Schlüsselleistung
Technische Daten
- Leistung
- 74.0 ch (54.4 kW) → 84.0 ch (61.8 kW)
- Drehmoment
- 161.1 Nm @ 3000 tr/min → 161.4 Nm @ 3000 tr/min
- Kupplung
- Wet, Multi-Plate → Gear Drive Wet Clutch
- Vorderradaufhängung
- Telescopic forks → Telescopic forks-Cartrigde Typq
- Vorderreifen
- 130/90-16 → 130/90-B16
- Hinterreifen
- 180/60-16 → 180/60-R16
- Bodenfreiheit
- — → 140.00 mm
- Breite
- 1012.00 mm → 1000.00 mm
- Höhe
- 1572.00 mm → 1491.00 mm
- Gewicht
- 428.00 kg → 418.00 kg
- Trockengewicht
- 414.00 kg → 403.00 kg
- Neupreis
- 30 400 € → 32 190 €
Motor
- Hubraum
- 1811 cc
- Leistung
- 84.0 ch (61.8 kW)
- Drehmoment
- 161.4 Nm @ 3000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5:1
- Bohrung × Hub
- 101.0 x 113.0 mm (4.0 x 4.4 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection. Closed Loop Sequential Port Fuel Injection
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Cast Aluminum Frame with Integrated Air-Box
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Gear Drive Wet Clutch
- Vorderradaufhängung
- Telescopic forks-Cartrigde Typq
- Hinterradaufhängung
- Single shock with air adjust
- Federweg vorne
- 119 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 114 mm (4.5 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc. ABS. Floating discs. 4 piston caliper.
- Hinterradbremse
- Single disc. ABS. Floating disc. 2-piston caliper.
- Vorderreifen
- 130/90-B16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/60-R16
- Hinterreifendruck
- 2.83 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 673.00 mm
- Radstand
- 1668.00 mm
- Bodenfreiheit
- 140.00 mm
- Länge
- 2656.00 mm
- Breite
- 1000.00 mm
- Höhe
- 1491.00 mm
- Tankinhalt
- 20.80 L
- Gewicht
- 418.00 kg
- Trockengewicht
- 403.00 kg
- Neupreis
- 32 190 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die ursprüngliche Roadmaster, die zwischen 1947 und 1953 produziert wurde? Diesen mythischen Namen hat Indian wiederbelebt, um das Segment des amerikanischen Grand Touring zu erobern. Und die Indian Roadmaster 2019 kennt keine halben Sachen. Mit ihren 418 kg fahrfertig, dem V-Twin Thunderstroke mit 1811 cc und 143 Litern Ladekapazität spielt diese Tourer klar in der Liga der Honda Gold Wing. Sie richtet sich an Vielfahrer, an jene, die Kilometer um Kilometer verschlingen und beim Komfort keine Kompromisse eingehen. Der Preis der Indian Roadmaster liegt bei 32 190 Euro, ein gesalzener Tarif, aber stimmig angesichts einer Harley-Davidson Electra Glide Limited, die sich kaum günstiger zeigt.

Unter der Haube, wenn man so sagen darf, leistet der V-Twin 84 PS. Nicht genug, um einen Chronographen in Aufruhr zu versetzen, aber darum geht es auch nicht. Das Drehmoment spricht eine andere Sprache: 161 Nm bereits ab 3 000 U/min. Das ist satt, rund, bei der kleinsten Anforderung verfügbar. Dieser Motor ist ein edler Traktor, gemacht, um 400 Kilogramm Chrom und Leder ohne sichtbare Anstrengung in Schwung zu bringen. Drei Mappings – Tour, Standard und Sport – modulieren das Ansprechverhalten des Gashebels je nach Laune des Fahrers. Der Tour-Modus glättet die Leistung für optimalen Komfort auf der Autobahn; der Sport-Modus macht den Gasgriff direkter, fast nervös für eine Maschine dieses Kalibers. Gute Überraschung für den Jahrgang 2019: Ein System zur Deaktivierung des hinteren Zylinders reduziert die Hitzeentwicklung im Stand. Wer schon einmal zwischen zwei dicken Auspuffrohren im sommerlichen Stau geschmort hat, wird diese Aufmerksamkeit zu schätzen wissen.
Bei der Ausstattung übertrumpft die Roadmaster die Konkurrenz mit ihrer Serienausstattung. Der 7-Zoll-Touchscreen Ride Command bündelt die GPS-Navigation, das 100-Watt-Audiosystem mit geschwindigkeitsabhängigem dynamischem Equalizer, Bluetooth und die Fahrzeuginformationen. Der Ledersitz ist beheizbar, mit getrennter Regelung für Fahrer und Beifahrer. Die beheizbaren Griffe bieten zehn Temperaturstufen. Die Windschutzscheibe lässt sich elektrisch verstellen. Die hinteren Fußrasten sind verstellbar. Der Start erfolgt schlüssellos. ABS ist an beiden Achsen vorhanden, mit doppelten Schwimmscheiben und Vierkolben-Bremszangen vorne. Dazu kommen der Tempomat, drei 12-Volt-Steckdosen, die Reifendrucküberwachung und die vollständige LED-Beleuchtung. Die Liste gleicht dem Optionskatalog einer deutschen Limousine, nur dass alles im Preis inbegriffen ist.
Die Seitenverkleidungen verfügen nun über verstellbare Lüftungsöffnungen zur Belüftung der Beine des Fahrers. Harley bietet dieses System seit Jahren an seinen Glide-Modellen an, doch Indian holt den Rückstand mit einer sorgfältigen Integration auf. Die fernentriegelbaren Seitenkoffer und das ledergepolsterte Topcase bieten ein Gesamtvolumen, das dem einer Gold Wing nahekommt. Der Beifahrer reist unter königlichen Bedingungen, auf einem Sitz, der eines Clubsessels würdig ist. Wer eine gebrauchte Indian Roadmaster sucht: Die Jahrgänge 2017, 2018 und 2019 teilen diese großzügige technische Basis. Die Version Indian Roadmaster Elite treibt es mit exklusiven zweifarbigen Lackierungen noch weiter, doch die mechanische Ausstattung bleibt identisch.
Bleibt die Frage des Gewichts. 418 kg, das ist ein Ozeanriese. Die niedrige Sitzhöhe von 673 mm beruhigt durchschnittliche Staturen, und der tiefe Schwerpunkt hilft beim Rangieren. Aber man darf sich nichts vormachen: Diese Maschine verlangt Erfahrung und kräftige Arme auf dem Parkplatz. Auf der Straße lassen der Rahmen aus Aluminiumguss und der Sechsgang-Riemenantrieb die Masse vergessen. Die Roadmaster läuft geradeaus, steckt Unebenheiten des Asphalts mit absoluter Gelassenheit weg, dank ihrer Teleskopgabel und ihres pneumatischen Mono-Federbeins. Bei 180 km/h abgeregelt, erhebt sie keinerlei sportlichen Anspruch. Ihr Spielfeld ist die Landstraße, die sich zum Horizont erstreckt, voll beladen, Soundsystem an, in gemächlichem Tempo. Und auf genau diesem Terrain können nur wenige Maschinen mit dem Niveau an Raffinesse mithalten, das Indian hier bietet.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
- Bluetooth
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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