Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 1 890 € → 1 999 €
Motor
- Hubraum
- 49 cc
- Leistung
- 3.0 ch @ 8500 tr/min (2.2 kW)
- Drehmoment
- 2.9 Nm @ 3500 tr/min
- Motortyp
- Monocylindre, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10 : 1
- Bohrung × Hub
- 39 x 41,4 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- poutre en tube d'acier
- Getriebe
- boîte à 3 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 21,7 mm, déb : 94 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 69 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage tambour Ø 80 mm
- Hinterradbremse
- Freinage tambour Ø 80 mm
- Vorderreifen
- 2/50-10
- Hinterreifen
- 2/50-10
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 548.00 mm
- Tankinhalt
- 4.10 L
- Gewicht
- 50.30 kg
- Neupreis
- 1 999 €
Übersicht
Wie alt war Ihr Kind, als es zum ersten Mal nach „einem richtigen Motorrad" verlangt hat? Fünf, sechs Jahre? Genau diese Altersgruppe hat die Honda CRF 50 F im Visier, ein kompaktes Gefährt, das für den Offroad-Einstieg konzipiert wurde. Mit 50,3 kg auf der Waage und einer Sitzhöhe von lediglich 548 mm bietet sie eine Maschine, die Eltern beruhigen und Nachwuchspiloten die Augen zum Leuchten bringen soll. Der Preis liegt beim Jahrgang 2016 bei 1 999 Euro und steigt bei der neuen Honda CRF 50 F 2023 auf 2 099 Euro. Ein gewisses Budget, zugegeben, aber Honda setzt hier auf langfristige Zuverlässigkeit statt auf Wegwerfspielzeug.

Unter dem kompakten 4,1-Liter-Tank arbeitet ein luftgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor mit 49 cc, mit einer Bohrung/Hub von 39 x 41,4 mm und einem Verdichtungsverhältnis von 10:1. Die Leistung? Drei PS bei 8 500 U/min, bei einem Drehmoment von 2,9 Nm, das bereits ab 3 500 Touren anliegt. Auf dem Papier sorgt das für ein Schmunzeln. Im Gelände ist es genau das Richtige. Die Leistung kommt dank eines sauber abgestimmten Vergasers progressiv und ruckfrei, der das Ansprechverhalten am Gas glättet. Die Automatikkupplung in Verbindung mit dem Dreigang-Getriebe vereinfacht die Bedienung: Der junge Fahrer muss lediglich mit dem Fuß schalten, ohne sich um den linken Hebel kümmern zu müssen. Und der von den Eltern einstellbare Gasbegrenzer bildet ein echtes Sicherheitsnetz, mit dem sich die Spritzigkeit der Maschine an das jeweilige Vertrauensniveau anpassen lässt.
Was das Fahrwerk betrifft, übernimmt die Honda CRF 50 F die Designsprache ihrer großen CRF-Schwestern mit einer Verkleidung, die das Gefühl vermittelt, ein „echtes" Crossmotorrad zu pilotieren. Der Brückenrahmen aus Stahlrohr nimmt eine 21,7-mm-USD-Telegabel mit 94 mm Federweg auf, kombiniert mit einem Monofederbein am Heck mit 69 mm Federweg. Von Langhub-Fahrwerken kann hier natürlich keine Rede sein. Aber für Feldwege und ein paar Unebenheiten im Garten filtert das Gesamtpaket Bodenwellen ordentlich weg. Die 10-Zoll-Räder in der Dimension 2.50 laufen auf Stahlfelgen mit 28 Speichen und Aluminium-Naben. Robust und wartungsfreundlich. Die Verzögerung übernehmen zwei Trommelbremsen mit 80 mm Durchmesser vorn und hinten. Keine Scheibenbremse hier, aber die Bremskraft reicht angesichts der erreichten Geschwindigkeiten völlig aus.
Die Wartung ist übrigens die stille Stärke dieser kleinen Honda. Die Steuerkette verfügt über einen automatischen Kettenspanner, der Luftfilter lässt sich ohne Spezialwerkzeug reinigen, die 420er Antriebskette verlangt lediglich regelmäßiges Schmieren. Das Zündschloss sichert den Startvorgang. Die Auspuffanlage bleibt dezent, was Nachbarschaftskonflikte bei den Sonntagmorgen-Sessions vermeidet. Im Wettbewerbsumfeld bleibt die Yamaha PW 50 die historische Rivalin mit ihrem vollautomatischen Antriebssystem und einem etwas günstigeren Preis. Doch die PW zeigt konzeptionell ihr Alter, während die CRF einen steiferen Rahmen und besser dimensionierte Federelemente bietet. Die KTM SX 50 wiederum spielt in einer sportlicheren und teureren Kategorie, die sich an Kinder richtet, die bereits vom Wettbewerbsfieber gepackt sind.
Die Honda CRF 50 F richtet sich klar an Familien, die ihren Kindern das Fahren beibringen wollen, ohne Schritte zu überspringen. Sie ist keine Rennmaschine, sondern ein zuverlässiges und sauber verarbeitetes Lernwerkzeug. Die Art von Gefährt, das sich nach zwei oder drei Saisons problemlos weiterverkaufen lässt, oft in gutem Zustand, weil Honda dieses Motorrad so gebaut hat, dass es weit über den ersten Besitzer hinaus hält.
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