Schlüsselleistung

90 ch
Leistung
🔧
1890 cc
Hubraum
⚖️
304 kg
Gewicht
🏎️
180 km/h
Höchstgeschwindigkeit
💺
662 mm
Sitzhöhe
15.1 L
Tankinhalt
💰
19 990 €
Neupreis
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Technische Daten

Motor

Hubraum
1890 cc
Leistung
90.0 ch (66.2 kW)
Drehmoment
156.0 Nm @ 3300 tr/min
Motortyp
Bicylindre en V à 49°, 4 temps
Kühlung
par air
Verdichtungsverhältnis
11 : 1
Bohrung × Hub
103.2 x 113 mm
Ventile/Zylinder
2
Kraftstoffsystem
Injection Ø 54 mm
Starter
électrique

Fahrwerk

Rahmen
Structure en tubes d'acier
Getriebe
boîte à 6 rapports
Endantrieb
Courroie
Vorderradaufhängung
Fourche téléhydraulique Ø 46 mm, déb : 132 mm
Hinterradaufhängung
2 amortisseurs latéraux, déb : 75 mm

Bremsen

Vorderradbremse
Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
Hinterradbremse
Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
Vorderreifen
130/90-16
Vorderreifendruck
2.48 bar
Hinterreifen
180/65-16
Hinterreifendruck
2.76 bar

Abmessungen

Sitzhöhe
662.00 mm
Sitztyp
Selle biplaces
Tankinhalt
15.10 L
Gewicht
304.00 kg
Trockengewicht
304.00 kg
Neupreis
19 990 €

Übersicht

Was ist ein Bobber, wenn das Motorrad, von dem er abstammt, bereits einer ist? Das ist das Paradox, das die Indian Chief Bobber Dark Horse seit ihrem Erscheinen im Katalog von Springfield aufwirft. Die Chief spielt in ihrer Standardversion bereits die Karte der Reduktion aus. Dann das Abzeichen „Bobber" auf eine Maschine zu pfropfen, die ohnehin schon die Reinheit kultiviert, ist eher eine Stilübung als ein echter mechanischer Bruch. Dennoch zieht die Indian Chief Bobber Dark Horse in der Version 2026 diese Haltung konsequent durch, selbst auf die Gefahr hin, die Etiketten zu verwischen.

Indian Chief Bobber Dark Horse

Das Paradox setzt sich im Design fort. Ein Bobber ist per Definition ein auf das Wesentliche reduziertes Motorrad. Nur dass sich die Dark Horse Elemente leistet, die die Basis-Chief souverän ignoriert. Verkleidete Gabel und Stoßdämpfer, eine skulptural geformte Scheinwerfergondel, Speichenfelgen mit einem 130/90-16 vorne, der den Eindruck erweckt, den Asphalt regelrecht umzupflügen. Das Ganze getaucht in einen dunklen Farbton namens Black Smoke, der die Chromteile zugunsten einer rohen Präsenz verschwinden lässt. Wo sich diese Bobber wirklich abhebt, ist die Sitzposition, die sie einem aufzwingt. Der Ape-Hanger-Lenker platziert die Handgelenke oberhalb der Schultern, die vorverlegten Fußrasten drücken die Stiefel gegen die Wiege des Rahmens. Die Sitzbank, auf 662 mm Höhe fixiert, verankert einen in der Maschine. Man fährt dieses Motorrad nicht, man trägt es wie eine Attitüde. Das ist purer Custom, kompromisslos, gleichermaßen kalibriert für den Boulevard wie für die einsame Landstraße.

