Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 175.0 ch @ 12500 tr/min (128.7 kW)
- Drehmoment
- 98.1 Nm @ 10500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12,4:1
- Bohrung × Hub
- 77 x 53,6 mm
- Ventile/Zylinder
- 5
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- deltabox V double poutre en alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 208.00 kg
- Trockengewicht
- 173.00 kg
- Neupreis
- 13 699 €
Übersicht
Man erinnert sich doch an dieses Gefühl, wenn man zum ersten Mal ein perfektes Motorrad sieht? Im Jahr 2006 muss Yamaha dieses Gefühl gehabt haben, als es seine eigene R1 betrachtete. Warum sollte man eine Silhouette verändern, die zu einer Ikone geworden ist, eine so gelungene Zeichnung, die fast schwindelerregend ist? Die Marke traf daher eine kluge und seltene Entscheidung: ein Kunstwerk nicht zu verschandeln. Die optischen Änderungen beschränken sich auf Details, wie freiere goldene Gabelholme oder lackierte Lufteinlässe. Die eigentliche Arbeit, die Goldschmiedearbeit, fand unter der Karosserie statt.

Denn es musste die Bestie weiterentwickelt werden. Der 998 cm³-Motor, der bereits furchterregend war, gewinnt drei Pferde und erreicht 175 PS bei 12500 U/min. Bei der Leistung der Yamaha YZF-R1 1000 wird nicht geschummelt. Dieser Gewinn resultiert aus einer akribischen Verfeinerung: verkürzte Ventilführungen für einen großzügigeren Ansaugtrakt, polierte Lufteinlässe, überarbeitete Kupplung. Es ist die Suche nach der perfekten Atmung. Das Drehmoment bleibt bei 98 Nm, ein Wert, der die Brutalität der Beschleunigung allein nicht erklärt. Es ist das Gesamtpaket, diese Fähigkeit, ihre 208 kg voll bepackt in einen Horizont zu schleudern, der bei 285 km/h dahinschmilzt.
Das wahre Meisterstück liegt jedoch im Fahrgestell. Das Deltabox-Aluminiumchassis erfährt eine strategische Diät, gewinnt an Agilität, ohne einen Jota an Steifigkeit zu verlieren. Der Schwingarm verlängert sich um 20 mm, die Motoraufhängungspunkte werden verändert, und die Massenverteilung verschiebt sich um einen entscheidenden Prozentpunkt nach vorne. Diese Zahlen mögen trocken erscheinen, aber auf der Straße bedeuten sie eine chirurgische Präzision. Die 43-mm-Upside-Down-Gabel und der Monoschwingarm schlucken Unebenheiten mit olympinischer Gelassenheit, während die radialen Bremssättel mit doppelten 320-mm-Scheiben absolute Sicherheit vermitteln. Dieses R1 wird nicht gefahren, sondern durchdacht.

Für wen ist dieses Machine gedacht? Auf jeden Fall nicht für einen Anfänger. Es ist die ultimative Waffe des erfahrenen Streckenfahrers, der danach strebt, die mechanische Perfektion zu streifen. Damals platzierte ihr Preis von 13699 Euro sie an der Spitze der Kategorie, eine gerechtfertigte Investition für Spitzentechnologie. Heute variiert der Preis einer Yamaha YZF-R1 1000 von 2006 in Frankreich je nach Zustand, aber sie bleibt ein Sammlerstück, ein Stück Geschichte. Yamaha hat den Luxus noch weiter ausgebaut mit Sondermodellen, wie der R1 SP mit Öhlins-Federung oder dem Racing-Gelb-Farbdesign zum 50-jährigen Jubiläum der Marke. Diese Versionen befeuern immer noch Diskussionen unter Puristen, ebenso wie die Meinungen über die Yamaha YZF-R1 1000 von 2009 für ihren racy Charakter lobend sind.

Gegenüber einer nervöseren Fireblade oder einer möglicherweise zugänglicheren GSX-R übernimmt die R1 2006 ihren Status als anspruchsvolle und totale Maschine. Sie schmeichelt nicht, sie diktiert ihr Tempo. Sie ist der Beweis dafür, dass die Weiterentwicklung manchmal nicht durch eine ästhetische Revolution, sondern durch die zwanghafte Suche nach technischen Details erfolgt, die den ganzen Unterschied ausmachen. Eine Lektion, die einige Hersteller gut tun würden, darüber nachzudenken.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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