Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 998 cc
- Leistung
- 143.0 ch @ 10000 tr/min (105.2 kW)
- Drehmoment
- 101.0 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en V à 60°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.8:1
- Bohrung × Hub
- 97 x 67,5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 57 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- double poutre en alliage alu
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Öhlins Ø 43 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 133 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 320 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 190/50-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 810.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Trockengewicht
- 189.00 kg
- Neupreis
- 15 000 €
Übersicht
Fünfzehntausend Euro für eine Lackierung. Die Zahl lässt aufhorchen, und doch hat Aprilia nie behauptet, diese RSV-R 1000 Bol d'Or Replica 2007 als gewöhnliches Motorrad zu verkaufen. Es ist eine Absichtserklärung in Rot und Weiß, ein ausdrückliches Augenzwinkern in Richtung der Stunden, die unter den Scheinwerfern des Circuit de Nevers oder in der Nacht von Montlhéry gedreht wurden. Die Rechnung ist happig, doch sie geht mit einer seltenen Konsequenz einher: Man kauft nicht nur ein Motorrad, man kauft ein Stück Rennpodium, das auf die Straße übertragen wurde.

Unter der aus dem Ausdauerrennsport entlehnten Verkleidung bleibt der 60-Grad-V-Zweizylinder mit 998 cc die Seele der Maschine. Seine 143 PS liegen bei 10.000 U/min an, sein Drehmoment von 101 Nm entfaltet sich bei 8.000 U/min, und das Verdichtungsverhältnis von 11,8:1 erinnert daran, dass dieser Motor nicht für Sonntagsausflüge konzipiert wurde. Die Bohrung von 97 mm bei einem Hub von 67,5 mm zeichnet einen direkten, nervösen Charakter, mit einer Drehzahlentfaltung, die wenig Raum für Besinnung lässt. Verglichen mit einer R1 oder CBR 1000RR derselben Epoche spielt der Aprilia-V-Twin auf einem physischeren, fleischlicheren Register — weniger linear, aber ungemein fordernd.
Der Aluminium-Brückenrahmen erhält serienmäßig eine 43-mm-Öhlins-Upside-down-Gabel mit 120 mm Federweg, gekoppelt mit einem Mono-Federbein am Heck. Das ist die Ausstattung, die man bei der Konkurrenz gegen Aufpreis findet, hier ohne Verhandlungsspielraum mitgeliefert. Die Brembo-Radialbremszangen mit vier Kolben beißen auf 320-mm-Scheiben, und die 189 kg Trockengewicht sind ein vertretbares Gewicht für eine Supersport dieser Hubraumklasse. Die Sitzhöhe von 810 mm ist für kleinere Fahrer kaum zugänglich, und das generelle Fahrverhalten richtet sich unmissverständlich an einen erfahrenen Piloten, der in der Lage ist, eine für die Rennstrecke geschliffene Geometrie zu nutzen — nicht für die Autobahn.
Die theoretischen 280 km/h Höchstgeschwindigkeit sind nicht das Thema. Was zählt, ist die Art und Weise, wie dieses Replica-Modell jede Kurve in eine kleine Rennwiederholung verwandelt, mit dem Sound des V-Twins als Klangteppich und der Überzeugung, dass die Aprilia-Ingenieure für die Straßenversion nichts abgemildert haben. Die 18 Liter Tankinhalt reichen für den sportlichen Einsatz, doch sollte man nicht darauf setzen, mit dieser Maschine komfortabel 400-Kilometer-Etappen zu absolvieren. Das ist nicht ihre Bestimmung, und sie versucht nicht, das zu verbergen. Für den Fahrer, der eine italienische Supersport mit sichtbarer Rennsporthistorie und einem ab Werk rennstreckenreifen Fahrwerk sucht, rechtfertigt sich der Preis. Für alle anderen gibt es günstigere Alternativen.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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