Schlüsselleistung
Technische Daten
- Hubraum
- 1901 cc → 1811 cc
- Leistung
- 90.0 ch (67.2 kW) → 74.0 ch (54.4 kW)
- Drehmoment
- 170.9 Nm @ 2900 tr/min → 138.9 Nm @ 2600 tr/min
- Verdichtungsverhältnis
- 11.0:1 → 9.5:1
- Bohrung × Hub
- 103.2 x 113.0 mm (4.1 x 4.4 inches) → 101.0 x 113.0 mm (4.0 x 4.4 inches)
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed loop fuel injection / 54 mm bore → Injection. Closed Loop Sequential Port Fuel Injection
- Kupplung
- Gear Drive Wet Clutch. Gear Drive Wet Clutch. → Wet, Multi-Plate
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork → Telescopic forks
- Vorderreifen
- 130/90-B16 → 130/90-16
- Hinterreifen
- 180/60-R16 → 180/60-16
- Bodenfreiheit
- 140.00 mm → —
- Breite
- 1000.00 mm → 1012.00 mm
- Höhe
- 1491.00 mm → 1572.00 mm
- Gewicht
- 420.00 kg → 421.00 kg
- Trockengewicht
- 405.00 kg → 406.00 kg
- Neupreis
- 32 690 € → 29 400 €
Motor
- Hubraum
- 1811 cc
- Leistung
- 74.0 ch (54.4 kW)
- Drehmoment
- 138.9 Nm @ 2600 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5:1
- Bohrung × Hub
- 101.0 x 113.0 mm (4.0 x 4.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Sequential Port Fuel Injection
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Cast Aluminum Frame with Integrated Air-Box
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Wet, Multi-Plate
- Vorderradaufhängung
- Telescopic forks
- Hinterradaufhängung
- Single shock with air adjust
- Federweg vorne
- 119 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 114 mm (4.5 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. 4 piston caliper.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc. 2-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/60-16
- Hinterreifendruck
- 2.83 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 673.00 mm
- Radstand
- 1668.00 mm
- Länge
- 2656.00 mm
- Breite
- 1012.00 mm
- Höhe
- 1572.00 mm
- Tankinhalt
- 20.80 L
- Gewicht
- 421.00 kg
- Trockengewicht
- 406.00 kg
- Neupreis
- 29 400 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch daran, dass der Name Roadmaster bereits zwischen 1947 und 1953 auf dem Tank einer Indian prangte? Sechzig Jahre später lässt die Marke aus Spirit Lake diese mythische Bezeichnung wieder aufleben, um ihre Touring-Palette zu krönen. Die Indian Roadmaster 2016 ist nicht aus dem Nichts entstanden: Sie basiert auf der Chieftain, von der sie den Rahmen aus Aluminiumguss und den Thunderstroke 111 übernimmt, jenen V-Twin mit 1811 cc, der nicht auf Leistungszahlen aus ist, sondern auf mechanische Präsenz. Mit 74 PS ist man weit von europäischen oder japanischen Standards entfernt. Aber 138,9 Nm Drehmoment ab 2 600 U/min – das ist das wahre Argument. Dieser V-Zweizylinder verlangt nach nichts anderem, als seine 421 kg fahrfertig mit der Selbstverständlichkeit einer Lokomotive auf Schienen zu bewegen. Der Vergleich mit der Harley-Davidson Electra Glide Limited drängt sich auf, und auf dem Papier braucht sich die Amerikanerin aus Springfield nicht zu verstecken.

Der Preis der Indian Roadmaster liegt bei 29 400 Euro, was sie in direkte Konkurrenz zu den Platzhirschen des Luxus-Tourings bringt. Für diese Summe grenzt die Ausstattung an Vollständigkeit. Beheizbarer Ledersitz mit getrennter Regelung für Fahrer und Beifahrer, beheizbare Griffe mit zehn Stufen, elektrische Windschutzscheibe, schlüsselloser Start, Reifendrucksensoren, ABS, Tempomat, Bluetooth, drei 12-V-Steckdosen, Voll-LED-Beleuchtung. Die Liste lässt einem schwindelig werden und erinnert eher an einen Automobil-Konfigurator als an eine Zubehörliste der Indian Roadmaster. Selbst die Fußrasten des Beifahrers sind verstellbar, und die unteren Verkleidungen ermöglichen eine Regulierung des Luftstroms. Man spürt, dass die Ingenieure diese Maschine für lange Etappen konzipiert haben – jene, bei denen Komfort kein Luxus mehr ist, sondern eine Notwendigkeit.
Was das Gepäck betrifft, fügt die Roadmaster den von der Chieftain übernommenen Seitenkoffern ein großzügiges Topcase hinzu und erreicht so ein Gesamtfassungsvermögen von 143 Litern, per Fernbedienung verriegelbar. Das ist fast so viel wie bei einer Honda Gold Wing und ausreichend, um zwei Wochen lang aufzubrechen, ohne sich Fragen zu stellen. Der 20,80-Liter-Tank ermöglicht trotz der Dimensionen eine ordentliche Reichweite, auch wenn man sich bei einer für das Verschlingen von Autobahnen gebauten Maschine ein paar Liter mehr gewünscht hätte. Die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h mag bescheiden erscheinen, aber wer kauft eine Roadmaster, um Bestzeiten zu jagen? Dieses Motorrad dient dem Reisen, nicht dem Kämpfen.
Das Fahrwerk revolutioniert nichts: Teleskopgabel vorne, Mono-Federbein mit pneumatischer Einstellung hinten, Bremsung über doppelte schwimmende ABS-Scheiben mit Vierkolben-Bremssätteln vorne und einfacher Zweikolben-Scheibe hinten. Die Sitzhöhe von 673 mm beruhigt kompaktere Staturen und erleichtert Rangierübungen auf dem Parkplatz – ein heikles Unterfangen mit über 400 kg zwischen den Beinen. Der Radstand von 1 668 mm garantiert eine Stabilität wie ein Ozeandampfer auf gerader Strecke, natürlich auf Kosten der Agilität in engen Kurvenkombinationen. Riemenantrieb und Sechsganggetriebe vervollständigen ein Gesamtpaket, das auf minimalen Wartungsaufwand und Langzeitverlässlichkeit ausgelegt ist.
Sollte man bei dieser Indian Roadmaster 2016 zuschlagen? Wenn Sie eine glaubwürdige Alternative zu den Harley-Touring-Modellen suchen und reichlich Chrom Sie nicht abschreckt, lautet die Antwort: Ja. Die folgenden Jahrgänge – Indian Roadmaster 2017, 2018, 2019 und bis hin zur Indian Roadmaster 2020 und 2021 – haben elektronische Weiterentwicklungen und Varianten wie die Indian Roadmaster Elite gebracht, doch die mechanische Basis bleibt identisch. Auf dem Markt für gebrauchte Indian Roadmaster stellen die Exemplare dieser Generation einen sinnvollen Einstieg in das amerikanische Grand-Touring dar, vorausgesetzt, man akzeptiert eine vorherige Probefahrt mit der Indian Roadmaster, um sich an die Dimensionen zu gewöhnen. Dies ist kein Motorrad für Anfänger. Es ist ein Motorrad für jene, die bereits wissen, wohin sie wollen – und die dort ankommen möchten, ohne sich zu hetzen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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