Schlüsselleistung
Technische Daten
- Neupreis
- 6 799 € → 8 399 €
Motor
- Hubraum
- 749 cc
- Leistung
- 95.0 ch @ 9000 tr/min (69.9 kW)
- Drehmoment
- 80.9 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 92 x 56.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier relié à 2 platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 210.00 kg
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 8 399 €
Übersicht
Als Aprilia beschließt, im Segment der Mid-Size-Roadster mitzuspielen, tut es das nicht um der Vollständigkeit willen. Im Jahr 2008 beschränkt sich der Markt der 750er-Zweizylinder auf wenige Akteure: Ducati hatte mit dem Monster 750 einen Versuch unternommen, ohne wirklich zu überzeugen, während die Kawasaki Z 750, die Honda Hornet und der Rest des Naked-Bike-Clans die Garagen der Sportler unter sich aufteilen. In diesem dicht besetzten Umfeld tritt die SL 750 Shiver mit den Ambitionen eines transalpinen Motorenherstellers auf den Plan.

Das Herz der Maschine ist ein L-Zweizylinder mit 90 Grad – eine Architektur, die an Ducatis Wurzeln erinnert, die Aprilia technisch jedoch weit weiterentwickelt. Doppelzündung, doppelte obenliegende Nockenwellen, Flüssigkeitskühlung, vier Ventile pro Zylinder, quadratische Bohrung-Hub-Verhältnisse von 92 x 56,4 mm und sogar eine elektronische Gassteuerung: Im Jahr 2008 kamen nur die Yamaha R6 und die R1 in den Genuss solcher Verfeinerungen. Diese Technologie in einem Mid-Size-Roadster zu sehen, grenzt beinahe an Absurdität. Das Ergebnis? 95 PS bei 9.000 U/min und 80,9 Nm Drehmoment bei 7.000 U/min. Zum Vergleich: Die Suzuki SV 650 kam auf 74 PS, das Monster 800 S2R auf 77. Die Shiver übertrifft beide und erreicht in Sachen Leistung das Niveau einer Ducati 748. Das ist keine Kleinigkeit.
Dann stellt sich die Frage, die sich jeder bei einer Aprilia SL 750 Shiver stellt: Wie schlägt sie sich im Vergleich zur Konkurrenz? Mit 189 kg Trockengewicht und 210 kg vollgetankt ist sie kein Leichtgewicht, bewegt sich aber im Rahmen des Segments. Die Sitzhöhe von 810 mm richtet sie eher an mittelgroße und große Fahrer, und ihr allgemeines Temperament ist nicht auf Einsteiger ausgerichtet. Es ist ein Motorrad für den fortgeschrittenen Fahrer – jemanden, der weiß, was er will, und der Substanz über Sanftheit stellt.
Das Fahrwerk folgt der sportlichen Logik des Motors: Stahlrohrrahmen mit Aluminiumplatten, 43-mm-Upside-down-Gabel mit 130 mm Federweg, Heck-Monodämpfer mit identischem Federweg. Die vorderen Bremsen spielen in der Oberklasse mit zwei 320-mm-Scheiben, die von radial befestigten Vierkolben-Bremssätteln gebissen werden. Vor zehn Jahren fand sich diese Ausstattung ausschließlich an Supersportlern für die Rennstrecke; heute haben ernsthafte Roadster keine Ausrede mehr, auf diese Technologien zu verzichten. Die Shiver verzichtet nicht darauf, und das spürt man auf dem Datenblatt.

Schließlich verdient die Ästhetik besondere Aufmerksamkeit. Kompakt, muskulös, mit diesen skulptierten Auspuffausgängen, die den Asphalt geradezu beißen wollen – die Shiver sieht aus wie kein anderes Motorrad auf dem Markt. Das Design polarisiert, provoziert, spaltet vielleicht die Meinungen, lässt aber niemanden gleichgültig. Wer heute eine Aprilia SL 750 Shiver gebraucht sucht, wird feststellen, dass der optische Reiz ungebrochen ist. Zum Einführungspreis von 8.399 Euro positionierte Aprilia sich selbstbewusst gegenüber der Kawasaki Z 750. Eine stimmige Wette, getragen von einem Motor, der wirklich den Unterschied macht, und einer stilistischen Identität, die die Italiener mit Überzeugung geformt zu haben scheinen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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