Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 992 cc
- Leistung
- 86.0 ch @ 7750 tr/min (68.4 kW)
- Drehmoment
- 93.0 Nm @ 5750 tr/min
- Motortyp
- V2, four-stroke
- Kühlung
- Air
- Verdichtungsverhältnis
- 10.0:1
- Bohrung × Hub
- 94.0 x 71.5 mm (3.7 x 2.8 inches)
- Ventile/Zylinder
- 2
- Nockenwellen
- 1 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection. Marelli electronic fuel injection, 45 mm throttle body
- Steuerung
- Desmodromic valve control
- Starter
- Electric
Fahrwerk
- Rahmen
- Tubular steel trellis
- Getriebe
- 6-speed
- Endantrieb
- Chain (final drive)
- Kupplung
- Dry multiplate with hydraulic control
- Vorderradaufhängung
- Showa 43 mm upside-down fully adjustable lightweight fork
- Hinterradaufhängung
- Progressive cantilever linkage with fully adjustable Öhlins monoshock with length adjustment. Aluminium swingarm
- Federweg vorne
- 120 mm (4.7 inches)
- Federweg hinten
- 145 mm (5.7 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 820.00 mm
- Radstand
- 1395.00 mm
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Gewicht
- 188.30 kg
- Trockengewicht
- 179.40 kg
- Neupreis
- 10 795 €
Übersicht
Träumst du von einer Ducati, hast aber Angst, dir auf einer zu radikalen 999 die Flügel zu verbrennen? 2006 hatte die Marke aus Borgo Panigale genau eine Maschine für V2-Liebhaber entwickelt, die ein psychiatrisches Heim ablehnen: die Supersport 1000 DS. Das ist keine reine Sportmaschine, sondern eine sportliche Tourenmaschine im italienischen Stil, ein Kompromiss, der nach Benzin und starkem Kaffee schmeckt.

Unter ihrem 16-Liter-Tank schlägt ein großer V2-Motor mit 90°, luftgekühlt und mit zwei Ventilen pro Zylinder. Mit 86 PS bei 7750 U/min und 93 Nm Drehmoment, das ab 5750 U/min verfügbar ist, sind wir weit entfernt von der Größenwahn-Philosophie der japanischen Supersportler. Die Philosophie ist eine andere: Hier zieht der Motor wie ein Kraftprotz aus den mittleren Drehzahlen, mit einem progressiven Schub, der den Rücken drückt, ohne den Grip zu verlieren. Die tiefe Klangfarbe und das charakteristische Dröhnen der Ducati-Twins machen das Gesamtbild aus. Es ist ein Motor, der auf dem Monster 1000 und dem Multistrada der damaligen Zeit seine Bewährung gefunden hat, zuverlässig und voller Charakter, obwohl seine Luftkühlung in Sommertime-Staus ihre Grenzen zeigen kann.
Das Stahlrohr-Gitterchassis und die vollständig einstellbare Showa-Upside-Down-Gabel sorgen für ein ernstes Fahrverhalten. Hinten geben der einstellbare Öhlins-Dämpfer und der Aluminium-Schwingarm den Ton an: Man befindet sich auf einem Motorrad, das dafür gemacht ist, Kurven zu verschlingen. Aber Vorsicht, die Fahrposition ist kompromisslos. Mit einem Sitz bei 820 mm und tiefen Lenkern ist der Körper nach vorne geneigt, Handgelenke und Rücken nehmen es in Kauf. Der Radstand von 1395 mm und ein fahrbereites Gewicht von 188 kg machen es nicht zu einem wendigen Stadtmotorrad. Man muss es mit Kraft nehmen, es mit Überzeugung in Kurven lenken. Die Lenkung ist direkt, aber etwas schwer bei niedrigen Geschwindigkeiten. Das ist der Preis für eine bemerkenswerte Stabilität, sobald es in Bewegung ist.
Gegen einen Konkurrenten wie die Suzuki SV 1000 spielt die Ducati eine gegensätzliche Rolle. Die Suzuki ist einfacher, vielseitiger und günstiger. Die Supersport 1000 DS hingegen verlangt von ihrem Fahrer, züchtigt ihn ein wenig, belohnt ihn aber mit rohen Empfindungen und einer ausgeprägten Persönlichkeit. Zu über 10.000 Euro damals war dies eine Investition für einen Enthusiasten, der Authentizität gegenüber reinem Leistungsanspruch suchte. Sie zielt nicht auf den reinen Rennfahrer ab, sondern auf den sportlichen Tourenfahrer, der einige Opfer für das Vergnügen einer lebendigen Mechanik und eines ehrlichen Fahrwerks akzeptiert.
Diese Ducati macht keine Geschenke. Sie vibriert, sie erwärmt sich, sie ermüdet. Aber sie vermittelt auch Schauer, die nur wenige Maschinen in dieser Preisklasse boten. Es ist ein Motorrad mit Charakter, geschaffen für kurvenreiche Straßen und Fahrer, die es lieben, die Maschine unter sich arbeiten zu fühlen. Ein Objekt der Leidenschaft, nicht der Vernunft.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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