Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 600 cc
- Leistung
- 98.0 ch @ 12000 tr/min (70.5 kW)
- Drehmoment
- 63.1 Nm @ 10000 tr/min
- Motortyp
- In-line four, four-stroke
- Kühlung
- Liquid
- Verdichtungsverhältnis
- 12.2:1
- Bohrung × Hub
- 65.5 x 44.5 mm (2.6 x 1.8 inches)
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection
- Starter
- électrique
Fahrwerk
- Rahmen
- en alu coulé sous pression
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Telescopic fork, diameter 43 mm
- Hinterradaufhängung
- Swingarm (Linkless type Monocross)
- Federweg vorne
- 130 mm (5.1 inches)
- Federweg hinten
- 130 mm (5.1 inches)
Bremsen
- Vorderradbremse
- Double disc
- Hinterradbremse
- Single disc
- Vorderreifen
- 120/70-ZR17
- Vorderreifendruck
- 2.25 bar
- Hinterreifen
- 180/55-ZR17
- Hinterreifendruck
- 2.50 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 795.00 mm
- Radstand
- 1440.00 mm
- Bodenfreiheit
- 130.00 mm
- Länge
- 2095.00 mm
- Breite
- 750.00 mm
- Höhe
- 1215.00 mm
- Tankinhalt
- 19.40 L
- Gewicht
- 207.00 kg
- Trockengewicht
- 186.00 kg
- Neupreis
- 7 390 €
Übersicht
Kann eine Maschine zu intelligent sein? Im Jahr 2004 stellte Yamaha diese Frage mit der FZ 6 Fazer, einer Maschine, die nach einem genialen Marketing-Coup roch. Man sprach noch nicht von "Streetfighter", aber die Idee war da: das pulsierende Herz einer R6, diese Raserei bei 12.000 U/min, zu nehmen und ihr eine Philosophie der urbanen und tourenfähigen Vielseitigkeit zu verpassen. Das Ergebnis? Ein 600-ccm-Viertaktmotor, der 98 Pferde an der Spitze liefert, aber neu kalibriert wurde, um in den unteren Drehzahlen etwas mehr Zivilisiertheit zu bieten. Die Rezeptur war kühn, fast riskant.

Das wahre Meisterwerk lag jedoch nicht nur in diesem überarbeiteten Motor. Yamaha entschied sich für ein schmiedeguss-Aluminium-Rahmenrohr, eine Technik, die ihm eine tadellose strukturelle Steifigkeit und eine klare Ästhetik ohne sichtbare Schweißnähte verlieh. Dieses Chassis, kombiniert mit einer 43-mm-Federung vorne und einem längeren Schwingarm, bot eine bemerkenswert stabile Basis. Mit einem angegebenen Gewicht von 207 kg vollgetankt war die Fazer keine "Lightweight", aber ihre Geometrie – eine Lenkradneigung von 25° – verlieh ihr eine überraschende Agilität in engen Kurven. Sie verhielt sich wie ein Sportler im Verkleidungskleid, der auf Hügelkämmen spielen konnte, ohne nervös oder anspruchsvoll zu werden.
In der Praxis machte die Yamaha FZ 6 Fazer einige Zugeständnisse. Der 19,4-Liter-Tank reichte für den täglichen Gebrauch, aber Hardcore-Tourenfahrer könnten die reduzierte Kapazität im Vergleich zu einigen Konkurrenten bedauern. Die 795-mm-Sattelhöhe war für die meisten erreichbar, und der Stauraum… sprechen wir über den Stauraum. Mit dem unter dem Sitz positionierten Auspuff für einen aggressiveren Look wurde der Stauraum fast symbolisch. Eine ästhetische Wahl, die die Funktion opferte, typisch für diese Ära, in der der "under-seat exhaust"-Stil im Trend lag.
Im Vergleich zu zeitgenössischen Naked Bikes wie der Honda CB600F Hornet oder der Suzuki GSR600 zeichnete sich die Fazer durch ihren "technologischen" Charakter aus. Ihr vollständiges digitales Armaturenbrett, inspiriert vom Weltrennrennsport, verlieh ihr einen modernen Look, obwohl einige Puristen die analoge Nadel vermissten. Ihre Bremsleistung mit zwei 298-mm-Scheiben vorne war effektiv, aber nicht brutal, perfekt für den gemischten Gebrauch. Es war ein Motorrad, das den städtischen Fahrer ansprach, der am Wochenende entfliehen wollte, oder den Tourenfahrer, der etwas mehr Pep als ein reines Tourismusgerät suchte. Sie war weder das leichteste noch das leistungsstärkste Modell ihrer Klasse, bot aber eine seltene Balance zwischen sportlicher Leistung und täglicher Ergonomie.
Letztendlich war die Yamaha FZ 6 Fazer von 2004 ein brillantes, wenn auch nicht fehlerfreies Angebot. Ihr Preis von 7390 Euro platzierte sie in einer wettbewerbsorientierten Preisklasse. Sie brillierte durch ihre Vielseitigkeit und ihren hochwertigen Rahmen, opferte aber manchmal die Praktikabilität für die Ästhetik. Für diejenigen, die ein Naked Bike suchen, das alles kann, von der Stadt bis zur kurvenreichen Straße, ohne die Extreme eines reinen Sportlers, bleibt sie ein ernstzunehmender und historischer Kandidat. Sie bewies, dass ein R6-Motor ein erfülltes bürgerliches Leben führen kann.
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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