Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 749 cc
- Leistung
- 106.0 ch @ 10000 tr/min (78.0 kW)
- Drehmoment
- 79.4 Nm @ 9000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 72 x 46 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- périmétrique en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 135 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 815.00 mm
- Tankinhalt
- 17.50 L
- Gewicht
- 211.00 kg
- Neupreis
- 7 599 €
Übersicht
Die GSR 750 kam spät auf dem brodelnden Markt der Mittelklasse-Streetfighter an, hat sich aber dennoch einen beneidenswerten Platz gegenüber fest etablierten Konkurrenten erobert. Der Jahrgang 2014 bestätigt diese aufsteigende Entwicklung mit einer BOSS-Version, die alles auf die visuelle Inszenierung setzt, um eine Kategorie aufzumischen, in der das Auge fast genauso zählt wie das Datenblatt. Gegenüber einer Kawasaki Z 800, die die Verkaufscharts noch dominiert, bleibt die Suzuki einen Schritt zurück, distanziert aber deutlich ihre Cousine Gladius in den Vertragshäusern.

Unter dem 17,5-Liter-Tank findet sich jener Vierzylinder-Reihenmotor mit 749 cm³, der direkt aus der GSX-R-Linie stammt – ein Erbe, das schon in den ersten Fahrmetern spürbar wird. Die 106 PS werden bei 10 000 U/min erreicht und die 79,4 Nm Drehmoment bei 9 000 U/min, Werte im Mittelfeld des Segments, doch die Laufkultur des Aggregats macht den ganzen Unterschied. Eine Bohrung von 72 mm bei 46 mm Hub und ein Verdichtungsverhältnis von 12,3:1 verraten die sportliche DNA. Auf der Waage bringt sie vollgetankt 211 kg auf die Waage, eine kontrollierte Masse, die sich in Bewegung rasch verflüchtigt, bei einer angegebenen Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h, die mehr als ausreicht, um an die hypersportlichen Ursprünge des Triebwerks zu erinnern.
Der Brückenrahmen aus Stahl wird von einer Upside-down-Gabel mit 43 mm Durchmesser und 120 mm Federweg ergänzt, flankiert von einem Heck-Monostoßdämpfer mit 135 mm Hub. Die Bremsanlage stützt sich vorn auf zwei 310-mm-Scheiben, die von Zweikolben-Festsätteln gegriffen werden, und hinten auf eine 240-mm-Scheibe. Das ist korrekt, ohne umwerfend zu sein, aber stimmig mit der vielseitigen Ausrichtung der Maschine. Die Sitzhöhe von 815 mm bleibt zugänglich, was kein Detail ist, wenn man bedenkt, dass das Segment ebenso den erfahrenen Motorradfahrer wie den frisch entdrosselten A2-Führerscheininhaber anspricht.
Diese BOSS-Ausführung, exklusiv bei den 24 Stunden von Le Mans 2014 an der Seite der Gladius 650 vorgestellt, greift die dunkel-gelbe Lackierung der M 1800 R Intruder auf. Der Effekt ist scharf, beinahe filmisch, und zieht die Maschine zu einer repräsentativeren Haltung hin. Suzuki fügt serienmäßig einige nützliche Kleinigkeiten hinzu: ein Paar Sturzpads, Motorschutzpads, einen überarbeiteten Kennzeichenhalter und spezifische Fußrasten für Fahrer wie Beifahrer. Dagegen bleiben die herrliche Yoshimura-R-11-Auspuffanlage und die dazu passende Sitzbankabdeckung im Zubehörkatalog, was etwas ärgerlich ist, wenn man von einer Sonderserie spricht, die 7 599 Euro kostet, ABS obendrein als Aufpreisoption.
Für wen also diese GSR 750 BOSS? Für den urbanen Motorradfahrer, der eine vielseitige Maschine will, die Wochenende für Wochenende auf kleinen Landstraßen abspulen kann, ohne schlapp zu machen, und der zu schätzen weiß, wenn ihm ein Design jenseits des grauen Parkplatz-Einerleis angeboten wird. Gegenüber der voluminöseren Z 800 und einer in ihrem Dreizylinder-Temperament radikaleren Yamaha MT-09 spielt die Suzuki die Karte der mechanischen Vernunft, des seidigen und linearen Vierzylinders ohne überraschende Kraftstöße. Ein ehrlicher Roadster, gut geboren, der nichts neu erfindet, aber alles ordentlich macht, und den dieses BOSS-Kleid aus der Reihe hervorstechen lassen dürfte in einer Kategorie, in der die Differenzierung zur zentralen Herausforderung wird.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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