Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 143.0 ch @ 9500 tr/min (105.2 kW)
- Drehmoment
- 101.0 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.8:1
- Bohrung × Hub
- 97 x 67,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 57 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre en alliage alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur Öhlins, déb : 133 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 211.00 kg
- Trockengewicht
- 185.00 kg
- Neupreis
- 16 849 €
Übersicht
Wenn Noale beschließt, keine halben Sachen zu machen, entsteht die RSV-R Factory. Keine weitere Sportmaschine im Katalog, sondern eine Maschine, die für denjenigen konzipiert wurde, der genau weiß, was er tut, der das Wort „Vorspannung" kennt und am Wochenende eine Stoppuhr benutzt. In dieser Topversion des 60°-V-Zweizylinders aus dem Jahr 2009 leistet der Motor 143 PS bei 9500 U/min und 101 Nm Drehmoment bei 8000 U/min – alles untergebracht in einem Doppelbrückenrahmen aus Aluminiumlegierung, der in einem dezenten Gold lackiert ist, das sich bis zu den Felgen fortsetzt. Das ist kein kosmetisches Detail: Es ist eine Signatur, fast eine Absichtserklärung.

Was die Factory von der Standard-RSV-R unterscheidet, liegt weniger in den Motordaten als in der Qualität des Fahrwerks. Das Fahrwerk ist vollständig Öhlins anvertraut: 43-mm-Upside-down-Gabel vorne, Federbein hinten, in jeder Hinsicht einstellbar – Vorspannung, Druckstufe, Zugstufe, Länge. Ein doppelkammeriger Lenkungsdämpfer desselben schwedischen Herstellers vervollständigt das Bild. Bei einer Maschine, die an die 280 km/h heranreicht, ist diese Abstimmung zwischen den einzelnen Fahrwerkselementen kein Luxus, sondern eine Lebensnotwendigkeit.
Die Räder aus geschmiedetem Aluminium verdienen besondere Beachtung. Gegenüber einem herkömmlichen Gussrad beträgt die Gewichtsersparnis 25 %. Bei einer Sportmaschine bedeutet diese Reduktion der ungefederten Massen eine Agilität in der Lenkung, die Zahlen nie wirklich abbilden können. In Kombination mit Pirelli-SuperCorsa-Reifen in 120/70 vorne und 190/50 hinten fügen sich diese Felgen in ein stimmiges Gesamtkonzept ein, das für die Rennstrecke ebenso gedacht ist wie für die Straße. Der Rest der für diese Factory spezifischen Teile liest sich wie ein Rennvorbereitungskatalog: Vorder- und Hinterradkotflügel aus Carbon, Kühllufteinlässe aus Carbon, Gabelkopfverkleidungen aus Carbon, Tankseitenverkleidungen aus Carbon. Aprilia hat das Carbon nicht zur Dekoration eingesetzt, sondern um die Waage auf 185 kg Trockengewicht zu drücken – ein Ergebnis, das an das einstige Gewicht der RSV 1000 SP erinnert, jener quasi handgefertigten Superbike-Version, die den Eingeweihten vorbehalten war.
Im Vergleich zur damaligen Konkurrenz behauptet die Factory ihren Rang. Die Honda CBR1000RR und die Yamaha R1 spielen in derselben Leistungsklasse, doch keine von beiden bot serienmäßig eine derart vollständige Öhlins-Ausstattung. Die Ducati 1098 kam diesem Geist edler und rasanter Mechanik näher, aber mit einem L-Zweizylinder und einer anderen Philosophie. Die Aprilia hingegen bietet ein 60°-V, das die Kompaktheit eines Twins mit einem breiten Leistungsband verbindet, das bereits aus mittleren Drehzahlen abrufbar ist – ohne die Massenträgheit eines japanischen Vierzylinders. Mit 16 849 Euro ist der Preis hoch; er spiegelt schlicht die tatsächlichen Kosten der verbauten Komponenten wider.
Die Sitzhöhe von 810 mm und das insgesamt kompakte Format machen sie physisch zugänglich für einen Fahrer mittlerer Statur, doch der Charakter des Motorrads bleibt entschlossen auf die Rennstrecke ausgerichtet. Sie ist nicht die ideale Begleiterin für einen Einsteiger, der große Sporttourer entdeckt, noch für einen Touristen, der Komfort und Geschmeidigkeit sucht. Es ist ein Motorrad für Leidenschaftliche, für jemanden, der samstags auf der Rennstrecke fährt und sonntags gegebenenfalls nach Hause zurückfahren kann. Sie fordert Einsatz – und gibt ihn hundertfach zurück.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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