Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1099 cc
- Leistung
- 220.0 ch @ 13000 tr/min (161.8 kW)
- Drehmoment
- 127.0 Nm @ 10800 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en V à 65°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 81 x 52.32 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 52 mm
- Starter
- électrique
- Euro-Norm
- Euro 5+
Fahrwerk
- Rahmen
- Double poutre périmétrique en aluminium
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 43 mm, déb : 127 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Brembo Ø 330 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons (Hypure monobloc)
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Brembo Ø 220 mm, étrier 2 pistons
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Hinterreifen
- 200/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 840.00 mm
- Sitztyp
- Selle biplaces
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 204.00 kg
- Neupreis
- 22 500 €
Übersicht
Von einer Architektur ausgehend, die im Jahr 2009 entstand, und siehe, was man siebzehn Jahre später daraus hervorgebracht hat: 220 PS, die der Euro 5+ Norm entsprechen – das musste man wagen, ohne zu lachen. Aprilia hat es getan. Und die Zahlen sprechen für sich: Der 65-Grad-V4 mit 1099 cm³ leistet nun seine maximale Leistung bei 13.000 U/min, mit 127 Nm Drehmoment bei 10.800 U/min. Die BMW S1000RR mit ihren 210 PS lässt grüßen. Ebenso die Ducati Panigale V4 mit ihren 216 PS. Auf dem reinen Gebiet der homologierten Spitzenleistung positioniert sich die Aprilia RSV4 1100 unangefochten an der Spitze, was für eine Plattform, deren Fundamente bis in die Ära Biaggi zurückreichen, nicht gerade wenig ist.

Das Geheimnis dieser Entwicklung liegt in Drosselklappen mit 52 mm Durchmesser (gegenüber 48 mm zuvor), die mit einer kompletten Überarbeitung des Auspuffsystems gekoppelt sind. Drei zusätzliche PS im Vergleich zur vorherigen Generation mögen auf dem Papier bescheiden wirken. Aber vor allem die Kohärenz des Gesamtpakets beeindruckt: Katalysator neu positioniert, um die Wärme zu reduzieren, die zum Fahrer aufsteigt, neue, effizientere Kühlerlüfter, vollständig neu gestaltete Aerodynamik mit zweistufigen Flügeln unter der Verkleidung. Die Verkleidung erhöht die Luftdurchdringung um 6 % und reduziert die Neigung zum Wheelie um 8 %, zwei Zahlen, die laut Aprilia im Windkanal ermittelt wurden. Auf der Straße wird der Unterschied kaum wahrnehmbar sein. Auf der Rennstrecke werden die Rundenzeiten vielleicht eine andere Geschichte erzählen.
Das Fahrwerk hingegen entwickelt sich am Rande. Das Perimeter-Aluminiumrahmen und der Schwingarm bleiben gleich, die Sachs-Federung mit 43-mm Upside-Down-Gabel und 127 mm Federweg vorne, Einzelbremszylinder mit 130 mm hinten. Was sich ändert, ist die Bremsanlage: Brembo HyPure-Sättel, die man auch in der Panigale V4 findet, greifen 330-mm-Scheiben vorne. Sie sind leichter als die Stilema-Bremssättel, die sie ersetzen, und bieten laut Brembo eine bessere Wärmeableitung. Sie verwandeln jeden beherzten Bremsvorgang in ein unvergessliches körperliches Erlebnis. Das Bosch Cornering ABS mit drei Stufen, das das Aufsteigen des Hinterrads bewältigen kann, ergänzt das Gesamtpaket mit der Präzision, die man von einer Maschine mit 300 km/h für 204 kg vollgetankt erwartet.

Die Elektronik ist nun ein echtes Gesprächsthema bei der Aprilia RSV4 1100 Factory. Die Basisversion erhält serienmäßig die sechsachsiale Trägheitsplattform, Ride-by-Wire, Traktionskontrolle ATC in acht Stufen, Wheelie-Kontrolle AWC mit prädiktiver Logik, Quick-Shift bidirektional und einstellbare Engine-Bremsung. Was Noale vorsichtig in optionale Pakete verlagert hat, ist die Startkontrolle, die Pit-Begrenzer und der Tempomat, die alle serienmäßig in der RSV4 Factory enthalten sind. Letztere fügt außerdem geschmiedete Räder, die semi-aktive Öhlins Smart EC 2.0-Federung mit kurvenabhängiger Steuerung und die MIA Gen4 Multimedia-Plattform zum Verbinden des Smartphones und zum Übertragen von Streckendaten hinzu. Die Factory rechtfertigt damit ihre Premium-Positionierung, obwohl einige bedauern, dass Funktionen, die einst zum Grundpreis gehörten, nun zu kostenpflichtigen Optionen wurden, während die Preisgestaltung weiter steigt.

Mit einem Preis von 22.500 Euro für das Modell 2026 richtet sich die Aprilia RSV4 1100 klar an ein Publikum, das Supersportwagen nicht zum ersten Mal kauft. Dies ist kein Motorrad für Anfänger: Die Sitzhöhe von 840 mm und die Reaktionsfreudigkeit eines Motors, der nichts von seinem Rennsport-Erbe vergessen hat, erfordern eine ernsthafte Erfahrung. Für den erfahrenen Rennfahrer oder den routinierten Straßenfahrer, der eine Maschine sucht, die alles kann, ohne jemals zu lügen, bleibt sie eine Referenz, die auf einer langfristigen Basis aufgebaut ist. Gerade ihre Langlebigkeit unterscheidet sie von ihren deutschen und italienischen Rivalen: Wo die Konkurrenten sich mit großen Kommunikationskampagnen neu erfinden, verfeinert die RSV4 sich wie ein Metall, Transformation für Transformation, seit nunmehr mehr als fünfzehn Jahren.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Taille de l'écran TFT couleur : 12,70 cm / 5 pouces
- ABS Cornering
- Jantes aluminium
- Shifter
- Amortisseur de direction
- Indicateur de vitesse engagée
- Contrôle de traction
- Contrôle anti stoopi
- Contrôle anti wheeling
- Embrayage anti-dribble
- Centrale inertielle
- Commodes rétro-éclairés
- Contrôle du frein moteur
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
- Pays de fabrication : Italie
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