Unter dieser Cowboy-Haltung verbirgt sich der Thunderstroke 116, ein V-Twin mit 49 Grad Zylinderwinkel und 1890 cm3 Hubraum. Bei dieser Art von Mechanik zählt die reine Leistung von 90 PS weniger als das Drehmoment. Und das spricht mit 156 Nm ab 3 300 U/min eine deutliche Sprache. Es ist eine Kavalkade von Newtonmetern, die einem bei jedem Gasaufziehen die Arme langzieht, begleitet von einem tiefen, rhythmischen Grollen. Der Motor zeigt sich auch clever dank der Zylinderabschaltung des hinteren Zylinders im Stand, damit sich die Oberschenkel an heißen Sommertagen nicht in eine Grillplatte verwandeln. Auf der Antriebsseite erledigen der Riemen und das Sechsganggetriebe ihre Arbeit ohne Umstände. Die Kupplung, überarbeitet für mehr Geschmeidigkeit, verlangt weniger Kraftaufwand an der linken Hand – ein Detail, das im Stadtverkehr mit einer 304 kg schweren Maschine vollgetankt das Leben verändert.

Die Serienausstattung lässt keine Wünsche offen. Doppelschleifen-Stahlrahmen, eine 300-mm-Bremsscheibe pro Rad mit Vierkolben-Bremssattel vorne und Zweikolben hinten, ABS, drei Einspritzkennfelder, Tempomat, schlüsselloser Start, TFT-Farbdisplay mit Smartphone-Anbindung und integrierter GPS-Navigation, USB- und 12V-Anschluss. Der 15,1-Liter-Tank bleibt der Reibungspunkt: Mit einem V-Twin dieses Hubraums wird sich die Reichweite in kurzen Glücksmomenten bemessen. Wer sich fragt, was eine Indian Chief Bobber Dark Horse kostet, findet die Antwort bei 19 990 Euro – ein beträchtlicher Aufpreis gegenüber der Standard-Chief. Im Vergleich zu einer Harley-Davidson Fat Bob 114 oder einer Triumph Bonneville Bobber steigt die Rechnung, aber Hubraum und Drehmoment sprechen für sie. Der Zubehörkatalog der Indian Chief Bobber Dark Horse erlaubt es zudem, die Maschine nach eigenem Geschmack zu individualisieren, vom dezenten Windschild bis zu den Seitentaschen.

Dieses Motorrad richtet sich an ein bestimmtes Publikum. Nicht an den Anfänger, der noch seine Orientierung sucht, nicht an den Rennstreckenfahrer auf der Jagd nach Bestzeiten. Sie zielt auf den Motorradfahrer, der mit Charakter unter der Sitzbank unterwegs sein will, der das Grollen eines großen Twins der Präzision eines Vierzylinders vorzieht und bereit ist, ein wenig Agilität zugunsten einer magnetischen Präsenz zu opfern. Die Chief Bobber Dark Horse lässt sich nicht anhand eines Datenblatts beurteilen. Man erlebt sie auf einem Band warmen Asphalts, zwischen zwei Reihen Straßenlaternen, wenn der V-Twin seinen binären Rhythmus in die Nacht pulsiert. Dort, und nur dort, fällt sie ihr Urteil.

Serienausstattung

  • Assistance au freinage : ABS
  • Nombre de mode de conduite : 3
  • Taille de l'écran TFT couleur : 10,16 cm / 4 pouces
  • Jantes à rayon
  • Régulateur de vitesse
  • Bluetooth
  • Prise USB
  • Démarrage sans clé

Praktische Infos

  • La moto est accessible aux permis : A
  • Pays de fabrication : Etats-Unis

Indikatoren & Einordnung

Leistungsgewicht
0.29 ch/kg
🔄
Drehmoment / Gewicht
0.51 Nm/kg
🔧
Hubraumleistung
47.0 ch/L
In der Kategorie Custom / cruiser · Hubraum 945-3780cc (2643 verglichene Motorräder)
Leistung 89 ch Top 43%
50 ch Median 85 ch 158 ch
Gewicht 304 kg Leichter als 60%
240 kg Median 309 kg 380 kg
L/G-Verhältnis 0.29 ch/kg Top 35%
0.18 Median 0.26 0.52 ch/kg

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Häufig gestellte Fragen

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