Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1868 cc
- Leistung
- 94.0 ch @ 5020 tr/min (69.1 kW)
- Drehmoment
- 154.9 Nm @ 3250 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 45°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 102 x 114 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- structure tubulaire en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 49 mm, déb : 130 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur sous la selle, déb : 86 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 292 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 100/90-19
- Hinterreifen
- 150/80-16
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 680.00 mm
- Tankinhalt
- 13.20 L
- Gewicht
- 297.00 kg
- Trockengewicht
- 286.00 kg
- Neupreis
- 17 650 €
Übersicht
Was unterscheidet einen ehrlichen Custom von einem Bobber, der einem in die Eingeweide fährt? Vermutlich das, was Harley-Davidson in den Tank seiner Street Bob FXBB Jahrgang 2024 gepackt hat. Kein besonders großer Tank übrigens, kaum 13,2 Liter, gerade genug, um daran zu erinnern, dass dieses Motorrad keinerlei Zugeständnisse an die Bequemlichkeit macht. Es zieht es vor, einen in ein brutales Zwiegespräch mit seinem V-Twin Milwaukee-Eight von 1868 cm3 zu verwickeln, im 45-Grad-Winkel angeordnet, wie es die Tradition aus Milwaukee seit über einem Jahrhundert verlangt.

Die große Neuerung ist der Wechsel zum 114-Cubic-Inches-Aggregat. Und das Ergebnis spürt man im Kreuz. 94 PS bei 5020 U/min, das ist ordentlich, ohne umwerfend zu sein, aber das wahre Argument findet sich weiter unten im Drehzahlband. 154,9 Nm Drehmoment bei lediglich 3250 U/min – das ist die Signatur dieser Maschine. In diesem Bereich schiebt der Zweizylinder gewaltig an, mit einer satten Geschmeidigkeit, die eher an einen Lokomotiv-Diesel erinnert als an einen Motorradmotor. Das Verdichtungsverhältnis von 10,5:1 und die langen Hübe von 114 mm bei einer Bohrung von 102 mm bestätigen diese Berufung zum edlen Traktor. Gegenüber einer Indian Chief Dark Horse oder einer Triumph Bonneville Bobber spielt die Street Bob eine andere Partitur. Weniger raffiniert als die Engländerin, weniger auftrumpfend als die Indianerin, setzt sie alles auf unverhohlene mechanische Brutalität.
Das Softail-Chassis hat die Nostalgiker des Dyna-Rahmens verstummen lassen, und man muss anerkennen, dass das Fahrwerk dabei gewonnen hat. Das unter dem Sitz verborgene Monofederbein bietet mit seinen 86 mm Federweg einen Anschein von Komfort, während die 49-mm-Upside-Down-Gabel vorne 130 mm verarbeitet. Das ist wenig, aber ausreichend für das Straßenprogramm, das dieses Motorrad vorschlägt. Mit 297 kg fahrfertig und einer Sitzhöhe von 680 mm über dem Boden pflanzt die Street Bob beide Füße auf den Asphalt und beruhigt auch kleinere Staturen. Die Bremsanlage – eine 300-mm-Scheibe vorne, gegriffen von einem Vierkolbensattel, und eine 292-mm-Scheibe hinten – erledigt die Arbeit ohne besondere Genialität. In diesem Punkt machen eine Yamaha Bolt oder eine Honda Rebel 1100 mehr für weniger Geld.

Der Stil hingegen duldet keinerlei Diskussion. Speichenräder, Gabelfaltenbalge, hochgezogene Shotgun-Auspuffanlage, dunkle Lackierung bis in den letzten Winkel. Die Street Bob pflegt eine puristische Ästhetik, bei der jedes überflüssige Element über Bord geworfen wurde. Der Tacho, auf seinen einfachsten Ausdruck reduziert, versteckt sich unter dem Lenker, als schäme er sich zu existieren. Information ist zweitrangig. Was zählt, ist die Haltung, die weit gespreizten Arme am breiten Lenker, der Blick über den runden Scheinwerfer hinweg. Harley hat sogar ein Soziuspolster hinzugefügt, eine Geste der Offenheit, die fast im Widerspruch zum einzelgängerischen Temperament der Maschine steht.

Für 17 650 Euro richtet sich die Street Bob an ein klar definiertes Publikum. Nicht an den Anfänger, der einen erschwinglichen ersten Custom sucht, und nicht an den Langstreckenfahrer, der Kilometer frisst. Sie zielt auf den Motorradfahrer, der einen authentischen Bobber will, roh und ungeschliffen, mit einem dicken Twin, der zwischen den Beinen pulsiert, und einem Sechsgang-Riemenantrieb, der die Pferdestärken ohne übermäßigen Wartungsaufwand überträgt. Ein Motorrad der Überzeugung, nicht des Kompromisses. Und genau das macht seine Stärke in einem Segment aus, in dem zu viele Konkurrentinnen versuchen, es allen recht zu machen.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS de série
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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