Schlüsselleistung
Technische Daten
Motor
- Hubraum
- 599 cc
- Leistung
- 102.0 ch @ 12000 tr/min (75.0 kW)
- Drehmoment
- 62.3 Nm @ 10500 tr/min
- Motortyp
- 4 cylindres en ligne, 4 temps
- Kühlung
- liquide
- Verdichtungsverhältnis
- 12:1
- Bohrung × Hub
- 67 x 42.5 mm
- Ventile/Zylinder
- 4
- Nockenwellen
- 2 ACT
- Kraftstoffsystem
- Injection Ø 36 mm
Fahrwerk
- Rahmen
- MonoBackbone -en aluminium moulé par gravité
- Getriebe
- boîte à 6 rapports
- Endantrieb
- Chaîne
- Vorderradaufhängung
- Fourche téléhydraulique inversée Ø 41 mm, déb : 120 mm
- Hinterradaufhängung
- Mono-amortisseur, déb : 128 mm
Bremsen
- Vorderradbremse
- Freinage 2 disques Ø 296 mm, étrier 2 pistons
- Hinterradbremse
- Freinage 1 disque Ø 250 mm, étrier simple piston
- Vorderreifen
- 120/70-17
- Vorderreifendruck
- 2.50 bar
- Hinterreifen
- 180/55-17
- Hinterreifendruck
- 2.90 bar
Abmessungen
- Sitzhöhe
- 800.00 mm
- Tankinhalt
- 19.00 L
- Gewicht
- 200.00 kg
- Trockengewicht
- 175.00 kg
- Neupreis
- 7 890 €
Übersicht
Manche Motorräder werden von Anfang an so ausgereift geboren, dass man das Bedürfnis, sie anzufassen, jahrelang nicht verspürt. Die Hornet 600 hingegen hat stets den gegenteiligen Impuls geweckt: sie einen Schritt weiterzutreiben, die polierte Oberfläche abzutragen, um etwas Dunkleres darunter freizulegen. Genau das haben die Werkstätten von Boxer Design mit der R-Version der 2007er Edition gemacht – eine Variante, die den meistverkauften Roadster Europas in etwas deutlich Unnahbareres verwandelt.

Die Basis ist bekannt. Ein Reihenvierzylinder mit 599 cc, der 102 PS bei 12.000 U/min leistet, ein Drehmoment von 62,3 Nm bei 10.500 Touren, alles in einem MonoBackbone-Rahmen aus schwerkraftgegossenem Aluminium, der 175 kg trocken und 200 kg fahrbereit wiegt. Eine invertierte 41-mm-Gabel, ein Mono-Federbein hinten, zwei 296-mm-Scheiben mit Doppelkolben-Bremssätteln vorn. Auf dem Papier ist das ein bewährtes Rezept – jenes, das die Hornet seit Ende der 90er-Jahre zur Referenz im Segment der zugänglichen Roadster gemacht hat. Gegenüber einer Yamaha FZ6 oder einer Kawasaki Z750 hat sie ihren Preis von 7.890 Euro stets durch eine ehrliche Vielseitigkeit und einen direkten Motorcharakter gerechtfertigt.
Die R gibt sich jedoch nicht mit Ehrlichkeit zufrieden. Boxer Design hat diese Version nach der Logik eines sorgfältig durchdachten Ästhetik-Kits aufgebaut: ein Motorbauchwächter, der das mechanische Ensemble unterhalb des Blocks strukturiert, Kühlerverkleidungen mit kantiger, ausgeschnittener Geometrie, ein kleiner Luftdeflektor, eine Sitzbankabdeckung im Racing-Stil und Namensschilder, die keinen Zweifel an der Identität des Fahrzeugs lassen. Das Ensemble hält eine visuelle Kohärenz, die viele Umbauten verfehlen: Nichts wirkt aufgepfropft, alles scheint schon immer dagewesen zu sein, als hätte Honda schlicht den Mut gehabt, diese Version von Anfang an herauszubringen. Das Ergebnis ist ein Motorrad, das andere Blicke auf sich zieht als ein gewöhnlicher Roadster.
Der Mehrpreis von etwa 600 Euro gegenüber der Standard-Hornet wirft eine berechtigte Frage auf: Steckt dahinter mehr als reine Kosmetik? Die Antwort hängt davon ab, was man sucht. Der Motor, die Geometrie, die Reifen in 120/70-17 und 180/55-17, das Sechsganggetriebe – nichts davon ändert sich. Die Sitzhöhe bleibt bei 800 mm, der Tank bei 19 Litern, die Höchstgeschwindigkeit bei rund 230 km/h. Was die R verkauft, ist eine Identität. Und für einen Fahrer, der sein Motorrad ebenso als Objekt des Begehrens wie als Fortbewegungsmittel benutzt, hat diese Identität einen realen Wert. Die ABS-Option ist gegen einen vergleichbaren Aufpreis erhältlich, was für alle, die bei jedem Wetter fahren, ein ernsthaftes Argument darstellt.
Die Hornet R richtet sich an ein klar umrissenes Profil: den fortgeschrittenen Fahrer, der seinen Führerschein bereits beherrscht und einen Roadster mit Charakter sucht – einen, der montags als Pendler taugt, ohne am Wochenende auf einer kurvenreichen Straße das Gesicht zu verlieren. Sie ist kein Rundstreckenmotorrad; die aufrechte Sitzposition und das ordentliche Gewicht sprechen von Natur aus dagegen. Sie ist auch kein Tourer; der bescheidene Tank und der fehlende Windschutz begrenzen die Ambitionen. Sie ist ein urbaner und halburbaner Roadster – ohne Entschuldigungen –, der seine Stärke aus einem reaktionsschnellen Motor und einer visuellen Persönlichkeit zieht, die die Standardversion nie ganz für sich beansprucht hat.
Serienausstattung
- Assistance au freinage : ABS en option
Praktische Infos
- La moto est accessible aux permis : A
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