Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 152.0 ch @ 10500 tr/min (111.8 kW)
- Drehmoment
- 104.9 Nm @ 8500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.8:1
- Bohrung × Hub
- 74 x 58 mm
- Ventile/Zylinder
- 5
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- deltabox III, double poutre en alliage alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 298 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 202.00 kg
- Trockengewicht
- 174.00 kg
- Neupreis
- 12 900 €
Übersicht
Die Yamaha YZF-R1 2002 erinnert einen daran, als das Konzept des extremen Sportmotors radikal überdacht wurde. Es ging nicht mehr um Evolution, sondern um Revolution. Mit ihren 152 Pferden, die bei 10500 U/min freigesetzt werden, war dieser Vierzylinder-Reihenmotor mit 20 Ventilen nicht nur Mechanik, sondern eine Kriegserklärung an die anderen japanischen Hersteller und die selbstgefälligen Italiener. Für den Fahrer, der das reine Fahrgefühl suchte, öffnete der Preis einer Yamaha YZF-R1 1000 aus dem Jahr 2001 in Frankreich, um die 12900 Euro, die Türen zu einer kompromisslosen Welt. Auch heute noch beschreiben Kritiken die Yamaha YZF-R1 1000 aus dem Jahr 2002 noch immer als Referenz, ein Motorrad, das eine Ära definierte.

Die erste Konfrontation ist ein Schock. Der Sitz in 82 cm Höhe hebt einen auf ein Gefährt, das scheint aus massivem Stahl gefertigt zu sein, mit diesem schwarzen Deltabox III Rahmen und dieser aggressiven Verkleidung. Aber erst beim Platznehmen wird der Pakt besiegelt: Man wird in zwei gefaltet, die Handgelenke in Rad-Position, der Tank verbreitert die Knie. Es ist die Position eines Grand-Prix-Piloten, nicht eines Sonntagsausflüglers. Beim Starten des Motors hört man ein ernstes Grollen. Das Drehmoment ist bereits bei 3000 Umdrehungen vorhanden, aber das eigentliche Gespräch beginnt weiter oben. Zwischen 6000 und 7000 U/min übernimmt die Leistung der Yamaha YZF-R1 1000 aus dem Jahr 2008, die im Geiste ähnlich dieser 2002 ist, und katapultiert das Motorrad mit einer wütenden Linearität vorwärts. Es ist kein Motor mit explosivem Charakter, sondern ein Düsentriebwerk, das immer stärker schiebt, bis es über 10000 U/min in eine Hysterie gerät. Das präzise Sechsganggetriebe will nur vom programmierbaren Quickshifter gepeitscht werden.
Doch diese R1 ist kein einfaches Motorrad. Sie verlangt Autorität. In Kurven muss man sie befehlen, sie mit Überzeugung annehmen. Einmal engagiert, legt sie sich mit chirurgischer Präzision auf die Schiene, aber ein zögernder Einstieg führt zu einem Aufbegehren, wobei das Lenkrad nervös werden kann. Hier nimmt der Mythos Gestalt an: dieses Motorrad offenbart sein Genie nur denen, die es wagen. Auf der Rennstrecke wird alles klar. Die Fahrwerkssteifigkeit, die auf der Straße tolerierbar ist, findet ihren absoluten Sinn. Die unbequeme Geometrie auf Tour wird logisch, natürlich. Das Motorrad verwandelt sich in eine Erweiterung des Fahrers, scharf, unerbittlich. Die Bremsen mit ihren Vierkolben-Sätteln bieten einen Biss und ein Gefühl, das viele Zeitgenossen noch vor Neid erblassen lassen.

Diese Exklusivität hat ihren Preis im Alltag. Der 17-Liter-Tank erfordert regelmäßige Pausen, und der durchschnittliche Verbrauch einer Yamaha YZF-R1 1000 Factory Superbike aus dem Jahr 2009, die diese Philosophie fortsetzt, ist nicht milder. Die Blende ist ein reines Designelement und bietet kaum Schutz, sobald der Tacho 140 km/h überschreitet. Und einen Beifahrer mitzunehmen ist eine sichere Quelle für einen Streit. Es ist ein egoistisches Motorrad, konzipiert für ein einziges Wesen: seinen Fahrer.

Für wen also? Auf keinen Fall für einen Anfänger oder für denjenigen, der einen Reisepartner sucht. Die YZF-R1 2002 ist die absolute Waffe des anspruchsvollen Streckenpiloten und des reinen und harten Sporttourers, der bereit ist, zu leiden, um die mechanische Ekstase zu erreichen. Sie hat nicht die theatralische Verrücktheit eines Ducati 998 aus dieser Zeit, noch die kalte Perfektion eines Honda CBR954RR. Sie hat ihren Charakter, rau, direkt, authentisch. Kritiken zur Yamaha YZF-R1 1000 aus dem Jahr 2009 oder Fragen zum Preis einer Yamaha YZF-R1 1000 aus dem Jahr 2016 in Frankreich zeigen, dass die Abstammungslinie fortbesteht, aber diese 2002 bleibt das Archetyp, das Motorrad, das sagte: "Das ist, was ich kann. Sie müssen entscheiden, ob Sie damit fertig werden können." Es war eine Motorradstunde, brutal und unvergesslich.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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