Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1000 cc
- Leistung
- 181.0 ch @ 12250 tr/min (133.1 kW)
- Drehmoment
- 113.8 Nm @ 10500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 76 x 55,1 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 46 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre aluminium composite type Diamond
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins NIX30 Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins TTX36, déb : 60 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/50-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 17.70 L
- Gewicht
- 199.00 kg
- Neupreis
- 19 199 €
Übersicht
Wenn Honda beschließt, das Galauniform für seine Fireblade herauszuholen, trägt das Ergebnis zwei Buchstaben, die wie eine Zielflagge knallen: SP. Jahrgang 2016, spielt die CBR 1000 RR Fireblade SP die Premium-Karte in einem Hypersport-Segment, in dem die Konkurrenz keine Geschenke macht. Goldene Felgen, schwedische Federelemente, italienische Bremsanlage. Auf dem Papier ist das ein Rezept, das einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. In der Praxis erweist sich die Realität als deutlich nuancierter.

Der erste Blick genügt, um zu verstehen, dass diese Honda sich nicht an den Sonntagsfahrer richtet. Alles atmet Rennstrecke. Die 43-mm-Upside-Down-Gabel Öhlins NIX30 ersetzt die serienmäßige Showa und wird von einem TTX36-Federbein desselben schwedischen Hauses begleitet – beides ab Werk auf Rennstrecke abgestimmt. Die Gabelbrücken sind spezifisch, die Lenkachse wechselt auf Stahl für mehr Steifigkeit. Der Aluminium-Brückenrahmen in Diamond-Bauweise gibt dem Fahrer mehr Rückmeldung, und genau das erwartet man von einer Maschine, die dafür gebaut ist, Curbs aneinanderzureihen. Auf der Bremsseite beißen Brembo-Monoblock-Sättel mit vier Kolben in zwei 320-mm-Scheiben mit einer Autorität, die beim Anbremsen der harten Zonen beruhigt. Schwer, eine seriösere Serienausstattung zu finden.
Die Ergonomie folgt derselben radikalen Logik. Die Fußrasten wandern 10 mm nach hinten, die Sitzhöhe steigt auf 835 mm, die Bodenfreiheit gewinnt einige Millimeter. Das Ergebnis: ein Schräglagenwinkel von 47 Grad, gegenüber 46 bei der Standardversion. Wir sprechen von millimetergenauen Details, die auf der Rennstrecke den Unterschied ausmachen zwischen Aufsetzen einer Fußraste und sauberem Durchkommen. Die Pirelli SuperCorsa SP in 120/70 und 190/50 vervollständigen das Bild. Straßentauglich, gewiss, aber sie wollen nichts lieber, als auf einer Rennstrecke auf Temperatur zu kommen. Der Beifahrer ist nicht eingeladen. Die Monocoque-Heckpartie und das Fehlen von Soziusrasten bestätigen die Botschaft: Diese CBR transportiert nur einen Fahrer und seine Ambitionen.
Unter der Verkleidung entwickelt der Reihenvierzylinder mit 999 ccm 181 PS bei 12.250 U/min und 113,8 Nm Drehmoment bei 10.500 U/min. Ein in seinen Einlass- und Auslasskanälen überarbeiteter Motor, mit neu gestalteten Ventilsitzen und einer strengen Selektion der Kolben und Pleuel für diese SP-Version. Der Motor arbeitet mit einem Verdichtungsverhältnis von 12,3:1 und atmet durch sechzehn Ventile, verteilt auf eine Bohrung von 76 mm und einen Hub von 55,1 mm. Das Ganze wird über ein Sechsganggetriebe und einen Kettenantrieb übertragen – klassisch und bewährt. Dennoch reichen 2016 181 PS nicht mehr aus, um gegen die Yamaha R1, Kawasaki ZX-10R oder BMW S1000RR die erste Geige zu spielen, die an der 200-PS-Marke kratzen und deutlich umfangreichere elektronische Fahrhilfen an Bord haben.
Hier liegt der Haken. Die CBR 1000 RR SP 2016 verzichtet auf eine Traktionskontrolle und bietet ein kombiniertes C-ABS von Honda als Option an, das die Maschine um 11 kg schwerer macht, während die Bosch- oder Nissin-Systeme der Konkurrenz nur 2 kg wiegen. Mit 199 kg fahrfertig ohne ABS bleibt die Fireblade im Rahmen. Mit ABS schlägt die Waage deutlich auf die falsche Seite aus. Der 17,7-Liter-Tank ermöglicht eine ordentliche Reichweite, und die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h liegt im Standard der Kategorie. Doch bei 19.199 Euro betritt man ein Territorium, in dem die Rivalinnen deutlich ausgefeiltere Elektronikpakete zu vergleichbarem Preis bieten.
Die Honda CBR 1000 RR Fireblade SP 2016 bleibt eine Maschine, an der man hängt, getragen von einem erstklassigen Fahrwerk und hochwertigem Fahrwerks-Equipment. Sie spricht vor allem Markenfans an, jene, die das pure mechanische Gefühl den endlosen Elektronikmenüs vorziehen. Ein Motorrad für Ästheten und Fahrer, das zu seinen Entscheidungen steht – auf die Gefahr hin, gegenüber technologisch aufgerüsteten Konkurrentinnen überholt zu wirken.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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