Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 773 cc
- Leistung
- 48.0 ch @ 6000 tr/min (35.3 kW)
- Drehmoment
- 62.8 Nm @ 4800 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre Vertical, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 8.4 : 1
- Bohrung × Hub
- 77 x 83 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 34 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double berceau acier
- Getriebe
- boîte à 5 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 107 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 320 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 270 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Vorderreifendruck
- 2.00 bar
- Hinterreifen
- 130/80-18
- Hinterreifendruck
- 2.25 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 790.00 mm
- Tankinhalt
- 15.00 L
- Gewicht
- 222.00 kg
- Neupreis
- 10 300 €
Übersicht
Als die japanische Motorradgeschichte wieder auftauchte, kündigte sie sich nicht an. Im Jahr 1937 baute ein kleiner Tokioter Hersteller namens Meguro seine ersten Motorräder aus Stahl, wobei er sich freimütig von britischen Vorbildern inspirieren ließ, um eine 500er anzubieten, die das insulare Handwerk atmete. Kawasaki, ein industrieller Gigant mit vielen Tentakeln, absorbierte diesen Landsmann schließlich 1963, tilgte den Namen, bewahrte aber die DNA. Die K3 ist die Auferstehung dieses vergessenen Namensgebers, der auf die W800 gepfropft wurde wie ein Familientattoo, das in einer Schublade wiedergefunden wurde.

Um zu verstehen, warum „K3" und nichts anderes, muss man in die sechziger Jahre zurückgehen. Meguro entwickelte damals eine Maschine, die direkt der englischen BSA A7 nachempfunden war und die sie K1 nannte. Aufeinanderfolgende Weiterentwicklungen brachten die K2 hervor, bevor Kawasaki das Ganze in W1 umbenannte. Diese Bezeichnung bewässerte dann die W650 und die W800, bis die genealogische Logik es erforderlich machte, dort weiterzumachen, wo der Urahn aufgehört hatte. Also K3. Nicht aus Marketinglaune, sondern aus historischer Konsequenz.
Mechanisch wird niemand überrascht sein: Unter der Retrolinie mit den an eine englische Fünfzigerjahre-Maschine erinnernden Kurven schlägt der stehende Zweizylinder-Reihenmotor mit 773 cm³ der W800, der 48 PS bei 6000 U/min und 62,8 Nm Drehmoment bereits ab 4800 U/min liefert. Auf dem Papier ist das bescheiden gegenüber einer Royal Enfield Interceptor 650 oder einer Triumph Bonneville T100, aber darum geht es nicht. Mit 222 kg vollgetankt und einem Sattel auf 790 mm richtet sich die K3 an einen geduldigen Fahrer, der gemütliche Ausfahrten und mechanische Ironie liebt, nicht an jenen, der an der Ampel loshetzen will. Die Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h wird ohne Mühe erreicht, und darum fährt man ohnehin nicht.
Das eigentliche Salz dieser Sonderserie steckt in ihren handwerklichen Details. Der selbstheilende Lack, der normalerweise Premium-Modellen der Baureihe vorbehalten ist, schützt einen einzigartigen Farbton. Das originale Meguro-Emblem von vor der Fusion wird von Handwerkern von Hand auf den Tank aufgetragen. Rote Gedenkinschriften finden sich im Tacho und auf den Luftfilterverkleidungen. Chromelemente weichen mattem Schwarz, einschließlich der Schutzbleche und des breiten Lenkers, gekrönt von einem Sattel mit weißen Biesen und Heizgriffen. Das ist kein modifiziertes Motorrad; das ist eine Absichtserklärung im Gewand eines Zweizylinder-Tourers.
Das Problem, und es ist erheblich, besteht darin, dass diese Meguro K3 ein japanisches Exklusivmodell bleibt. Für umgerechnet 10.300 Euro kann der westliche Sammler nur die Fotos betrachten und warten. Das ist frustrierend, denn diese Sorgfalt bei der Verarbeitung, diese in einem handbemalten Logo verdichtete historische Dichte, hätte ein breiteres Publikum verdient. Kawasaki baut seit 1854, als sich Shozo Kawasaki, kaum siebzehn Jahre alt, ins Schifffahrtsgeschäft stürzte. Dieses Konglomerat, das U-Boote, Züge und Flugzeuge baut, kann sich durchaus eine kleine internationale Edition leisten. Aber nein. Die K3 bleibt nipponisch, und das macht vielleicht auch ihren Wert aus.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Poignées chauffantes
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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