie ein Portemonnaie erfordert, das ebenso üppig ist wie ihr Drehmoment.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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