Schlüsselleistung

51 ch
Leistung
🔧
744 cc
Hubraum
🏎️
170 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
805 mm
Sitzhöhe
22.0 L
Tankinhalt
💰
8 199 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
744 cc
Leistung
51.0 ch @ 6200 tr/min (37.5 kW)
Drehmoment
60.8 Nm @ 2800 tr/min
Motortyp
Bicylindre en L à 90°, 4 temps
Kühlung
combiné air / huile
Verdichtungsverhältnis
10.2:1
Bohrung × Hub
80 x 74 mm
Ventile/Zylinder
2
Kraftstoffsystem
Injection Ø 38 mm

Fahrwerk

Rahmen
Double berceau tubulaire en acier
Getriebe
boîte à 5 rapports
Endantrieb
Cardan
Vorderradaufhängung
Fourche téléscopique Ø 40 mm, déb : 130 mm
Hinterradaufhängung
2 amortisseurs latéraux, déb : 118 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 1 disque Ø 320 mm, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 260 mm
Vorderreifen
100/90-18
Hinterreifen
130/80-17

Abmessungen

Sitzhöhe
805.00 mm
Tankinhalt
22.00 L
Trockengewicht
179.00 kg
Neupreis
8 199 €

Übersicht

Als die Motorradwelt sich im Wettrüsten um Pferdestärken und elektronische Assistenzsysteme auf F1-Niveau verlor, wählte Moto Guzzi ein anderes Spielfeld. Das des Charmes, des Erbes, der schlichten Freude. Die V7, Mitte der 2000er auf der mechanischen Basis der Breva 750 wiederbelebt, reihte sich genau in jene Neo-Retro-Welle ein, die bald den Markt überrollen sollte. Gegenüber der Triumph Bonneville, damals die absolute Referenz des Segments, spielte die Italienerin die Karte des lateinischen Temperaments und des 90°-V-Twins in L-Konfiguration aus – eine Architektur, die nur Mandello mit so viel Berechtigung für sich beanspruchen kann.

Moto Guzzi V7 750 SPECIAL

Für den Jahrgang 2012 erhält die V7-Baureihe ein Facelift, und die Special dreht die Stil-Schraube eine Stufe weiter als die Basisversion. Schluss mit Gussfelgen, her mit echten Speichenrädern, die die Maschine in einer authentischeren Ästhetik verankern. Der Tank, in einer zweifarbigen Lackierung in Rot-Orange und Weiß gehalten, die an die Moto Guzzi V7 750 Special 1971 erinnert, fasst nun 22 Liter. Genug, um schöne Etappen ins Auge zu fassen, ohne nach jeder Kurve nach der Zapfsäule Ausschau halten zu müssen. Die auf 805 mm thronende Sitzbank und der Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen vervollständigen eine klassische, ausgewogene Silhouette, die Blicke auf sich zieht, ohne es zu übertreiben.

Unter den Motordeckeln ist die geleistete Arbeit weit tiefgreifender als ein bloßes kosmetisches Lifting. Der 744-cm³-Zweizylinder wurde mit rund 70 % neuen Teilen grundlegend überarbeitet. Neu gestaltete Brennräume, neue Kolben und Kolbenringe, ein auf 10.2:1 angehobenes Verdichtungsverhältnis. Die Gemischbildung erfolgt nun über einen einzelnen 38-mm-Einspritzkörper, der beide Zylinder über einen Y-Verteiler versorgt, während jeder Auspufftopf über eine eigene Lambdasonde zur Feinabstimmung der Gemischaufbereitung verfügt. Das Ergebnis liest sich im Datenblatt: 51 PS bei 6 200 U/min und vor allem 60,8 Nm Drehmoment bereits ab 2 800 Touren. Ein Geschoss ist das nicht, das behauptet auch niemand. Aber dieser V-Twin liefert sein Drehmoment sehr tief, mit einer Geschmeidigkeit und Verfügbarkeit, die das Fahren in der Stadt und auf Landstraßen zum Genuss machen. Das Fünfganggetriebe gewinnt ebenfalls an Schaltkomfort, und der Kardanantrieb befreit den Fahrer von jeglicher Kettenpflege. Mit 179 kg trocken bleibt die Maschine kompakt und handlich.

Die Bremsanlage setzt auf eine 320-mm-Scheibe mit Vierkolben-Bremssattel vorne und eine 260-mm-Scheibe hinten. Korrekt, ohne sportlich zu sein – ganz im Sinne der klassischen Federung mit 40-mm-Gabel und zwei seitlichen Federbeinen, die den Komfort auf langen Strecken dem Präzisionsanspruch in der Kurveneinfahrt vorziehen. Die Moto Guzzi V7 750 Special 2013 richtet sich an alle, die ein charakterstarkes Motorrad für den Alltag und Wochenendausflüge suchen, nicht an Schräglagen-Jäger. Mit ihren 170 km/h Höchstgeschwindigkeit muss sie sich auf der Autobahn nicht verstecken, findet ihr bevorzugtes Terrain aber auf den Landstraßen.

Zu einem Preis von 8 199 Euro positionierte sich die Special gegenüber der Bonneville T100 und der Kawasaki W800, zwei Rivalinnen mit unterschiedlichem Temperament, aber vergleichbarem Tarif. Ihr Hauptargument bleibt der quer eingebaute Motor, dessen Zylinder auf beiden Seiten aus dem Rahmen ragen – ein visuelles und mechanisches Alleinstellungsmerkmal im Segment. Man kann ihr eine mitunter ungleichmäßige Verarbeitungsqualität und für schwere Fahrer etwas knapp dimensionierte Federelemente vorwerfen, doch das Gesamtpaket verströmt einen Charme, der sich auf keinem Datenblatt beziffern lässt. Es ist ein Motorrad, das man ebenso mit dem Herzen wie mit dem Verstand wählt, und genau darin liegt seine Stärke in einem Markt, in dem sich viele Neo-Retros damit begnügen, einer seelenlosen modernen Basis ein Vintage-Kleid überzustreifen.

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A

Indikatoren & Einordnung

🔧
Hubraumleistung
67.6 ch/L
In der Kategorie Classic · Hubraum 372-1488cc (1991 verglichene Motorräder)
Leistung 50 ch Top 47%
24 ch Median 50 ch 106 ch

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