Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 890 cc
- Leistung
- 114.9 ch @ 10000 tr/min (84.5 kW)
- Drehmoment
- 90.2 Nm @ 7000 tr/min
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 11.5 : 1
- Bohrung × Hub
- 78 x 62.1 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- type diamant en acier
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Système multi-essieux avec double fourche inversée LMW, déb : 110 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 125 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Nissin Ø 298 mm, fixation radiale, étrier 4 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 282 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-15
- Hinterreifen
- 190/55-17
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 825.00 mm
- Tankinhalt
- 18.00 L
- Gewicht
- 270.00 kg
- Neupreis
- 17 999 €
Übersicht
Wer erinnert sich noch an den Schock, den der Niken bei seiner Vorstellung auslöste? Yamaha rückte mit einem dreirädrigen Gefährt an, das sich in Kurven neigen konnte wie jeder beliebige Roadster, und die Motorradwelt wusste nicht so recht, was sie davon halten sollte. Technische Kuriosität oder echtes Fahrkonzept? Die ersten Tests hatten Klarheit geschaffen: Der Dreizylinder schob gewaltig an, so stark, dass er trotz des massiven Vorderradverbunds zum Steigen neigte. Nur hat sich die Neugier gelegt. Die Verkaufszahlen hoben gegenüber klassischen Roadstern und GT-Modellen nie ab, und der Niken trat einen stillen Weg durch die Wüste an. Für 2025 wagt Yamaha mit der Niken 900 GT eine tiefgreifende Wandlung, und der Kurswechsel ist deutlich: Schluss mit dem kapriziösen Sportler, im Visier steht der anspruchsvolle Reisende.

Die sichtbarste Änderung sind die Seitenkoffer mit 30 Litern Fassungsvermögen. Sie positionieren die Maschine in einem Touring-Universum, in dem die Konkurrenz BMW R 1300 GS oder Tracer 9 GT+ heißt. Der doppelte Vorderradverbund, lange als technische Spielerei wahrgenommen, wird hier zum handfesten Sicherheitsargument für alle, die bei jedem Wetter Kilometer fressen. Yamaha hat auch die Sitzbank überarbeitet, neu gestaltet für besseren Halt auf langen Etappen, und das Windschild ist jetzt um 7 cm in der Höhe verstellbar. Das Cockpit erhält ein 7-Zoll-TFT-Display mit optionaler Garmin-Navigation, Anrufverwaltung und Musik-Streaming, alles gesteuert über einen Fünf-Wege-Joystick an der linken Armatur. Vier Fahrmodi, darunter ein vollständig konfigurierbarer Custom-Modus, vervollständigen das elektronische Arsenal. Heizgriffe, Tempomat, USB-Anschluss und 12-V-Steckdose unter der Sitzbank: Die Serienausstattung braucht sich vor deutlich teureren deutschen GT-Modellen nicht zu verstecken.
Unter der Verkleidung entwickelt der aus der Tracer 9 GT+ stammende Dreizylinder mit 890 ccm 114,9 PS bei 10.000 U/min und vor allem 90,2 Nm Drehmoment, die bereits ab 7.000 Touren anliegen. Die Kurbelwelle wurde schwerer ausgeführt, um die Kraftentfaltung zu glätten, und das Drehmoment setzt 1.500 Touren früher ein als bei der Vorgängerversion. Im Klartext: Das Fahren wird geschmeidiger, im Alltag besser nutzbar, besonders zu zweit und mit beladenem Gepäck. Ein bidirektionaler Quickshifter begleitet das Sechsganggetriebe – willkommen, wenn man ständig zwischen Zwischenbeschleunigungen jonglieren muss. Denn das Gewicht der Yamaha Niken 900 GT erreicht vollgetankt 270 kg, also 40 kg mehr als eine Tracer GT+. Auf der Straße lässt sich das beherrschen. Im Stand, an einer Tankstelle in Hanglage, sollte man allerdings festen Stand haben.
Der Diamantrahmen aus Stahl wurde mit leichteren Rohrquerschnitten verfeinert, und das hintere Federbein arbeitet über neue Umlenkhebel aus Aluminium für mehr Progressivität. Der Federweg bleibt mit 110 mm vorne und 125 mm hinten bescheiden, passend für den Straßeneinsatz. Der Ackermann-Vorderradverbund mit doppelter Upside-Down-Gabel erlaubt weiterhin 45 Grad Schräglage – genug, um trotz der Ausmaße einen Pass mit Überzeugung anzugehen. Die radial montierten Nissin-Bremsen mit zwei 298-mm-Scheiben und Vierkolben-Sätteln vorne flößen bei einer Maschine dieses Kalibers Vertrauen ein.
Der Preis einer Yamaha Niken 900 GT 2025 liegt bei 17.999 Euro. Das ist happig, aber nicht abwegig angesichts einer R 1300 GS, die in vergleichbarer Ausstattung locker die 20.000-Euro-Marke überschreitet. Für schmalere Budgets bietet der Gebrauchtmarkt mittlerweile Niken 900 GT aus 2021 um die 10.500 Euro bei 2.500 km auf dem Tacho – das verändert die Ausgangslage. Yamaha spielt hier seine letzte Karte mit einem Konzept, das nie sein Massenpublikum gefunden hat. Die Neupositionierung als Tourer ist logisch, fast darwinistisch. Bleibt die Frage, ob Liebhaber großer Reisemaschinen, die an Boxermotoren und Reihenvierzylinder gewöhnt sind, ihre Gewissheiten gegen zwei Vorderräder und einen japanischen Dreizylinder eintauschen werden. Der Niken verdient diese Chance. Nur wenige Motorräder auf dem Markt bieten ein solches Gripgefühl, vor allem wenn der Asphalt bei einem herbstlichen Regenguss unter den Rädern nachgibt. Und das erzählt kein Datenblatt.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS
- Nombre de mode de conduite : 3
- Volume de rangement : 60 litres
- Taille de l'écran TFT couleur : 17,78 cm / 7 pouces
- Pare brise réglable
- Prise USB
- Contrôle de traction
- Valises
- Régulateur de vitesse
- Jantes aluminium
- Béquille centrale
- Poignées chauffantes
- Embrayage anti-dribble
- Shifter
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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