Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1000 cc
- Leistung
- 201.0 ch (147.8 kW)
- Motortyp
- 4 cylindres en V à 65°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 78 x 52.3 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 330 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/55-17
Abmessungen
- Tankinhalt
- 18.50 L
- Neupreis
- 17 200 €
Übersicht
Stellen Sie sich vor, Aprilia wäre damit nicht zufrieden, Ihnen ein Motorrad mit 201 PS zu verkaufen. Stellen Sie sich vor, die Rennabteilung entscheidet, die Linie zu überschreiten und dem Endkunden direkt das anzubieten, was die Superbike-Teams in ihren Renntrucks erhalten. Genau das repräsentiert die RSV4 R Factory Works: eine Absichtserklärung aus Noale, gerichtet an Fahrer, die die Serienversion für zu zahm halten.

Die Basis ist bereits beeindruckend. Der 65-Grad-V4 mit 999,6 cc, 78 mm Bohrung und 52,3 mm Hub, dreht in einem doppelbrückenförmigen Perimeter-Rahmen aus Aluminium, der sich seit Jahren im Weltrennsport bewährt hat. Die invertierte Öhlins-Gabel mit 43 mm und das Mono-Federbein der gleichen Marke lassen keinen Zweifel an den Absichten der Maschine. Die radial montierten Brembo-Sättel, die 330-mm-Scheiben vorne beißen, vervollständigen ein Bild, das japanischen Streckenmaschinen absolut in nichts nachsteht — eine ZX-10R oder CBR1000RR der gleichen Epoche bieten serienmäßig kein vergleichbares Ausstattungsniveau.
Die Factory Works-Variante geht noch weiter. Das Stock1 MM Race-Programm beginnt damit, die RSV4 dort zu erleichtern, wo es zählt: Entfernung des ABS, Lithium-Batterie, ausgebauter Kühler-Thermostat, vereinfachte Leitungen, sekundäre Luftkühlung. Die ECU wird mit Kennfeldern von Aprilia Racing neu programmiert, und der Motor verliert durch Entfernung der für die Strecke als überflüssig erachteten Komponenten an Gewicht. Das Ergebnis steigt in der gesteigerten Konfiguration auf 230 PS — rund dreißig Einheiten mehr als im Serien-Datenblatt. Da die Straßenversion bereits bei 300 km/h an ihre Grenzen stößt, ist der Zuwachs nicht zu unterschätzen. Geschmiedete Felgen und Öhlins-Federelemente des Race Pack finden sich im Optionskatalog, ebenso der Akrapovic-Auspuff und die vollständige Verkleidung.
Was diesen Ansatz von einem simplen Teilverkauf unterscheidet, ist die Begleitung. Aprilia Racing bietet eine technische Schulung, abgestimmt auf das gewählte Vorbereitungsniveau, gefolgt von einer Validierung auf der Rennstrecke. Man fährt nicht mit einer umgebauten Maschine ab, ohne zu verstehen, was man in Händen hält. Für 17.200 Euro ab Werk — vor Optionen — ist das eine Form von Ernsthaftigkeit, die sich von manchen Herstellern abhebt, die zusätzliche PS ohne Bedienungsanleitung verkaufen.
Dieses Programm richtet sich klar an ein sehr spezifisches Publikum: erfahrene Fahrer, Stammgäste auf der Rennstrecke, die ein homologiertes Motorrad für Superbike-Kundenmeisterschaften suchen, ohne eine reinrassige Rennmaschine erwerben zu müssen. Auf der Straße ergibt die RSV4 in dieser Konfiguration keinen Sinn. Die Ergonomie ist auf Kurvenlinien ausgelegt, der Komfort nicht vorhanden, und die Nervosität des Motors in der Race-only-Version verlangt starke Handgelenke und einen fest sitzenden Helm. Doch genau das ist der Vertrag — unmissverständlich dargelegt beim ersten Blick auf das Vorbereitungsblatt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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