Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1854 cc
- Leistung
- 100.0 ch @ 8500 tr/min (65.0 kW)
- Drehmoment
- 155.1 Nm @ 6100 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 9.5:1
- Bohrung × Hub
- 100.0 x 118.0 mm (3.9 x 4.6 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection. Twin-bore Electronic Fuel Injection
- Steuerung
- Overhead Valves (OHV)
- Schmierung
- Dry sump
- Zündung
- Digital TCI
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Aluminium double cradle
- Getriebe
- 5-speed
- Endantrieb
- Belt (final drive)
- Kupplung
- Wet, multiple disc
- Vorderradaufhängung
- Telescopic forks
- Hinterradaufhängung
- Swingarm (Link-type monocross suspension)
- Federweg vorne
- 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- 120 mm (4.7 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 130/70-R18
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/60-R17
- Hinterreifendruck
- 2.80 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 705.00 mm
- Radstand
- 1715.00 mm
- Bodenfreiheit
- 155.00 mm
- Länge
- 2580.00 mm
- Breite
- 1100.00 mm
- Höhe
- 1125.00 mm
- Tankinhalt
- 17.00 L
- Gewicht
- 337.00 kg
- Trockengewicht
- 329.00 kg
- Neupreis
- 15 990 €
Übersicht
Muss eine Maschine unbedingt leicht und agil sein, um ein Gefühl zu vermitteln? Die Yamaha XV1900A Midnight Star antwortet mit einem dumpfen Grollen der Ablehnung. Im Jahr 2008 entschied sich Yamaha, mit einer einfachen Philosophie in die Klasse der großen Hubraummaschinen einzusteigen: Das Drehmoment ist König, und die Präsenz, eine Religion. Hier spricht man nicht mehr von einem einfachen Custom, sondern von einem rollenden Denkmal mit 337 Kilogramm Gesamtgewicht, das alles auf rohe Emotionen und amerikanische Maßstäblichkeit setzt.

Das Herz dieser Bestie ist ein V2 mit langem Hubraum von 1854 cm3, luft- und ölgekühlt, eine Premiere für einen Cruiser der Marke. Die Zahlen sind aussagekräftig: 100 Pferde bei 8500 U/min, aber vor allem ein massives Drehmoment von 155 Nm, das bereits bei niedrigen Drehzahlen verfügbar ist. Es geht nicht um eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h, sondern um diesen souveränen und stetigen Schub, der Ihre Schultern bei geöffnetem Gaspedal anpreißt, selbst im fünften Gang. Das Doppelschwingen-Ausgleichssystem filtert unerwünschte Vibrationen heraus, ohne den Charakter zu verflachen: Man behält das primäre Gefühl des großen Twin bei, ohne die Unannehmlichkeiten. Im Vergleich zu einem Konkurrenten wie der Kawasaki VN 2000, die roher wirkt, setzt die Midnight Star auf eine gewisse mechanische Raffinesse.
Visuell untermauert die Yamaha XV1900A Midnight Star ihren Status als Kultobjekt. Sie ist lang, tief, mit einem Sitz, der 70 cm über dem Boden liegt, und üppig verchromt. Der einzigartige Scheinwerfer, die facettierten Blinker und der massive Auspuff erinnern an ein Retro-Amerika, während die Y-Speichenfelgen und die großformatige hintere Bremsscheibe die „Show-Bike“-Ästhetik bestätigen. Unter diesem klassischen Finish steckt jedoch moderne Technik: ein unter Druck gegossener Aluminiumrahmen mit variabler Wandstärke, um das Gewicht zu reduzieren, ohne die Steifigkeit zu beeinträchtigen, und ein Riemenantrieb für Geschmeidigkeit und Leisigkeit.
Im Sattel diktiert die Maschine ihr eigenes Tempo. Der Radstand von 1715 mm und das beträchtliche Gewicht lassen jede sportliche Ambition in engen Kurven vergessen, die Bodenfreiheit von 155 mm erinnert schnell an ihre Grenzen. Das ist nicht ihre Rolle. Die Midnight Star ist eine Maschine, um lange, gerade Strecken oder breite Straßen mit ruhiger Autorität zu befahren. Die Bremsanlage mit ihren zwei Scheiben vorne ist korrekt, aber nicht sportlich, und stimmt mit dem Fahrstil überein, den sie vorgibt. Der 17-Liter-Tank erinnert mit seiner bescheidenen Reichweite daran, dass das Vergnügen hier sinnlicher als kilometerbezogen ist.
An wen richtet sich dieser Koloss? An den Fernreisenden, der die Gefühl der Kraft der reinen Leistung vorzieht, an den Ästheten, der Chrom und Präsenz liebt, an denjenigen, der einen Custom mit sehr großem Hubraum und einem Hauch von Yamaha-Feinheit sucht. Für 15990 Euro zum damaligen Zeitpunkt bot sie eine japanische Alternative zum amerikanischen „bigger is better“, mit oft überlegener Zuverlässigkeit und Verarbeitung. Es ist kein Motorrad für jedermann, aber für seinen Fahrer wird es schnell zur Selbstverständlichkeit, ein Stück Straße, das im Einklang mit dem Asphalt vibriert.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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