Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 143.0 ch @ 9750 tr/min (105.2 kW)
- Drehmoment
- 111.8 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.4 : 1
- Bohrung × Hub
- 100 x 63,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- injection Ø 54 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis en tube d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 128 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 240 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.10 bar
- Hinterreifen
- 190/50-17
- Hinterreifendruck
- 2.20 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 780.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Trockengewicht
- 186.00 kg
- Neupreis
- 16 700 €
Übersicht
Hundertfünfzig Exemplare, nicht eines mehr. Als Ducati beschließt, sich 2007 aus der amerikanischen AMA-Superbike-Meisterschaft zurückzuziehen, entscheidet sich die Firma aus Borgo Panigale, dies mit einer streng limitierten Serie zu würdigen: der 999 S Team USA Limited Edition. Ein Abschiedsgeschenk an die amerikanischen Fans, eine elegante Art, ein Wettbewerbskapitel zu schließen und gleichzeitig den Sammlern ein Objekt unmittelbarer Begierde zu bieten.

Das Prinzip ist bei Ducati wohlbekannt: eine Serienbasis nehmen, sie in die Lackierung des Werksteams hüllen und jedes Detail sorgfältig ausarbeiten, um der Rennmaschine so nah wie möglich zu kommen. Hier ist das Ergebnis beeindruckend. Italienische und amerikanische Flaggen auf dem Gabelkopf, eine pixelgenaue Replika-Lackierung und vor allem eine Besonderheit, die jedes Exemplar zum Unikat macht. Die hinteren Verkleidungsteile tragen die handschriftlichen Unterschriften von Ben Bostrom und Neil Hodgson, den beiden Piloten des Rennstalls. Die Endmontage erfolgt übrigens auf amerikanischem Boden, nach einer nahezu vollständigen Fertigung in Borgo Panigale. Einzig das Fehlen von Scheinwerfern, Rückspiegeln und einer druckbeaufschlagten Gabel erinnert daran, dass man auf offener Straße fährt und nicht auf dem Startplatz von Laguna Seca steht.
Unter dem Kleid keine Überraschung für Kenner der 999 S aus dem Katalog. Der L-förmige Zweizylinder mit 90 Grad Zylinderwinkel und 998 cm³ Hubraum leistet 143 PS bei 9.750 U/min, begleitet von einem großzügigen Drehmoment von 111,8 Nm, das bereits ab 8.000 Touren anliegt. Das Verdichtungsverhältnis von 11,4:1 und die ultrakurzhubige Architektur (Bohrung 100 mm, Hub 63,5 mm) bestätigen das bissige Temperament des Desmo-Twins. Auf Seiten des Fahrwerks findet sich der für Bologna typische Stahlrohr-Gitterrahmen, eine 43-mm-Upside-down-Gabel von Öhlins, ein Federbein desselben Herstellers sowie eine radial montierte Brembo-Bremsanlage mit zwei 320-mm-Scheiben vorn. Erstklassiges Material, stimmig für eine Sportmaschine, die 270 km/h erreichen kann. Das Trockengewicht von 186 kg bleibt für die damalige Zeit im Rahmen, auch wenn die japanische Konkurrenz – allen voran Yamaha R1 und Honda CBR 1000 RR – bereits begann, einige Kilogramm auf der Waage gutzumachen.
Suchen Sie keinen Platz für einen Beifahrer: Die 999 S ist ein kompromissloser Einsitzer, zugeschnitten auf den Fahrer und sonst niemanden. Die auf 780 mm thronende Sitzbank und der 15-Liter-Tank machen deutlich, dass diese Ducati für kurvenreichen Asphalt und Rennstrecken-Tage lebt, nicht für Autobahnreisen. Im Vergleich zur Ahnenreihe der 916, 996 und 998 hatte die 999 allerdings an Zugänglichkeit gewonnen. Das Fahren blieb anspruchsvoll, doch die Maschine biss nicht mehr bei jeder Kurveneinfahrt zu. Dennoch brauchte man solides Können im sportlichen Fahren, um das Potenzial des italienischen Twins auszuschöpfen.
Seinerzeit zu einem Richtpreis von rund 16.700 Euro angeboten, was jenseits des Atlantiks etwa 20.000 Dollar entsprach, richtete sich diese limitierte Edition ebenso an den versierten Sammler wie an den Fahrer, der sich für Ducatis Geschichte im amerikanischen Rennsport begeistert. Heute hat die 999 S Team USA mit ihrer vertraulichen Auflage von 150 signierten Einheiten auf dem Gebrauchtmarkt eine ganz andere Dimension erreicht. Sie bleibt ein greifbares Zeugnis einer Epoche, in der Bologna es verstand, das Ende eines Rennprogramms in ein Sammlerstück zu verwandeln – ohne modernste Elektronik oder aerodynamische Winglets zu benötigen, um die Herzen der Liebhaber italienischer Twins höherschlagen zu lassen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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