Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1890 cc
- Leistung
- 90.0 ch (66.2 kW)
- Drehmoment
- 156.0 Nm @ 3300 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 49°, 4 temps
- Kühlung
- par air
- Verdichtungsverhältnis
- 11 : 1
- Bohrung × Hub
- 103.2 x 113 mm
- Ventile/Zylinder
- 2
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 54 mm
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- Structure en tubes d'acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Courroie
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique Ø 46 mm, déb : 132 mm
- Hinterradaufhängung
- 2 amortisseurs latéraux, déb : 75 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 300 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 130/90-16
- Vorderreifendruck
- 2.48 bar
- Hinterreifen
- 180/65-16
- Hinterreifendruck
- 2.76 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 665.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 15.10 L
- Gewicht
- 324.00 kg
- Trockengewicht
- 324.00 kg
- Neupreis
- 24 590 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an die Dyna Switchback? Harley hat sie sang- und klanglos beerdigt, doch das Konzept des verwandelbaren Customs zum kleinen Sonntagstourer ist nie wirklich verschwunden. Indian hat das erkannt und die Super Chief Limited ins Programm geschoben, genau zwischen der nackten Chief und den Kolossen vom Typ Chieftain oder Springfield. Das Prinzip ist glasklar: Man nehme eine moderne Chief, verpasse ihr eine Windschutzscheibe, Ledertaschen, Trittbretter und einen hochgezogenen Cruiser-Lenker, und man erhält eine Maschine, die ein verlängertes Wochenende mühelos bewältigt. Das Datenblatt der Indian Super Chief Limited 2026 bestätigt diese vielseitige Ausrichtung, mit einer niedrigen Sitzhöhe von 665 mm, die auch kleinere Staturen beruhigt, und einem Gewicht von 324 kg fahrfertig, das für diese Kategorie noch im Rahmen bleibt. Im Rahmen, ja, aber nicht leicht. Dreißig Kilo mehr als die ursprüngliche Chief – das ist der Preis der Reiseausstattung.

Unter dem glänzenden Chrom schlägt der Thunderstroke 116, dieser luftgekühlte V-Twin mit 49° Zylinderwinkel und 1890 cc, der das Hauptargument der Baureihe darstellt. Die 90 PS werden auf dem Papier niemanden beeindrucken, schon gar nicht gegenüber einer Sport Glide mit ihren ebenfalls 90 PS, aber es ist das Drehmoment, das den Unterschied macht: 156 Nm bei nur 3300 U/min. Allerdings ist dieser Wert im Vergleich zu den Vorjahren leicht gesunken. Die Indian Super Chief Limited 2023 und 2024 zeigten sich in diesem Bereich noch eine Spur großzügiger. In der Praxis bleibt der Unterschied marginal, und der amerikanische Twin bewahrt jenen kraftvollen und unmittelbaren Schub, der große langhubige V-Twins auszeichnet (103,2 x 113 mm Bohrung und Hub, für die Neugierigen). Das Sechsganggetriebe überträgt alles per Riemen – Garant für Laufruhe und geringen Wartungsaufwand. Die Kupplung, seit 2023 bei allen Thunderstroke- und Powerplus-Modellen überarbeitet, bietet eine leichtgängigere Bedienung, die die linke Hand im Stau weniger ermüdet. Ein Detail, das zählt, wenn man im Stand über drei Zentner wiegt.
Was das Fahrwerk betrifft, hat Indian die Basis der Chief Dark Horse übernommen: Stahlrohrrahmen mit kürzerem Radstand und einem steileren Lenkkopfwinkel als auf der alten 1811er-Plattform. Der Zugewinn an Handlichkeit ist spürbar, auch wenn niemand mit dieser Maschine enge Kurven angreifen wird. Die Bremsanlage besteht aus einer 300-mm-Scheibe pro Rad, vorn mit einem Vierkolben-Sattel und hinten mit einem Zweikolben-Sattel, alles vom ABS überwacht. Die telehydraulische Gabel mit 46 mm Durchmesser bietet 132 mm Federweg, während sich die beiden hinteren Stoßdämpfer mit 75 mm begnügen. Für beschädigten Asphalt ist das knapp, aber für den angepeilten Straßeneinsatz stimmig. Die Speichenfelgen mit 16-Zoll-Bereifung vorn und hinten (130/90 und 180/65) unterstreichen den neoklassischen Stil des Ganzen.

Der Test der Indian Super Chief Limited offenbart einen einnehmenden Charakter: Sie ist weder ein Bagger noch ein reiner Custom, sondern ein cleverer Mittelweg für den Motorradfahrer, der eine einzige Maschine für mehrere Rollen sucht. Der schlüssellose Start, das 4-Zoll-TFT-Touchdisplay mit GPS und Smartphone-Konnektivität, der Tempomat und die drei Fahrmodi modernisieren das Erlebnis, ohne den Old-School-Charakter zu verfälschen. Die Ledertaschen mit ihren insgesamt 36,7 Litern Fassungsvermögen werden die Ambitionen des Fernreisenden ebenso einschränken wie der 15,1-Liter-Tank, der häufige Stopps erzwingt. Für echtes Langstreckentouring bleibt die Roadmaster unumgänglich. Der Preis der Indian Super Chief Limited 2026 liegt bei 24 590 Euro, also rund 25 % über der Chief-Basis. Das ist der Aufpreis für Vielseitigkeit und das allgegenwärtige Chrom, das jedes Gehäuse, jede Armatur und jeden Zentimeter Auspuff ziert. Für all jene, die dieses Glanzfestival abschreckt, gibt es die Dark-Horse-Variante, ganz in Schwarz gehüllt. Doch dann verliert man einen guten Teil des Charmes. Diese Super Chief Limited richtet sich an den Sonntagsreisenden, der sich nicht zwischen Stil und Funktionalität entscheiden will und bereit ist, leicht zu packen, um mit Panache zu fahren.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Volume de rangement : 36.7 litres
- Taille de l'écran TFT couleur : 10,16 cm / 4 pouces
- Jantes à rayon
- Indicateur de vitesse engagée
- Régulateur de vitesse
- Bluetooth
- Prise USB
- Démarrage sans clé
- Valises
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Pays de fabrication : Etats-Unis
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