Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 1099 cc
- Leistung
- 164.0 ch @ 9750 tr/min (120.6 kW)
- Drehmoment
- 122.6 Nm @ 8000 tr/min
- Motortyp
- Bicylindre en L à 90°, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Bohrung × Hub
- 104 x 64.7 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
Fahrwerk
- Rahmen
- treillis à section ovale hybride
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Hinterradaufhängung
- Monoamortisseur ExtremeTech, déb : 130 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage Brembo
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.30 bar
- Hinterreifen
- 190/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.30 bar
Abmessungen
- Tankinhalt
- 16.00 L
- Trockengewicht
- 164.00 kg
- Neupreis
- 39 300 €
Übersicht
Stellen Sie sich ein Carbonblatt vor, das über einen Gitterrahmen gespannt ist, einen Ducati-Zweizylinder, der unter dem Sattel grollt, und einen Preis, der jeden Buchhalter ins Husten bringen würde. Genau das bietet Bimota mit der DB7 in der Version Oro Nero – eine Maschine, die nichts mit einem Seriensportler gemein hat und das offen für sich beansprucht.

Das Konstruktionsprinzip ist radikal: Carbon ist hier kein kosmetischer Überzug auf einer klassischen Struktur, der einen hohen Preis rechtfertigen soll. Es bildet die Maschine bis in den letzten Winkel. Der Schwingarm ist aus der Faser gefräst, der selbsttragende Sattel ebenso, die Verkleidung des Tanks ebenfalls. Selbst bestimmte Elemente des Gitterrahmens mit ovalem Hybridquerschnitt, verbunden mit aus dem Vollen gefrästen Aluminiumplatten, greifen auf dieses Material zurück. Das Ergebnis fällt vollgetankt mit 164 kg auf die Waage – eine Zahl, die ihre ganze Dimension entfaltet, wenn man sie der angegebenen Leistung gegenüberstellt.
Denn unter dieser skulptierten Verkleidung schlägt der Ducati-Twin 1098 in einer von Bimota überarbeiteten Version, gesteigert auf 164 PS bei 9 750 U/min mit einem verfügbaren Drehmoment von 122,6 Nm bei 8 000 U/min. Ein Leistungsgewicht von eins zu eins – sprich ein PS pro Kilogramm. Bei einer CBR1000RR oder einer R1 derselben Epoche existiert dieses Verhältnis schlicht nicht, und dennoch kosten diese Maschinen zehnmal weniger. Das ist die ganze Logik von Bimota: ein Ausnahmeobjekt an jene verkaufen, die keine Kompromisse eingehen – kein sportliches Transportmittel.
Das Fahrwerk folgt derselben Philosophie der Unnachgiebigkeit. Die invertierte Marzocchi-Gabel erhält an den Endanschlägen radiale Brembo-Zangen, die zur unverzichtbaren Referenz an allen hochwertigen italienischen Sportlern geworden sind. Der hintere ExtremeTech-Dämpfer verfügt über einen Federweg von 130 mm. Das Cockpit, ausgereifter als bei der Standard-DB7, ist mit einer Rennstreckenfunktion ausgestattet und ermöglicht den Export der Fahrdaten auf einen Computer. Das ist nicht für den Sonntagsfahrer gedacht, der den Weg zur Arbeit zurücklegt, sondern für denjenigen, der seine Bremspunkte auf den Meter genau kennt und seine Sektoren bei klarem Kopf vergleichen möchte.
Für 39 300 Euro kostet die DB7 Oro Nero mehr als ein japanisches Spitzen-Hypersportmotorrad zuzüglich des Einstiegspreises bei Bimota. Die sehr begrenzte Serienproduktion unterstreicht dies noch: Das ist kein Motorrad, das man kauft – es ist ein Stück, das man erwirbt. Ihr auf technischer Ebene irgendetwas vorwerfen zu wollen, fällt schwer, doch man sollte sich über ihren tatsächlichen Einsatz im Klaren sein. Mit 16 Litern Kraftstoff, einer Sitzhöhe unbekannten Ausmaßes und 280 km/h Höchstgeschwindigkeit ist sie für die Rennstrecke oder freie Bergstraßen gemacht – nicht für den Berufsverkehr auf der Ringstraße. Das angesprochene Publikum zählt weltweit in die Dutzende von Individuen, was auf seine Weise das beste Verkaufsargument darstellt.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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