Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 749 cc
- Leistung
- 95.0 ch @ 9000 tr/min (69.9 kW)
- Drehmoment
- 80.9 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 92 x 56.4 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Treillis tubulaire en acier relié à 2 platines en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 245 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 210.00 kg
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 6 499 €
Übersicht
Als Aprilia die Shiver auf den Markt brachte, glich das Segment der 750er-Zweizylinder-Roadster einem Niemandsland. Ducati hatte mit seiner Monster 750 einen Versuch unternommen, ohne wirklich zu überzeugen, bevor man auf größere Hubraumklassen wechselte. Die SL 750 stieß also in diese Lücke vor, nahezu konkurrenzlos, mit einer Positionierung, die einer Wette gleichkam. Wer heute eine Aprilia SL 750 Shiver gebraucht sucht, trifft auf ein Motorrad, das mechanisch gut altert, aber seine Jahre deutlich zeigt angesichts eines Wettbewerbs, der nicht geschlafen hat. Die Street Triple, die MT-09, die Kawasaki Z-Reihe: Das Mittelklasse-Roadster-Segment ist in seiner Qualität explodiert, und die Shiver hat nicht mehr die Ruhe des freien Feldes.

Was an dieser 2016er Version sofort auffällt: Das Motorrad hat sich seit 2010 grundlegend nicht verändert. Einige optische Retuschen, Wavescheiben, ein überarbeiteter Lenker, ein um fünf Millimeter abgesenkter Sattel auf nunmehr 810 mm. Nichts Revolutionäres. Doch das eigentliche Argument der Aprilia SL 750 Shiver ist ihr Motor. Dieser 90°-L-Zweizylinder mit 749 cc ist ein Präzisionswerk: Doppelzündung, zwei obenliegende Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, ein auf 11:1 gesteigertes Verdichtungsverhältnis mit überkurzem Hub von 92 mm Bohrung auf 56,4 mm Hub. Das Ergebnis ist eindeutig: 95 PS bei 9000 U/min und 80,9 Nm bei 7000 U/min. Für einen 750er ist das eine echte Leistung. Die SV 650 spielt mit 76 PS in einer anderen Liga, und selbst die frühere Monster 796 blieb darunter. Aprilia hat hier einen Motor entwickelt, der weit über das hinausgeht, was der Hubraum vermuten ließ.
Eine elektronische Drosselklappensteuerung ist vorhanden, was ein echter Vorteil bleibt, um diese 95 PS auszuschöpfen, ohne mitten in einer Kurve die Kontrolle zu verlieren. Die Frage nach dem Gewicht einer Aprilia SL 750 Shiver ist berechtigt: 189 kg trocken, 210 kg vollgetankt. Keine Leichtgewicht, aber vertretbar für einen Roadster dieser Größenklasse. Das Motorrad versucht nicht, einen Supersport zu imitieren – es bekennt sich zu einer Identität als muskulöser Mittelklässler. Das Stahlrohrrahmen mit Aluminiumplatten bildet das Rückgrat eines stimmigen Gesamtpakets: 43-mm-Upside-Down-Gabel mit 130 mm Federweg, hinteres Monofederbein mit identischem Federweg, radiale Vierkolben-Bremssättel vorne auf 320-mm-Scheiben. Das Datenblatt lügt nicht.
Wo der Schuh drückt, sind gewisse Detail- und Verarbeitungsqualitäten. Die Soziusfußrasten dieser Generation haben nicht die Klasse der Originalhalterungen, und das Motorrad zeigt insgesamt ein in die Jahre gekommenes Design. Gegenüber einer MT-09, die jedes Jahr die Maßstäbe des Segments neu definiert, oder einer Street Triple, die bei jeder Weiterentwicklung ihren Charakter schärft, wirkt die Shiver wie ein sympathischer, aber kommerziell erschöpfter Außenseiter. Bei einem Neupreis von 6499 Euro war die Preispositionierung vertretbar, doch der Markt für die Aprilia SL 750 Shiver hat sich natürlich Richtung Gebrauchtmarkt verlagert, wo sie ihren wahren Wert findet.

Dieser Roadster richtet sich an einen fortgeschrittenen Fahrer, der Charakter sucht, ohne auf die aufgeblasenen 100 PS eines Liters setzen zu wollen. Der 90°-Zweizylinder hat diese typisch italienische Atmung – etwas zwischen der Nervosität eines V-Twins und der Geschmeidigkeit eines Reihenzylinders. Man kauft keine Shiver, um im Trend zu sein. Man kauft sie, weil man den Motor gefahren ist und danach nichts anderes mehr will.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- Véhicule accessible au permis A2 ou bridable à 47.5ch / 35 Kw
- La moto est accessible aux permis : A, A2
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