Schlüsselleistung

48 ch
Leistung
🔧
744 cc
Hubraum
🏎️
170 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
805 mm
Sitzhöhe
22.0 L
Tankinhalt
💰
8 199 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
744 cc
Leistung
48.0 ch @ 6200 tr/min (35.3 kW)
Drehmoment
60.8 Nm @ 2800 tr/min
Motortyp
Bicylindre en L à 90°, 4 temps
Kühlung
combiné air / huile
Verdichtungsverhältnis
10.2:1
Bohrung × Hub
80 x 74 mm
Ventile/Zylinder
2
Kraftstoffsystem
Injection Ø 38 mm

Fahrwerk

Rahmen
Double berceau tubulaire en acier
Getriebe
boîte à 5 rapports
Endantrieb
Cardan
Vorderradaufhängung
Fourche téléscopique Ø 40 mm, déb : 130 mm
Hinterradaufhängung
2 amortisseurs latéraux, déb : 118 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 1 disque Ø 320 mm, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 260 mm
Vorderreifen
100/90-18
Hinterreifen
130/80-17

Abmessungen

Sitzhöhe
805.00 mm
Tankinhalt
22.00 L
Trockengewicht
179.00 kg
Neupreis
8 199 €

Übersicht

Während sich die japanischen und europäischen Hersteller mit elektronikbeladenen Superbikes einen Zahlenkrieg lieferten, hat Moto Guzzi ein anderes Terrain gewählt. Das der selbstbewussten Nostalgie, des transalpinen Charmes, der Mechanik, die man ebenso gern betrachtet wie man ihr zuhört. Die Moto Guzzi V7 750 Special 2013 reiht sich in jene Revival-Welle ein, die historische Linien auf modernisierten technischen Grundlagen wieder aufblühen ließ. Gegenüber der Triumph Bonneville, der Referenz des Genres in vergleichbarer Preisklasse, spielt die Italienerin die Karte der mechanischen Authentizität mit ihrem 90°-L-Twin und dem Kardanantrieb. Zwei auf dem Papier ähnliche Philosophien, aber zwei grundverschiedene Temperamente, sobald man im Sattel sitzt.

Moto Guzzi V7 750 SPECIAL

Im Vergleich zur V7-Basis schiebt die Special den Stil-Regler eine Stufe weiter. Die Gussfelgen weichen Speichenrädern, die deutlich besser zum Neo-Retro-Geist des Ganzen passen. Der Tank trägt eine recht gelungene zweifarbige Lackierung in Rot-Orange und Weiß, und sein Fassungsvermögen von 22 Litern verspricht eine komfortable Reichweite für Wochenendtouren. Mit 179 kg Trockengewicht, einer Sitzhöhe von 805 mm und einem Doppelschleifen-Stahlrahmen bleibt die Maschine zugänglich und vertrauenerweckend. Es ist ein Motorrad, das man ohne Bedenken besteigt, auch als Anfänger oder wenn man nach langer Pause wieder auf zwei Räder zurückkehrt. Die Federung – eine 40-mm-Telegabel vorn und zwei klassische Stoßdämpfer hinten – revolutioniert nichts, erledigt aber ihren Dienst für den gemütlichen Straßeneinsatz.

Das große Stück des Jahrgangs 2013 ist die Überarbeitung des 744-cm³-Zweizylinders. Moto Guzzi gibt 70 % neue Teile an, und das spürt man im Datenblatt. Neue Kolben, neue Brennräume, überarbeitete Ansaugung mit einem einzigen 38-mm-Einspritzkörper, der beide Zylinder über einen Y-Sammler versorgt. Das Verdichtungsverhältnis steigt auf 10.2:1, jeder Zylinder erhält seine eigene Lambdasonde. Ergebnis: 48 PS bei 6 200 U/min und vor allem 60,8 Nm Drehmoment, das bereits ab 2 800 U/min anliegt. Das sind keine Zahlen, die auf dem Papier träumen lassen, aber es ist genau das, was man für diesen Motorradtyp braucht. Das üppige und früh anliegende Drehmoment sorgt für Durchzug am Kurvenausgang, ohne den Motor strapazieren zu müssen. Optisch gewinnen die neu gestalteten Ventildeckel an Feinheit, und die Zündkerzen fallen dezenter aus. Auch das Fünfganggetriebe schaltet nun sanfter – ein Punkt, der eindeutig eine Verbesserung verdient hatte.

Man muss sich nichts vormachen: Die Moto Guzzi V7 750 Special ist keine Sportmaschine. Ihre 170 km/h Höchstgeschwindigkeit genügen vollauf, und die Bremsanlage mit einer einzelnen 320-mm-Scheibe vorn samt Vierkolben-Sattel erledigt das Nötigste. Serien-ABS gab es zu dieser Zeit nicht, das sollte man im Hinterkopf behalten. Die englische Konkurrenz bot hier bereits mehr. Aber diese V7 wird nicht nach solchen Kriterien beurteilt. Sie richtet sich an jene, die ein Motorrad mit Seele wollen, mit spürbarem mechanischem Charakter, diesem Vibrieren des quer eingebauten Twins im Leerlauf, das weder ein Paralleltwin noch ein Reihenvierzylinder jemals nachahmen können. Für 8 199 Euro im Jahr 2013 war das der Preis einer bestimmten Vorstellung vom Motorradfahren. Einer, bei der sich das Vergnügen nicht in Pferdestärken misst, sondern in Empfindungen. Und für Geschichtsliebhaber führt diese Special das Erbe der Moto Guzzi V7 750 Special 1971 fort, jener Ikone, die die Legende der Marke aus Mandello del Lario schmiedete. Vierzig Jahre später bleibt die Abstammung erkennbar, und das ist wohl das schönste Kompliment, das man ihr machen kann.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

🔧
Hubraumleistung
63.6 ch/L
In der Kategorie Classic · Hubraum 372-1488cc (1991 verglichene Motorräder)
Leistung 47 ch Top 56%
24 ch Median 50 ch 106 ch

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