Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1000 cc
- Leistung
- 181.0 ch @ 12250 tr/min (133.1 kW)
- Drehmoment
- 113.8 Nm @ 10500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12.3 : 1
- Bohrung × Hub
- 76 x 55,1 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 46 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre aluminium composite type Diamond
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins NIX30 Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins TTX36, déb : 60 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 190/50-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 835.00 mm
- Tankinhalt
- 17.70 L
- Gewicht
- 199.00 kg
- Neupreis
- 19 199 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die Zeit, als die Fireblade die Konkurrenz das Fürchten lehrte? 2015 versucht Honda, diese Flamme mit der CBR 1000 RR SP neu zu entfachen – einer geschärften Version ihres Hypersportlers, im Repsol-Design von Marc Marquez lackiert. Goldene Felgen, aggressive Linienführung, eine auf Angriff getrimmte Silhouette: Diese SP macht keinen Hehl aus ihren Ambitionen. Sie will auf die Rennstrecke, und das signalisiert sie vom ersten Blick an.

Das große Argument dieser Edition ist ihr Fahrwerk. Honda hat die Showa-BPF-Gabel der Standardversion gegen eine 43-mm-Öhlins-NIX30-Upside-down-Gabel getauscht, montiert auf speziellen Gabelbrücken und einer Lenkachse aus Stahl. Am Heck vervollständigt ein Öhlins-TTX36-Federbein das Bild, mit verstärkten Aufnahmepunkten zur Verbesserung der Steifigkeit des Aluminium-Brückenrahmens. Das Ganze ist ab Werk auf Rennstrecke abgestimmt. Ein Werkstattbesuch vor dem ersten Ausritt auf den Circuit ist nicht nötig. Bei der Bremsanlage liefert Brembo radial verschraubte Monoblock-Sättel an zwei 320-mm-Scheiben, mit eigens für diese Version ausgelegten Kolben. Das Ensemble atmet Wettbewerb. Die Sitzposition folgt derselben Logik: Fußrasten um 10 mm nach hinten versetzt, weiter geöffnete Stummellenker, Sitzhöhe und Bodenfreiheit um 4 mm erhöht. Der Schräglagenwinkel erreicht 47 Grad, gegenüber 46 bei der Standard-RR. Die ab Werk montierten Pirelli SuperCorsa SP in 120/70-17 vorn und 190/50-17 hinten sind zwar straßenzugelassen, aber eindeutig für den glatten Asphalt einer Rennstrecke konzipiert.
Unter der Verkleidung leistet der Reihenvierzylinder mit 999 cm3 dank überarbeiteter Ventilsitze und Einlasskanäle 181 PS bei 12 250 U/min und 113,8 Nm Drehmoment bei 10 500 U/min. Handselektierte Kolben und Pleuel, eine erleichterte Ölpumpe: Honda pflegt die Details. Dennoch bleiben diese 181 PS hinter den 200 PS zurück, die BMW S 1000 RR oder Kawasaki ZX-10R zur selben Zeit bereits boten. Der japanische Vierzylinder ist drehfreudig und genussvoll, doch es fehlt ihm an roher Durchschlagskraft, um in derselben Liga mitzuspielen.
Und dann gibt es das leidige Thema: das ABS. Honda hält an seinem kombinierten C-ABS fest, das optional erhältlich ist. Das System funktioniert gut, seine Erfolge im Langstreckensport belegen das. Doch es bringt 11 kg auf die Waage, während die Konkurrenzlösungen von Bosch oder Nissin nur zwei Kilogramm beisteuern. Bei einer Sportmaschine mit 199 kg fahrfertig und einem Preis von 19 199 Euro ist dieses Mehrgewicht schwer zu rechtfertigen. Zumal die Konkurrenz serienmäßig Traktionskontrolle, mehrere Motormappings und ein leichtes Sport-ABS mitbringt. Die CBR 1000 RR SP bietet nichts davon.
Diese Fireblade SP bleibt eine verführerische Maschine für Honda-Getreue, für jene, die japanische Fertigungsqualität und den Genuss eines gut geborenen Fahrwerks zu schätzen wissen. Der Solius-Heckrahmen, das Fehlen von Soziusrasten, die 17,7 Liter Tankinhalt für Session um Session: Alles ist auf den Fahrer allein gegen die Stoppuhr ausgelegt. Doch 2015 reicht Leidenschaft nicht mehr aus, um den technologischen Rückstand auszugleichen. Gegenüber Rivalinnen, die mit Elektronik vollgepackt und leistungsstärker sind, setzt die SP eher auf die Karte der Emotion als auf die der reinen Effizienz. Eine respektable Entscheidung, die sie jedoch eher einem Kennerkreis vorbehält als den Jägern der Bestzeit.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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