Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 996 cc
- Leistung
- 106.0 ch @ 8500 tr/min (80.3 kW)
- Drehmoment
- 93.0 Nm @ 7000 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 9.4:1
- Bohrung × Hub
- 98.0 x 66.0 mm (3.9 x 2.6 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre alu
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 41 mm, déb : 109 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 120 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Länge
- 2050.00 mm
- Breite
- 750.00 mm
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Gewicht
- 221.00 kg
- Trockengewicht
- 193.00 kg
- Neupreis
- 9 900 €
Übersicht
Wer hat gesagt, dass ein großer Sport-Boxermotor zwangsläufig aus Italien kommen und ein Vermögen kosten muss? Um die Jahrtausendwende lancierte Honda mit der VTR 1000 F Firestorm seinen eigenen Paukenschlag. Die Idee war klar: Die brachialen Gefühle eines 90°-V2 ohne den Aufwand und den Preis einer Maschine aus den Alpen bieten. Mit ihren 106 PS und 93 Nm Drehmoment, die bereits bei niedrigen Drehzahlen verfügbar sind, ist der Motor eine deutliche Absichtserklärung. Er knurrt, er zieht, er hebt die Front ohne Vorwarnung, weit entfernt von der polierten Linearität, die man manchmal mit der Marke verbindet. Dieser Twin ist ein frischer Wind, oder besser gesagt ein kräftiger Stoß, in einer Landschaft, die damals von Hyper-Vierzylindern dominiert wurde.

Allerdings hat dieses Charakteristik einen Preis, und nicht nur an der Tankstelle. Der originale Tank, lächerlich mit seinen 16 Litern, verurteilte den Fahrer zu unaufhörlichen Stopps. Honda reagierte 2001, indem die Kapazität auf 19 Liter erhöht wurde, eine willkommene Verbesserung, die die Firestorm jedoch nicht in eine Tourenmaschine verwandelt. Ihr Durst bleibt legendär. Das ist ein Makel einer Qualität: Dieser Motor ist so spielerisch und gefühlvoll, dass man ihm seinen Durst fast verzeiht. In Bezug auf das Fahrwerk sorgt ein Aluminium-Doppelrohrrahmen und eine direkte Lenkung für Agilität. Die 41-mm-Gabel und der Monoshock bieten einen guten Kompromiss, fest und präzise, außer wenn der Asphalt wirklich verworren wird.
Im Vergleich zu Konkurrenten wie der Ducati 900 SS der damaligen Zeit oder der Suzuki TL1000S positioniert sich der Honda als zivilisiertere, aber kaum weniger anspruchsvolle Alternative. Er ist mechanisch weniger anspruchsvoll als eine Ducati, weniger nervös im unteren Drehzahlbereich als eine Suzuki, aber er behält diese Seele des Boxermotors, die Fahrer anspricht, die Charakter ohne Komplexität suchen. Ihre Bremsleistung ist zwar korrekt, kann aber bei sehr sportlicher Fahrweise ihre Grenzen zeigen, ein Punkt, bei dem die Italiener oft einen Vorteil hatten. Aber zu einem Preis von 9900 Euro war das Verhältnis von Gefühl und Preis schwer zu schlagen.
Was halten Sie heute von der Honda VTR 1000 F Firestorm? Für wen fährt sie? Offensichtlich richtet sie sich nicht an Anfänger, die von ihrem sofortigen Drehmoment und ihrem Gewicht von 221 kg vollgetankt eingeschüchtert sind. Sie wird eher den erfahrenen Motorradfahrer ansprechen, den Liebhaber vibrierender Mechaniken, der ein sportliches Motorrad für den täglichen Gebrauch möchte, ohne eine aseptisierte GT zu wählen. Es ist ein Motorrad mit Charakter, geschaffen für kurvenreiche Straßen und ein Lächeln bei Beschleunigung, aber das Sie daran erinnert, wenn Sie sich einer nahegelegenen Tankstelle nähern. Ein Mangel, der letztendlich zu ihrem Charme und ihrem Kultstatus für Liebhaber reiner und harter V2-Motoren beiträgt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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