Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 182.0 ch @ 12500 tr/min (133.9 kW)
- Drehmoment
- 114.7 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.7 : 1
- Bohrung × Hub
- 78 x 52.2 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 45 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Deltabox en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 310 mm, fixation radiale, étrier 6 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 206.00 kg
- Neupreis
- 14 999 €
Übersicht
Man spricht immer noch von diesem R1 mit Crossplane-Verdichtung? Im Jahr 2012 stellte sich diese Frage drängend. Angesichts des Ansturms der BMW S 1000 RR und Kawasaki ZX-10R, die begannen, stratosphärische Zahlen vorzulegen, riskierte die Yamaha mit dem unregelmäßigen Vierzylinder, als sanfte Träumerin zu gelten. Mit ihren 182 Pferdestärken bei 12500 U/min war diese YZF-R1 1000 jedoch alles andere als ein Schönweiner. Die Zahl mag heute bescheiden erscheinen, aber man muss den Kontext berücksichtigen: zu dieser Zeit war es eine respektable Leistung, die das Motorrad problemlos auf rund 300 km/h beschleunigen konnte. Die wahre Magie lag nicht im Leistungshöchstwert, sondern in der Art und Weise, wie er geliefert wurde. Dieser Crossplane-Motor mit seinem geglätteten Drehmoment und dem V4-ähnlichen Sound bot eine intuitive Traktion von seltener Qualität. Man legte das Knie mit absolutem Vertrauen an und spürte das Heck auch in engen Kurven stets im Griff.

Die Weiterentwicklung für 2012 war keine Revolution, sondern ein strategisches Update. Yamaha fügte endlich eine Traktionskontrolle, das TCS, ein System mit sechs Einstellungen hinzu, das die Wut des Tieres bei unkontrolliertem Durchdrehen zügelte. In Kombination mit den bereits vorhandenen drei Motormapping-Optionen ergaben sich insgesamt einundzwanzig mögliche Kombinationen. Genug, um einen Piloten an einem regnerischen Samstagnachmittag zu beschäftigen. Äußerlich brauchte man einen Fuchsblick, um die Unterschiede zu erkennen: LED-Positionsleuchten, ein neu gestaltetes Lenkkopfrohr, ein leicht modifiziertes Unterverkleidungsblech. Die Silhouette blieb dieses ambivalente Kunstwerk, das bewundert und missverstanden wurde und nur ihr gehörte. Der Preis wurde mit 14.999 Euro angesetzt, ein Einstiegspreis in die Welt der Hypersportler der damaligen Zeit.
An wen richtete sie sich also? Sicher nicht an den Anfänger, trotz ihrer relativen Agilität. Ihr tiefer Lenker, ihr Sitz in 835 mm Höhe und ihre 206 kg vollgetankt machten sie zu einer körperlich anspruchsvollen Maschine. Es war das Mount des aufgeklärten Streckenfahrers, der das reine Gefühl, die mechanische Verbindung, mehr als die absolute Zeit suchte. Es war auch die Wahl des sportlichen Tourenfahrers, der einen einzigartigen Charakter liebte. Im Vergleich zu einer wilderen ZX-10R oder einer klinischeren und stärkeren S 1000 RR setzte die R1 auf Emotionen und Gefühl. Sie gewann vielleicht nicht die Zahlenkrieg auf dem Papier, aber sie gewann oft den Kampf des Lächelns unter dem Visiervisier.

Mit dem Vorteil der Nachbetrachtung hat diese Generation 2009-2014, insbesondere dieses 2012er Baujahr mit seinem TCS, den Mythos des Crossplane-R1 gefestigt. Sie hat bewiesen, dass ein Hypersportler eine Seele, einen Sound und ein Verhalten haben kann, das sich von anderen unterscheidet. Wenn Sie nach dem Preis einer Yamaha YZF-R1 1000 von 2016 in Frankreich suchen, werden Sie auf eine elektronisch weiterentwickelte Maschine stoßen. Wenn Sie sich jedoch fragen, wie viele Pferde die Yamaha YZF-R1 1000 von 2010 oder 2012 hatte, wissen Sie, dass ihre 182 PS mehr als nur eine Zahl waren. Es war die Signatur eines charaktervollen Motors in einer Maschine, die das Fahrvergnügen über die reine Leistung stellte. Ein gewagtes, und eher gelungenes Experiment.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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